Hausmittel gegen Menstruationsbeschwerden

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Unter dem Sammelbegriff Menstruationsbeschwerden werden verschiedene physische, psychische und psycho-somatische Beschwerden zusammengefasst, welche bei Frauen im gebärfähigen Alter vor und während der Periode auftreten können. Die häufigsten sind PMS, das Prämenstruelle Syndrom, und Dysmenorrhö, die sogenannten Regelschmerzen. Für die Behandlung dieser und weiterer Beschwerden gibt es sowohl in der Schulmedizin einige Methoden und Medikamente sowie auch in der alternativen Medizin und im Bereich der Hausmittel.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Menstruationsbeschwerden?

Zuerst ist es für die Betroffene wichtig zu verstehen, was Menstruationsbeschwerden sind und was sie auslöst. Gerade Mädchen, die ihre erste Periode haben oder Frauen, die nicht aus Gründen des Alters, sondern aufgrund anderer Umstände unzureichend aufgeklärt sind, sollten deshalb vorerst über die Vorgänge ihres Körpers und die damit verbundenen Symptome während der Periode aufgeklärt werden.

So treten Regelschmerzen aufgrund von Prostaglandinen (Serie-2) auf. Dies sind vom Körper selbst hergestellte Botenstoffe, die Kontraktionen in der Gebärmuttermuskulatur hervorrufen sobald die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird. Durch dieses Zusammenziehen der Muskeln wird die Durchblutung der Gebärmutter geschwächt, was der Grund für die Schmerzen ist. Gegen diese Regelschmerzen gibt es verschiedene Schmerzmittel.

Melisse kann als Tee verwendet werden, um den Magen-Darm-Trakt, den Unterleib und den Geist zu beruhigen. Zudem kann man sie für wärmende Umschläge nutzen.

Zum einen nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), welche vorranging gegen Rheuma eingesetzt werden. Zum anderen Kontrazeptiva (Antibabypillen), welche das Hormon Chlormadionacetat (CMA) enthalten. Von diesem wird angenommen, dass es die Bildung der Serie-2- Prostaglandinen hemmt. Die „Pille“ hemmt zudem das hormonelle Ungleichgewicht, das durch die Menstruation entsteht.

Auch rezeptfreie Medikamente, die schmerzstillende Stoffe wie Paracetamol oder Ibuprofen enthalten, können sich positiv auf die Regelschmerzen auswirken. Sollten sie nicht wirken, ist eine höhere Dosierung oder ein Umsteigen auf ein anderes Medikament mit den Arzt abzusprechen.

Schnelle Hilfe

Gegen die gesammelten Symptome des sogenannten PMS gibt es zwar auch einige Medikamente der Schulmedizin, jedoch lassen sie sich auch durch eine bewusste Lebensführung und eine Beachtung der Anzeichen des PMS und dem effektiven Entgegenwirken verringern.

Physische Beschwerden, die unter der Bezeichnung PMS zusammengefasst werden, sind zum Beispiel Wasseranlagerungen im Gewebe (Ödeme), Müdigkeit und Erschöpfung, Kreislaufbeschwerden, Kopf- und Rückenschmerzen, Migräne, Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Gegen jede dieser Einzelbeschwerden gibt es sowohl schulmedizinische Mittel als auch Hausmittel. So lassen sich Ödeme, Müdigkeit und Völlegefühl mit Sport und durch das Vermeiden von salzreichen Mahlzeiten, Schokolade, Alkohol und Koffein vorbeugen.

Symptome, die den Magen-Darm-Trakt betreffen, lassen sich durch Anwendungen von Kümmelöl oder durch Kräuter- und vor allem Kamillen-Tee lindern. Starke Schmerzen, welche nicht durch vorbeugende Maßnahmen verhindert werden können, beziehungsweise Migräne können meist nur medizinisch behandelt werden. Den psychischen Aspekten des PMS kann man durch entspannende Maßnahmen, wie beispielsweise Spaziergänge, Fahrradfahren, Joggen oder Schwimmen entgegenwirken.

Wenn möglich sollte die Freizeitgestaltung an der frischen Luft und in der Natur stattfinden. Dunkle Räume sollten vermieden werden. Gegen die Gesamtheit des PMS können zudem entspannende Maßnahmen wie Bäder, Massagen, autogenes Training und Yoga helfen – zudem eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Schlafrhythmus.

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Alternative Heilmittel

Die erfolgreichsten Hausmittel gegen Menstruationsbeschwerden sind dementsprechend Wärme, Entspannung, Ablenkung und Bewegung. Zur Zubereitung eines Kamillentees oder eines Kamillenaufgusses kann in diesem Zusammenhang auch ein Spaziergang zum Sammeln der Kamille (Matricaria Chamomilla) genutzt werden.

Diese findet man an Wegrändern, in Getreidefeldern und auf Äckern. Hat man einen eigenen Garten oder einen Kräuterblumenkasten innerhalb des Hauses, kann man auch Melisse (Melissa officinalis) züchten. Die Kamille kann von Mai bis August gesammelt werden, die Blätter der Melisse werden zu Beginn der Blüte im Juni und Anfang Juli gesammelt. Beide Pflanzen können als Tees verwendet werden, um den Magen-Darm-Trakt, den Unterleib und den Geist zu beruhigen. Zudem kann man sie für wärmende Umschläge nutzen.

Homöopathische Mittel gegen Menstruationsbeschwerden gibt es auch. Für psychische Symptome, wie Unruhe, Gereiztheit und Niedergeschlagenheit hilft Colocynthis. Schmerzempfindlichkeit und Gereiztheit werden mit Chamomilla, also Kamille, behandelt. Bei Kreislaufstörungen und Schwindel sowie Kopfschmerzen und Bauchschmerzen kann China officinalis Abhilfe schaffen.

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