Hausmittel gegen Mückenstiche

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Gerade in der warmen Jahreszeit plagen sie uns: die Mücken. Auch wenn ein Mückenstich in den meisten Fällen vollkommen harmlos ist, ist er doch sehr unangenehm. Aber es gibt Hilfe!

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Mückenstiche?

Nach einem Mückenstich gilt vor allem: Nicht kratzen! Sonst verstärken sich die Symptome, Haut und Gewebe schwellen noch weiter auf. Schnell wird dabei die Haut verletzt und kann sich im schlimmsten Fall entzünden.

In der Apotheke gibt es viele verschiedene Mittel, die bei Mückenstichen helfen. Gels, Salben und Sprays lindern den Juckreiz, kühlen und beruhigen die Haut. Besonders angenehm sind sie, wenn sie im Kühlschrank aufbewahrt werden (zuvor Packungsbeilage lesen!). Diese Akutmedikamente enthalten meist antiallergische Stoffe, sogenannte Antihistaminika. Auch spezielle Pflaster helfen gegen Mückenstiche. Sie kühlen, lassen die Haut abschwellen und lindern den Juckreiz. Zusätzlich verhindern sie unbeabsichtigtes Kratzen, das die Symptome noch verschlimmern würde.

Bei einem Mückenstich empfiehlt es sich ein Blatt des Spitzwegerichs quetschen oder kauen und den Brei auf den Stich gegeben.

Bei Menschen, die sehr stark auf Mückenstiche reagieren, werden in seltenen Fällen Cortison-Präparate oder oral eingenommene Antiallergika notwendig. Vor allem die Cortison-Präparate sollten aber nur kurzfristig angewandt werden. Sie sind keine Standardlösung. Wer ganz ohne Chemie seine Mückenstiche behandeln möchte, kann sich einen sogenannten Stichheiler anschaffen. Diese kleinen Geräte arbeiten mit Wärme. Sie erhitzen sich an einer Stelle auf etwa 50 Grad Celsius und werden dann kurz an den Stich gehalten. Bei dieser Temperatur zersetzen sich die Eiweiße aus dem Insektengift, die für den quälenden Juckreiz verantwortlich sind.

Zum Arzt sollte man gehen, wenn die Schwellung sehr stark ist oder sich der Stich an empfindlichen Körperstellen befindet, zum Beispiel am Augenlid. Im Ausland können Mücken manchmal schwere Krankheiten übertragen. Hier sind deshalb zum Teil andere Maßnahmen nötig. Am Besten informiert man sich vor der Reise über Gefahren und Maßnahmen.

Schnelle Hilfe

Küche und Garten geben viele Mittel her, die schnell griffbereit sind und bei Mückenstichen Linderung verschaffen. Ein in Essigwasser getränkter Wattebausch kühlt und lindert den Juckreiz.

Den gleichen Effekt hat der Saft, der beim Quetschen aus Kohlblättern austritt. Auch eine Scheibe Zitrone, Tomate, Zwiebel oder Gurke lindert die unangenehmen Symptome eines Mückenstichs. Quark kühlt und wirkt gegen Entzündungen. Deshalb ist er auch bei stärkeren Schwellungen und Rötungen gut geeignet. Im Garten und auf der Wiese ist es vor allem der Spitzwegerich, der gegen Mückenstiche hilft. Ein Blatt wird gequetscht oder gekaut und der Brei auf den Stich gegeben.

Der große Vorteil: Spitzwegerich ist sehr weit verbreitet und fast überall schnell zu finden. So hat man auch unterwegs sofort das passende Mittel zur Hand. Alles, was kühlt, hilft ebenfalls bei Mückenstichen. Deshalb sind kalte Umschläge oder Kühlpacks aus dem Gefrierfach sehr angenehm. Aber Vorsicht: Zu kalte Packs nie direkt auf die Haut legen, sie können dort Schäden verursachen! Ein weiteres wirksames Mittel hat man wirklich immer dabei: die eigene Spucke. Sie kühlt und enthält außerdem schwache Schmerzmittel und entzündungshemmende Stoffe.

Hier finden Sie Ihre Medikamente:

Alternative Heilmittel

Wer sich auf die Mückensaison vorbereiten möchte, kann sich ein eigenes wirksames Mittel gegen Mückenstiche zubereiten: Im Frühjahr werden Spitzwegerichblätter gesammelt und in ein Schraubglas gefüllt.

Dann gießt man klaren Alkohol auf, sodass alle Blätter bedeckt sind. Das Glas sollte am Fenster stehen und alle zwei bis drei Tage kräftig geschüttelt werden. Nach vier bis sechs Wochen kann man die Mischung absieben und in ein sauberes Glas umfüllen. Diese Tinktur hält sich mindestens zwei bis drei Jahre und kann mit einem Wattebausch aufgetragen werden.

Noch schneller ist folgendes Mittel hergestellt: Sehr starken Kamillentee kochen. Sobald er abgekühlt ist, im Verhältnis 1:1 mit Alkohol mischen, kühl aufbewahren. Auch homöopathische Mittel können helfen: Ledum palustre D12 hilft zum Beispiel bei stark juckenden Stichen. Auch ätherische Öle können die Probleme lindern. Besonders hilfreich sind Teebaum- und Lavendelöl.

Produkte gegen Insektenstiche

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