Hausmittel gegen Kopfschuppen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Der menschliche Körper stößt permanent alte, abgestorbene Hautzellen ab. Hängen Hunderte oder gar Tausende dieser Partikelchen zusammen, werden sie als Schuppen für das bloße Auge sichtbar. Oft ist eine Erkrankung oder einfach nur Veranlagung dafür verantwortlich, wenn sich übermäßig viele Kopfschuppen bilden.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Kopfschuppen?

Ist eine Pilzerkrankung auf der Kopfhaut für die Schuppen verantwortlich, erkennt man das an vergleichsweise großen, leicht feuchten und teilweise klebrigen Schuppen. In dem Fall hilft oft schon häufigeres Haare waschen mit einem speziellen Anti-Pilz-Shampoo aus der Apotheke hilft.

Dieses soll dem Hefepilz die Lebensgrundlage entziehen. Die pilzhemmenden Substanzen Ketoconazol und Bifonazol sind in den meisten Schuppenshampoos enthalten. Um ihre volle Wirkung entfalten zu können, sollte das Shampoo mindestens 5 Minuten einwirken. Damit die Haare nicht so schnell nachfetten, werden sie vor dem Waschen gründlich durchgebürstet und nach dem Waschen möglichst an der Luft getrocknet.

Die Verwendung von Birkenhaarwasser oder eine Joghurtmaske können das Auftreten von Schuppen mindern.

Sind die Kopfschuppen kleiner, trockener und rieseln, ist häufig eine trockene Kopfhaut dafür verantwortlich, die von den falschen Pflegeprodukten stammen oder der angeborene Hauttyp sein kann. Sind die Schuppen durch eine Überbeanspruchung durch zu häufiges Haare waschen entstanden, so sollten die Haare weniger oft gewaschen werden und wenn, dann mit einem Produkt, das auf trockene Haut und Haare abgestimmt ist.

Im Unterschied zu dem Befall mit klebrigen Schuppen sollte bei trockenen Schuppen die Einwirkzeit des Shampoos möglichst kurz gehalten werden, um die Kopfhaut nicht unnötig zu belasten. Auch zu heißes Wasser oder ein zu heißer Fön sollten vermieden werden. Spezielle Schuppenshampoos sollten in jedem Fall verwendet werden, gerade bei häufigem Haare waschen. Wer getönte Haare hat, greift normalerweise weniger gerne darauf zurück, denn Schuppenshampoos haben oft eine entfärbende Wirkung. Hier empfiehlt sich das Haare waschen mit Eigelb und die Spülung mit Birkenwasser als Alternative.

Schnelle Hilfe

Die Verabredung steht kurz bevor und die Schuppen rieseln - nun ist schnelle Hilfe gefragt. Auf jeden Fall sollten die Haare kurz vor dem Waschen gründlich ausgebürstet werden, denn das entfernt bereits eine große Anzahl der abgestorbenen Hautschuppen. Eine Ölmaske fürs Haar würde zu lange dauern und für fettige Haare sorgen. Besser ist es daher, stattdessen eine Joghurtmaske zu verwenden. Der Naturjoghurt wird einfach in die Kopfhaut einmassiert und benötigt nur wenige Minuten Einwirkzeit.

Je länger die Haare ausgespült werden, umso mehr Rückstände werden ausgewaschen. Die Temperatur während der Haarpflege sollte nur lauwarm sein, niemals heiß. Das gilt sowohl für das Wasser als auch für den anschließenden Fön.

Auf Kosmetikprodukte wie Haarspray oder Ähnliches sollte so gut es geht verzichtet werden, denn auch eine nicht erkannte Allergie auf die Inhaltsstoffe dieser Produkte kann die Schuppenbildung begünstigen. Auch das normalerweise verwendete Shampoo kann allergieauslösende Stoffe enthalten. Ein Wechsel zu einem anderen Produkt oder einer anderen Marke kann hier schnell Klarheit bringen. Am wenigsten riskant sind sanfte Babyshampoos.

Alternative Heilmittel

Eine Mischung aus Eigelb und Zitronensaft wird aufgetragen und die Haare wie gewohnt gewaschen. Der Zitronensaft lässt zudem die Haare noch schön glänzen. Als Spülungen haben sich bei Kopfschuppen vor allem Birkenwasser, Teebaumöl oder Klettensamenöl bewährt.

Für selbstgemachte Spülungen empfehlen sich Brennnesseltee oder Kamillentee. Brennnesseln in Obstessig gekocht und abgeseiht, ergeben ein wirksames Haarwasser gegen Kopfschuppen. Olivenöl beruhigt die Kopfhaut und sorgt dafür, dass der Juckreiz nachlässt. Man sollte es einige Zeit einwirken lassen, bevor man es auswäscht.

Die Regelmäßigkeit der Pflegegewohnheiten vermindert über kurz oder lang das Schuppenproblem. Auch die richtige Ernährung kann eine Rolle spielen, denn Schuppen können auch eine Folge von Zinkmangel sein. Zinkhaltige Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Fisch und Haferflocken auf dem Speiseplan wirken dem langfristig entgegen.

Eine Beobachtung der täglichen Umweltbedingungen kann ebenfalls Aufschluss über die Herkunft der Schuppen geben. Wer beispielsweise feststellt, dass er vor allem im Winter betroffen ist, kann nachprüfen, ob zu trockene Luft, die Klimaanlage oder zu eng getragene Mützen mit der Erkrankung in Zusammenhang stehen. Genaue Beobachtung der eigenen Gewohnheiten und der Umgebung ist wichtig, denn nur wer die Gründe für seine Kopfschuppen kennt, kann effektiv dagegen vorgehen.

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