Hausmittel gegen Hühneraugen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Hühneraugen entstehen durch Druckstellen z. B. zwischen (zu engen)Schuhen und Zehen. Die Haut verdickt sich an den Druckstellen und bildet Verhornungen. Entsteht inmitten dieser Verhornung ein harter Kern, bezeichnet man sie als Hühnerauge. Das kann sehr schmerzhaft sein. Oft werden zur Behandlung dann Hühneraugenpflaster eingesetzt. Sie enthalten jedoch Säuren, die auch das umliegende gesunde Hautgewebe angreifen. Als Alternative gibt es eine Reihe von Hausmitteln, die schon seit Generationen mit Erfolg eingesetzt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Hühneraugen?

Am wirkungsvollsten sind Behandlungen bei Hühneraugen, die gerade erst entstanden sind und noch kaum Schmerzen verursachen. Am besten die verhornte Druckstelle mit Lanolin massieren. Das Hühnerauge wird dadurch weicher und ist weniger druckempfindlich.

Grundsätzlich sollte, wer unter Hühneraugen leidet, darauf achten, seine Füße trocken zu halten. Feuchtigkeit und Fußschweiß begünstigen – vor allem in geschlossenen Schuhen – die Entstehung von Hühneraugen. Betroffene Stellen, die durch Reibung zwischen den Zehen entstanden sind, können zur Reduzierung der Feuchtigkeit mit Babypuder oder Maismehl bestäubt werden. Um die Schmerzen aneinander reibender Zehen zu lindern, empfiehlt sich eine Zehentrennung aus Naturmaterial, z. B. Schafwolle.

Kurzfristige Linderung verschafft auch ein warmes Fußbad mit Bittersalz, das vorübergehend die Größe des Schleimbeutels verringert. Ist ein Hühnerauge sehr geschwollen und verursacht so starke Schmerzen, dass das Tragen von Schuhen zur Qual wird, kann die Schwellung mittels Eiswürfeln behandelt werden. Den Eiswürfel in ein Baumwolltüchlein (z. B. Taschentuch) wickeln und auf die Schwellung legen.

Schnelle Hilfe

Die vielgeschmähte Brennnessel hat sich auf vielfache Weise bei der Behandlung von Hühneraugen bewährt. Inwendig kommt das Kraut als Tee zur Anwendung. Für einen Tee wird ein gehäufter Teelöffel Brennnesseln pro Tasse mit heißem Wasser aufgebrüht und, nachdem er ca. eine Minute gezogen hat, abgeseiht.

Davon trinkt man pro Tag bis zu vier Tassen. Zur äußerlichen Anwendung eignet sich ein Brennnessel-Fußbad, welches auch bei der Behandlung von Schwielen eingesetzt werden kann. Frische Brennnesseln (Blätter und Stengel) werden zwölf Stunden lang in einem Eimer mit fünf Litern kaltem Wasser eingeweicht. Dieser Kaltansatz wird danach behutsam erwärmt. Die Kräuter verbleiben im Wasser. Um die Hühneraugen aufzuweichen, sollte das lauwarme Fußbad etwa zwanzig Minuten währen. Regelmäßiges Betupfen der betroffenen Stellen mit Brennnessel-Essenz ist ein weiteres probates Mittel, um den lästigen Hühneraugen zu Leibe zu rücken.

Im Frühjahr oder Herbst gegrabene Wurzeln der Brennnessel werden nach sorgfältiger Säuberung klein geschnitten, in eine helle Glasflasche gefüllt und mit 38-40prozentigem Kornbranntwein übergossen. Die Flasche anschließend an einem warmen, sonnigen Ort ca. zwei Wochen stehen lassen. Ein Wattepad oder Wattestäbchen mit der fertigen Essenz tränken und damit die Hühneraugen mehrmals täglich betupfen.

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Alternative Heilmittel

Alternativ kann man Hühneraugen auch mit einem Frischsaft aus Schöllkraut behandeln, den man – ebenfalls mehrmals täglich – unverdünnt aufträgt. Zur Herstellung des Schöllkrautsaftes müssen frische Blätter, Stengel und Blüten des Krauts gewaschen und in einer Küchenzentrifuge entsaftet werden.

Mit „Kleinem Schwedenbitter“, am besten selbst hergestellt, sind ebenfalls schon gute Resultate erzielt worden: Vor dem Schlafengehen einen Wattebausch mit der Tinktur beträufeln, das Pad auf die betroffene Stelle legen und Socken aus natürlichen Fasern überziehen. Konzentrat über Nacht einwirken lassen. Behandelt man ein Hühnerauge mit dieser Tinktur ist es wichtig, die schmerzende Stelle stets feucht zu halten. Eine weitere Behandlungsvariante ist die Beinwurz-Salbe. Hierzu erhitzt man 250g reines Schweinefett in einer teflonbeschichteten Pfanne.

Ein Frischsaft aus Schöllkraut kann alternativ als Mittel gegen Hühneraugen verwendet werden.

Vier bis sechs frische und gewaschene Beinwurz-Wurzeln werden kleingeschnitten zugegeben. Die Rezeptur einmal aufschäumen lassen, kräftig umrühren und vom Herd nehmen. Das Ganze lässt man zugedeckt über Nacht abkühlen. Am nächsten Tag wird die Masse, nachdem sie in der Pfanne noch einmal leicht erwärmt worden ist, durch ein sauberes Leintuch passiert und die Kräuter dabei ausgepresst. Die so gewonnene Salbe füllt man in verschließbare Gläser ab und bewahrt diese im Kühlschrank auf. Mit der Salbe das Hühnerauge täglich bestreichen.

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