Handschmerzen

Handschmerzen ist ein relativ unspezifischer Begriff, der nur den Ort des Geschehens angibt. Über die Ursache der Schmerzen wird nichts ausgesagt. Man kann Handschmerzen mittels verschiedener diagnostischer Verfahren verschiedensten Ursachen zuordnen und muss sie dann entsprechend behandeln.

Inhaltsverzeichnis

Definition Handschmerzen

Mit dem Begriff Handschmerzen fasst man verschiedene Krankheitsgeschehen, Verschleißerscheinungen und Verletzungen im Handbereich zusammen. Diese kann man wiederum verschiedenen Ursachen zuschreiben.

Unfälle, akute Entzündungen, akute oder chronische Überlastungsreaktionen und degenerative Prozesse können Handschmerzen verursachen. Betroffen von den Handschmerzen ist meist die ganze Hand. Meist sind aber auch nur Teile davon betroffen, zum Beispiel die Hand- oder Fingergelenke.

Dies kann allerdings dazu führen, dass die ganze Hand in Mitleidenschaft gezogen wird. In der Folge kann es zu Beeinträchtigungen beim Greifen oder Schreiben kommen.

Ursachen für Handschmerzen

Die Ursachen von Handschmerzen können sehr vielfältig sein. Degenerative Prozesse kommen ebenso als Auslöser von Handbeschwerden in Frage wie Verletzungen, Reizungen, Überlastungsfolgen oder Entzündungen. Gelenke und Handknochen können bei Handschmerzen ebenso betroffen sein wie einzelne Muskeln, Bänder, Nerven, Adern und Sehnen.

Handverletzungen, altersbedingter Gelenkverschleiß oder Fehlbelastungen der Hand sind die häufigsten Gründe für Handschmerzen. Bestimmte Sportarten und Berufe belasten die Hände stark. Belastungsbedingte Handschmerzen durch Computerarbeit unterscheidet man von entzündungsbedingten, rheumatisch bedingten und degenerativen Handschmerzen.

Durchblutungsstörungen, Verletzungen und ausgeheilte Brüche, Nervenquetschungen oder altersbedingte Gelenkprobleme können zu erheblichen Handschmerzen führen. Handbeschwerden können bis in den Arm ausstrahlen oder umgekehrt von Arm aus in die Hand schießen. Tumore, Verrenkungen, Thrombosen und Zerrungen, Arthritis und Arthrose, Osteoporose, Rheuma und Sehnenscheidenentzündung, Gicht und so genannte Engpass-Syndrome wie das Guyon-Tunnelsyndrom oder Karpaltunnelsyndrom, Ganglien oder Bindegewebsverhärtungen sind als weitere Ursachen für Handschmerzen bekannt.

Angesichts dieser Vielfalt muss die Diagnostik bei Handschmerzen besonders vielseitig und sorgfältig sein.

Verlauf von Handschmerzen

Der Krankheitsverlauf bei Handschmerzen ist aufgrund der Vielfalt der Ursachen ganz unterschiedlich. Zumeist werden zunächst Symptome wie Steifheit und Bewegungsbeeinträchtigungen bemerkt. Manchmal liegen aber auch nicht definierbare Handschmerzen unklarer Ursache vor. Diese können sich auf die ganze Hand, die Handflächen oder nur die Gelenke konzentrieren.

Ob man bei Handschmerzen immer gleich zum Arzt geht, ist unterschiedlich. Meist wird man versuchen, sich über Massagen der schmerzenden Stellen Linderung zu verschaffen. Hilft das nicht, wird man wegen der länger andauernden Handschmerzen einen Orthopäden oder Hausarzt konsultieren. Tauchen die Handschmerzen in Folge eines operierten oder konventionell behandelten Bruches auf, ist die medizinische Nachbehandlung in einer Klinik möglich. Meist wird Physiotherapie zur weiteren Rehabilitation verschrieben. Bei Rheuma, Arthritis, Osteoporose oder Arthrose können die Handschmerzen auch Bewegungs- und Schmerztherapien erforderlich machen.

Der Krankheitsverlauf bei Handschmerzen kann fortschreitend schlimmer werden oder in Schüben auftreten. Akute und lokal begrenzte Handschmerzen, beispielsweise durch eine Nagelbettentzündung, verschwinden nach dem Abheilen wieder. Akute Prozesse und Handbeschwerden können aber unter bestimmten Umständen durchaus in chronische Handschmerzen übergehen.

Behandlung von Handschmerzen

Die Behandlung von Handschmerzen richtet sich nach der jeweils ermittelten Ursache. Bei akuten Handbeschwerden - beispielsweise durch kurzzeitige Überlastung, Reizung oder Schonhaltung - kann man nach ausreichender Ruhigstellung und Salbenbehandlung mit dem Verschwinden rechnen.

Gegebenenfalls legt man einen Salbenverband an. Chronische Handbeschwerden sind behandlungsbedürftig. Die Handschmerzen können wahlweise mit einem entzündungshemmenden Schmerzmittel, einem Gipsverband, Salben und/oder Kortisonpräparaten behandelt werden. Manche Arten von Handschmerzen sind nur operativ zu beheben. Dies trifft beispielsweise auf bestimmte Knochenbrüche oder schmerzhafte Engpass-Syndrome zu.

Bei Gelenkschäden kann man mit Hilfe der Gelenkspiegelung Abhilfe schaffen. Bei Handbeschwerden können zusätzlich Therapien wie Krankengymnastik, Wärme- oder Kältebehandlung, Massage, Wasser- oder Bädertherapie, Ultraschallbehandlung oder Elektrotherapie eingesetzt werden. Auch orthopädische Hilfsmittel können die Handschmerzen lindern helfen.

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Vorbeugung von Handschmerzen

Als Vorbeugung gegen Handschmerzen sollte man jede einseitige Belastung nach Möglichkeit meiden. Stundenlanges Gitarrespielen oder Arbeiten am Computer führt ohne Pausen und gelegentliche Dehnübungen unweigerlich zu Handschmerzen. Anders ist es bei degenerativen und entzündlichen Handschmerzen. Hier kann man meist nicht vorbeugend tätig werden. Zum Teil sind diese Erkrankungen nämlich vererbt.

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