Halskrause

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 15. Dezember 2016
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Der Begriff Halskrause ist eigentlich eine umgangssprachliche Bezeichnung für die fachmedizinisch betitelte HWS-Stütze. HWS steht für Halswirbelsäule und die Aufgabe einer medizinischen Halskrause ist die, diese nach einem Bewegungs- oder Schleudertrauma zu stützen. Dadurch sollen durch eine HWS-Stütze weitere und schwerwiegende Verletzungen der Halswirbelsäule vermieden werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Halskrause?

Die Halskrause ist mittlerweile unter vielen Namen bekannt. Die wohl häufigsten Bezeichnungen für diese sind Halskrawatte, Krawatte, Stifneck (aus dem Englischen für "Genickstarre") und Cervicalstütze.

Unter einer Halskrause versteht man meistens eine Kunststoffmanschette, welche die Halswirbelsäule (HWS) unbeweglich macht. Zusätzlich übernimmt die Halskrause eine stützende Funktion, welche sich entlastend auf die Halswirbelsäule auswirkt.

Im Falle einer Verletzung oder eines Traumas kann das sehr wichtig sein. Denn oft lassen sich nur so weitere Schäden und Spätfolgen vermeiden.

Formen, Arten & Typen

Halskrausen gibt es heute in den unterschiedlichsten Arten, Typen und Formen und somit für Menschen der verschiedensten Altersklassen und auch für Tiere.

Ein Baby kann man heute ebenso mit einer passenden Halskrause versorgen wie einen Erwachsenen oder einen Hund. Hinzukommen variable und verstellbare Modelle, die der Länge des Halses angepasst werden können – denn nur in den wenigsten Fällen ist eine genormte Halskrause gefragt. Diese wird meistens eher bei weniger schwerwiegenden Fällen eingesetzt.

Ansonsten greift man beim Menschen heute, sofern eine solche vorhanden ist, immer auf variable Schienen zurück. Zudem gibt es flexiblere und weniger flexible Modelle, die je nach Art eine teilweise bis komplette Immobilisation der Halswirbelsäule bewirken können. Hier kommt es darauf an, welche Art der Verletzung vorliegt.

Die sehr weichen Schaumstoffkrausen sind übrigens weniger zur Immobilisierung als zur Stützung gedacht. Sie werden fachmedizinisch nicht als Schiene, sondern als reine Halskrause bezeichnet. Muss man also zwischen zwei Arten unterscheiden, gibt es tatsächliche Halskrausen und Halsschienen.

Aufbau, Funktion & Wirkungsweise

Eine Halskrause oder Cervicalstütze ist aus Konststoff oder Schaumstoff gefertigt. Bei Verletzungen der Halswirbelsäule kommt sie zur Entlastung der Halsstrukturen zum Einsatz.

In den meisten Fällen handelt es sich bei der Halskrause um einen gepolsterten Kunststoffkragen, der zur Entlastung der Nackenmuskulatur eingesetzt wird. Je nach Einsatzbereich der Halskrause ist der Schaumstoff mehr oder weniger flexibel.

Übergreifend lässt sich die Halskrause in ihrer Länge dem Umgang des Halses anpassen, sodass sie eng genug am Hals des Patienten anliegt, ohne diesem die Luft zu nehmen oder ihn zu sehr einzuengen. In den meisten Fällen wird die HWS-Schiene im Nacken verschlossen. Es gibt aber auch einige Modelle, die an der Seite oder im vorderen Bereich verschlossen werden können.

Hier kommt es wieder darauf an, welche Verletzungsart vorliegt und wie lange die Schiene getragen werden soll. Besonders Schienen, die Tag und Nacht getragen werden müssen, sind besser gepolstert als Halskrausen, die eher für den kurzen Weg vom Unfallort bis zum Krankenhaus gedacht sind.

Diese immobilisieren die Halswirbelsäule aber auch erheblicher als es bei den weichen Schaumstoffkrausen der Fall ist. Letztere werden bei Verletzungen eingesetzt, die über mehrere Tage oder Wochen auskuriert werden müssen.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Eine komplett starre Halskrause kommt beispielsweise dann zum Einsatz, wenn man eine schwerwiegende Verletzung der Halswirbelsäule feststellt oder diese nicht ausschließen kann.

In diesen Fällen versucht man mithilfe der Schiene die Halswirbelsäule nahezu unbeweglich zu machen und zu stützen, sodass weitere Verletzungen und Schädigungen vermieden werden. Anschließend werden die eventuellen Verletzungen im Krankenhaus genau untersucht, sodass eine weitere Behandlung eingeleitet werden kann.

Ebenso immobilisiert man die HWS aber auch mittels Halskrause, wenn diese zur Heilung Ruhe und Bewegungslosigkeit bedarf. Hier kommen aber meistens weiche Schaumstoffkragen zum Einsatz, welche die Bewegungsfreiheit höchstens etwas einengen und welche die Halswirbelsäule stützen und entlasten. Dadurch werden die Muskeln, die Wirbel, die Sehnen und auch das Gewebe geschont und Verletzungen oder Überlastungen können ausheilen.

Halskrausen werden heute übrigens nur noch selten zu Heilungszwecken eingesetzt, da verschiedene Studien herausgefunden haben, dass diese den Heilungsprozess oft eher behindern als unterstützen.

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