Haarpflegemittel

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 15. Dezember 2016
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Eine Vielzahl von Haarpflegemitteln steht dem Verbraucher heute zur Verfügung, von einfachen Stylingprodukten aus dem Supermarkt bis zu medizinisch wirksamen Mitteln aus der Apotheke. Um das Haar gesund und glänzend zu halten, bedarf es regelmäßiger Pflege. Darüber hinaus können spezielle intensiv wirksame Produkte bei bereits strapaziertem Haar helfen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Haarpflegemittel?

Unter Haarpflegemitteln versteht man im Allgemeinen alle Produkte, die zu einem intakten und gepflegten Kopfhaar beitragen. Dazu zählen sowohl Shampoos, Haarkuren und Spülungen als auch spezielle Lotionen, Masken und Öle.

Gemeint sind also alle Produkte, die am Haar angewendet werden und deren Wirkung über Styling hinausgeht.

Anwendung, Wirkung & Gebrauch

Von konventionellen Haarpflegeprodukten unterscheidet man medizinisch wirksame Mittel. Diese enthalten spezielle Wirkstoffe, welche einen Einfluss auf die Gesundheit von Haut und Haaren haben sollen. Die Anwendung von Pflegeprodukten erfolgt äußerlich auf der Kopfhaut oder dem Haar.

Shampoos und Spülungen haben für gewöhnlich eine kurze Einwirkzeit und werden wieder ausgewaschen. Kuren und Haarmasken hingegen sollen für mehrere Minuten einwirken. Reste der Produkte bleiben auch nach dem Auswaschen im Haar. Die Wirkstoffe können so in die oberen Hautschichten eindringen und aufgenommen werden. Die Haare selbst verfügen allerdings nicht über einen solchen Stoffwechsel. Hier ist die Idee daher meist, eine glättende Wirkung herbeizuführen, indem spröde Bereiche in der Haarstruktur, d.h. mit bloßem Auge nicht sichtbare Brüche, gekittet werden.

Die meisten Silikone funktionieren auf diese Weise und stellen schlichtweg Füllmittel dar. Ölhaltige Produkte setzen ebenfalls auf den Verbleib der Stoffe im Haar und erreichen dessen Geschmeidigkeit und Biegsamkeit durch ihre physikalischen Eigenschaften. Neben Haarpflegemitteln, deren Ziel v.a. die Pflege des Kopfhaares ist, gibt es aber auch solche, die vorwiegend der Vorbeugung von Problemen dienen. So hilft ein Lichtschutzfaktor, die Kopfhaut vor zu viel Sonne zu schützen und ein Föhnspray kann evtl. Hitzeschäden beim Trocknen der Haare vermeiden.

Viele Haarpflegeprodukte orientieren sich auch an den verschiedenen Haartypen, man unterscheidet v.a. zwischen eher fettend oder eher trocken. Für sehr trockenes Haar sollen die Pflegemittel meist Feuchtigkeit spenden. Häufig geschieht dies über in einem gewissen Wasseranteil fein verteilte Öle. Für fettiges Haar versucht man, dem Rückfetten der Haut vorzubeugen. Dabei wird oft gezielt versucht, den pH-Wert der Haut wieder auf seinen natürlichen Wert 5,5 zu bringen, indem man auf zu seifenhaltige Produkte, die ihn erhöhen würden, verzichtet.

Pflanzliche, natürliche & pharmazeutische Haarpflegemittel

Eine Vielzahl von Haarpflegemitteln steht dem Verbraucher heute zur Verfügung, von einfachen Stylingprodukten aus dem Supermarkt bis zu medizinisch wirksamen Mitteln aus der Apotheke.

Um die gewünschten Effekte und damit die optimale Pflege der Haare zu erreichen, wird auf verschiedene Typen medizinischer Haarpflegemittel zurückgegriffen.

Natürliche Inhaltsstoffe wie pflanzliche Extrakte, Öle oder Mineralstoffe sind meist gut verträglich. Von chemisch erzeugten Substanzen erhofft man sich hingegen eine höhere Wirksamkeit. Dafür sagt man ihnen öfter Nebenwirkungen nach. So kann die regelmäßige Anwendung von Silikonen, wie sie in vielen Kuren enthalten sind, z.B. zur Austrocknung der Kopfhaut beitragen.

Neben pflanzlichen und chemischen Stoffen finden auch homöopathische Ansätze immer wieder Einsatz in der Kosmetik- und Pflegebranche. Basierend auf pflanzlichen Wirkstoffen wollen sie bei ganz bestimmten Konzentrationen ihre Wirkung entfalten. Die Effekte sind jedoch umstritten, da die Dosierung meist sehr gering ist.

Risiken & Nebenwirkungen

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Es gibt also zahlreiche Ansätze, wie man die Haare sinnvoll und nachhaltig pflegen kann. Jedoch ist nicht jedes Produkt hilfreich. Mittel, die damit werben, täglich anwendbar zu sein, ohne dem Haar zu schaden, können dieses Versprechen nicht unbedingt halten.

Aus medizinischer Sicht ist von einer täglichen Wäsche der Haare grundsätzlich abzuraten. Diese gilt als stark belastend für die Kopfhaut, denn die Haut benötigt eine relativ lange Regenerationsphase, um den natürlichen pH-Wert wiederherzustellen. Des weiteren ist beim Ausprobieren von Pflegemitteln darauf zu achten, wie häufig diese gewechselt werden. Ein zu häufiger Wechsel des Haarpflegeproduktes kann zu Rötungen, Ausschlag und Spannung der Kopfhaut führen, einem Zustand, den man als "überpflegt" bezeichnet.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass viele Haarpflegemittel sehr nützliche Eigenschaften haben. Sie glätten und pflegen das Haar, was im Alltag vor Schäden schützt. Ebenso kann strapaziertes Haar durch medizinische Haarpflegemittel gezielt behandelt und aufgebaut werden. Bei der Wahl der Produkte ist zu beachten, wie es angewendet wird, wie es wirkt und ob es für den jeweiligen Haartyp geeignet ist.

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