Häufiges Wasserlassen

Häufiges Wasserlassen, Blasenschwäche, Häufiges Urinieren, Häufiger Harndrang sind umgangssprachliche Begriffe für Pollakisurie und Polyurie. Dabei ist es häufig so, dass lediglich ein verstärkter Harndrang besteht, ohne tatsächlich eine erhöhte Menge an Urin in der Blase zu habe. Dabei gibt es unterschiedliche Formen bei einem häufigen Urinieren. Die Polyurie ist eine krankhaft erhöhte Urinausscheidung bei vermehrtem Durst. Bei der Pollakisurie ist häufiges Wasserlassen in kleinen Mengen kennzeichnend, bei der die Gesamtmenge des Urins ist dabei nicht erhöht ist.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen für häufiges Wasserlassen

Dass der Mensch täglich ca. eineinhalb Liter Urin produziert ist völlig normal. Der Urin selbst bildet sich in den Nieren und sammelt sich dann in der Harnblase. Mit dem Urin werden auch konzentrierte Giftstoffe und Abbauprodukte ausgeschieden. Sobald die Blase voll ist, spürt man den bekannten Harndrang zum Urinieren.

Nimmt der Mensch mehr Flüssigkeit zu sich, als er benötigt, steigt auch die Urinmenge an. Dabei gibt es unterschiedliche Formen des unnatürlichen Wasserlassens.

Bei Polyurie kommt es zu einer krankhaft erhöhten Urinausscheidung mit wesentlich mehr als 2 Liter in 24 Stunden. Dabei entsteht auch ein dranghaft vermehrter Durst (Polydipsie) zum Ausgleich der Flüssigkeitsverluste. Häufig findet sich dennoch eine sogenannte Exsikkose (Austrocknung). Ursachen hierfür sind zumeist Diabetes mellitus, akute Nierenversagen, Medikamente, Alkohol, Kaffee und Herzinsuffizienz. Die Nykturie ist einr Unterform der Polyurie, die jedoch meist nur Nachts auftritt.

Als Pollakisurie bezeichnet man häufiges Wasserlassen in kleinen Mengen. Die ausgeschiedene Gesamtmenge des Urins ist dabei nicht erhöht. Die Pollakisurie ist ein häufiges Symptom von Krankheiten des Harntraktes. Eine Pollakisurie kann unter anderem ausgelöst werden durch Infektionen der Harnwege, wie Blasenentzündung, eine Nierenbeckenentzündung oder eine Prostataentzündung Stresssituationen oder eine Schwangerschaft.

Nicht verwechseln sollte man die Pollakisurie mit der Überlaufinkontinenz, welche bei einer Auslassbehinderung der Harnblase auftreten kann, zum Beispiel bei der gutartigen Prostatavergrößerung. Im Gegensatz zur Pollakisurie ist die Blase maximal gefüllt und es kommt zu einem passiven Verlust kleiner Urinmengen, ohne dass die Blase sich ausreichend entleert.

Krankheiten mit Blasenschwäche

Behandlung von Blasenschwäche

Häufiges Wasserlassen

Zunächst sollte einmal der Arzt aufgesucht werden. Dieser wird nun Fragen zur Tageszeit (Tags - Nachts), erhöhte oder gleichgebliebene Urinmenge, erhöhter Durst, Einnahme von Medikamenten und zum Alkohol- und Kaffeekonsum stellen. Damit kann der Arzt den Typ des erhöhten Harndrangs feststellen und dessen Ursache diagnostizieren. Gegebenenfalls fordert er auch die Betroffenen auf ein Tagebuch über das Wasserlassen zu führen. Darin sollte aufgeführt sein wann und in welchen Situationen der vermehrte Harndrang besteht, was getrunken und gegessen wurde.

Neben dem Gespräch wird der Arzt auch Blut abnehmen lassen, um Blutzucker, Elektrolytkonzentration und Hämatokritwert messen zu können. Weiterhin werden die Urinwerte bestimmt. Steht nun eine Ursache fest, kann es zu weiterführenden Untersuchungen kommen. Dazu können eine Blasenspiegelung sowie eine Ultraschalluntersuchung der Prostata und der Harnwege gehören. Zusätzlich wird gemessen, wieviel Urin in der Blase gespeichert werden kann, ob die Harnröhre richtig verschließt und ob die Beckenmuskulatur ordentlich arbeitet.

Im Falle von Herzinsuffizienz und anderen Herzursachen, werden diese primär behandelt.

Da die Ursachen sehr unterschiedlich sein können, ist eine Therapie des erhöhten Wasserlassens immer individuell. Ein Blasentraining kann helfen, wenn keine organischen Ursachen vorliegen. Hierbei wird ein Protokoll über die Toilettenaufenhalte geführt und der unnatürliche Harndrang wird unterdrückt. Dabei ist es da Therapieziel, die Blase an ihre ursprüngliche Füllmenge zu gewöhnen. Weiterhin gibt es auch Medikamente die das häufige Urinieren behandeln können.

  • Männer: Alphablocker, die die Muskelzellen der Prostata entkrampfen und den Harnausgang vergrößern
  • Frauen: Östrogene, z.B. Salben oder Zäpfchen
  • Anticholinergika und Spasmolytika, zur Herabsetzung der Kontraktionsfähigkeit der Blasenmuskulatur
  • Phytotherapeutika wie echte Goldrute oder Kürbissamen

Eine Psychotherapie kann helfen, wenn das Urinieren psychische Ursachen hat. Selbst die Erlernung von Entspannungstechniken wie Progressive Muskelentspannung, Akupunktur oder Autogenem Training können den Betroffenen helfen.

Sind andere Ursachen wie Diabetes oder Prostatavergrößerung Ursache des erhöhten Wasserlassens, so sollte bei diesen Erkrankungen eine Therapie begonnen werden.

Rezeptfreie Medikamente gegen Blasenschwäche

Hier Informieren:

Hausmittel und Kräuter gegen Häufiges Wasserlassen

  • Ein Bärentraubenblättertee wird bei Blasenentzündung verwendet.

Bücher über häufiges Wasserlassen und Urinieren

Weitere Infos

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

wolfgang kommentierte am 22.08.2011 um 09:04 Uhr

Wenn ich länger als eine halbe Stunde sitze, muss ich immer Wasserlassen wenn ich aufstehe. Wenn ich unterwegs bin, ist der Harndrang beim Laufen und Gehen nicht vorhanden. Ich nehme täglich 1x Detrusitol 4mg. Nachts 2x Wasser lassen. Weiß jemand mehr darüber?

Heinz Geppert 88 Jahre alt kommentierte am 12.10.2011 um 09:32 Uhr

Ich muss nachts 5-6mal zum Wasserlassen auf die Toilette. Jedesmal wenn ich mich auf die andre Seite drehe, schießt es mir in den Kopf: "Wasserlassen", obwohl dann nur eine kleine Menge abgeht. Wenn ich aber eine Busreise mache, kann ich 3 Stunden ohne Harndrang sitzen.
Wenn der Bus aber in die Raststätte einbiegt, muss ich mir in die Beine zwicken, so stark ist dann der Harndrang. Da muss doch bei der Steuerung im Hirn etwas nicht in Ordnung sein.

hok kommentierte am 15.11.2011 um 14:43 Uhr

Ich muss nachts oft und auch tagsüber 3-4x Wasser lassen, aber jedesmal größere Mengen. Nie tröpfelt es nur, wobei ich eher zuwenig trinke und auch kein Durstgefühl habe. Eine Gutartige Prostata-Vergrößerung ist bereits seit langem festgestellt. Alter 66 J. Was ist zu raten?

lilo kommentierte am 17.11.2011 um 11:27 Uhr

Ich habe gute Erfahrungen mit MANDRAGORA E RADICE D 12 Globuli gemacht. Abends habe ich Wala Globuli eingenommen.

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