Hühnerauge

Das harte oder weiche Hühnerauge bzw. Krähenauge ist ein vermeidbares Fußleiden. Zu enges Schuhwerk, ständige Reibung oder chronischer Druck verursachen es. Man könnte das Hühnerauge als Volkskrankheit bezeichnen. Es ist aber keine Erkrankung im eigentlichen Sinne. Der Hang zu orthopädisch ungeeignetem Schuhwerk ist der eigentliche Grund, warum ein Hühnerauge entsteht.

Inhaltsverzeichnis

Definition Hühnerauge (Krähenauge)

Ein Hühnerauge entsteht als Hornhautschwiele auf der Zehenoberfläche, an den Seiten der Zehen oder gelegentlich am Ballen. Die schmerzhafte Hornhautschwiele wird durch wiederholten Druck auf die Hautpartien am Fuß ausgelöst.

Sitzt das Hühnerauge zwischen den Zehen, spricht man vom Zwischenzehen-Hühnerauge.

Man kennt zwei Arten von Hühnerauge:

Das harte und das weiche. Im Schmerzgrad und in den Ursachen unterscheiden sie sich nicht voneinander. Die Behandlung des harten oder weichen Hühnerauges kann unterschiedlich sein.

Ursachen für Hühnerauge

Ein Hühnerauge wird durch zu enges Schuhwerk begünstigt. Durch ständige Reibung der Zehen in einem zu eng geschnittenen Schuh entstehen die Zwischenzehen-Hühneraugen. Auch das Scheuern der Zehenoberflächen am Schuhmaterial kann ein Hühnerauge verursachen – im schlimmsten Falle auf jedem Zeh eines. Die eigentliche Ursache für das Hühnerauge ist eine Quetschung der Haut. Ein Hühnerauge oder mehrere davon diagnostiziert man deutlich häufiger bei Frauen, die bevorzugt spitze oder enge Schuhe tragen.

Symptome und Krankheitsverlauf beim Hühnerauge

Das harte Hühnerauge tritt meist dort auf, wo zu enge Schuhe am Häufigsten am Fuß Reibung auslösen. Es findet sich auf den Oberflächen der Zehen, manchmal auch an den Zehenspitzen oder an der Seite der Zehen. Man kann ein hartes Hühnerauge aber auch am Ballen entwickeln, wo der Schuh drückt. Es hat etwa die Größe einer Erbse, kann gerötet sein und glänzt. Beim Tasten fällt die Härte des Hühnerauges auf. Seine Farbe ist gelblich. Unter der Lupe erkennt man einen nach innen gewachsenen Kern. Der Druck auf den Kern verursacht den bekannten, stechenden Schmerz.

Das weiche Hühnerauge fühlt sich deutlich anders an. Es entsteht aus den gleichen Gründen und vorzugsweise zwischen den aneinander reibenden Zehen. Bei diesem Hühnerauge ist die Oberfläche eher weich, der harte Kern fehlt. Der Schmerzgrad ist aber bei beiden Hühneraugenarten derselbe. Er verstärkt sich bei Reibung und Schwitzen am Fuß. Menschen, die Senk- oder Spreizfüße haben, ungeeignetes Schuhwerk tragen oder an Arthrose der Gelenke leiden, haben eher ein Hühnerauge als Menschen mit einem gesunden Fuß.

Zu unterscheiden ist das Hühnerauge von einer durch Viren ausgelösten Warze an denselben Stellen. Gefährlich kann ein Hühnerauge bei Diabetes werden. Hier bemerkt man durch den diabetischen Fuß Reibung und Schmerz nicht so. In Kombination mit der Zuckerkrankheit kann sich das Hühnerauge entzünden und zu schweren Folgeschäden führen.

Behandlung von Hühnerauge

Man kann das harte Hühnerauge durchaus selbst behandeln, in dem man eine Salicylsäure-Lösung aufträgt. Damit wird die hornartig verhärtete Oberfläche aufgeweicht. Nach mehrfacher Behandlung kann man das Hühnerauge dann in warmem Wasser vorsichtig ablösen. Als Alternative zur Flüssiglösung kann man in der Apotheke oder im Drogeriemarkt Hühneraugenpflaster kaufen.

Bei einem weichen Hühnerauge wird diese Behandlung aber nicht empfohlen. Auch Diabetiker und Patienten mit Durchblutungsstörungen dürfen Salicylsäure-Präparate nicht anwenden. Der Gang zum Fußpfleger, Orthopäden, Hautarzt oder Podologen kann hier hilfreich sein. Zu diesen Instanzen geht man auch, wenn das Hühnerauge immer weder entsteht.

Bei sehr schmerzhaften, harten Hühneraugen mit tief nach innen reichendem Kern kann eine Operation nötig sein. Zur Vermeidung einer Neuentstehung kann ein Druckschutz- oder Zwischenzehen-Pflaster sinnvoll sein. Ein neues Hühnerauge wird damit verhindert.

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Vorbeugung von Hühnerauge

Zur Vorbeugung gegen ein Hühnerauge ist gut sitzendes Schuhwerk unerlässlich. Es darf weder reiben noch drücken. Bemerkt man eine Druckstelle im Zehenbereich, kann man den entsprechenden Zeh vorbeugend abpolstern. Besser wäre aber, den Schuh auszuwechseln oder weiten zu lassen. Manchmal helfen orthopädische Einlagen oder spezielles Schuhwerk für Diabetiker. Neben dem klassischen Reibungsproblem können nämlich auch Fehlstellungen der Zehen, Fußleiden oder eine nicht sinnvolle Gangart zu einem Hühnerauge führen.

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