Häufig aus der Puste – Was das Herz damit zu tun haben könnte

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 3. Januar 2017
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Wer ständig müde ist und immer wieder unter Luftnot leidet, sollte auf jeden Fall seinen Hausarzt oder einen Kardiologen aufsuchen. Den Symptomen könnte eine Herzmuskelschwäche, auch Herzinsuffizienz, zugrunde liegen! Bis zu fünf Prozent aller über 75-Jährigen in Deutschland sind von der Krankheit betroffen.

Inhaltsverzeichnis

Herzinsuffizienz – was genau ist das eigentlich?

Bei einer Herzinsuffizienz ist das Herz nur noch unzureichend dazu in der Lage, das aus dem Körper zurückfließende Blut aufzunehmen und zu den Organen zu pumpen. Eine akute Herzinsuffizienz kann sich innerhalb von Stunden oder auch wenigen Tagen entwickeln. Sie ist ein medizinischer Notfall, der sofort behandelt werden muss.

Eine chronische Herzinsuffizienz entsteht über einen längeren Zeitraum, in der Regel über Monate oder sogar Jahre. Es gibt verschiedene Formen der Erkrankung: Bei einer Linksherzinsuffizienz ist vor allem die linke Herzhälfte betroffen, bei einer Rechtsherzinsuffizienz die rechte. Erbringen beide Herzhälften keine ausreichende Leistung, spricht man von einer globalen Herzinsuffizienz.

Wo liegen die Ursachen?

Als Ursache für eine Herzmuskelschwäche kommt zum Beispiel ein nur unzureichend behandelter Bluthochdruck in Frage. Auch eine koronare Herzkrankheit (KHK), eine Verkalkung der Herzkranzgefäße, muss als Auslöser einer Herzinsuffizienz in Betracht gezogen werden.

Die Krankheit macht sich durch eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit und Atemnot bemerkbar, die durch einen Blutstau vor dem Herzen ausgelöst wird. Zudem treten häufig auch Funktionsstörungen aller Organe auf, zum Beispiel Nierenversagen, das wiederum Wasseransammlungen im ganzen Körper und in den Beinen zur Folge hat.

Kann man trotz einer Herzschwäche ein normales & erfülltes Leben führen?

Bei einer Herzinsuffizienz ist das Herz nur noch unzureichend dazu in der Lage, das aus dem Körper zurückfließende Blut aufzunehmen und zu den Organen zu pumpen.

Dazu Prof. Dr. Georg Ertl, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I der Universitätsklinik Würzburg:

"Ja, man kann mit einer Herzinsuffizienz durchaus ein erfülltes Leben führen. Dazu müssen allerdings Basisregeln eingehalten werden wie die tägliche Überprüfung des Gewichts, um den Wasserstand zu quantifizieren, die Messung von Blutdruck und Pulsfrequenz und die sehr sorgfältige Einnahme der Medikamente. All das sollte unter der Aufsicht eines dafür ausgebildeten und besonders engagierten Kardiologen erfolgen."

Auf eine gesunde Lebensweise achten

Wer von einer Herzinsuffizienz betroffen ist, muss auf eine gesunde und bewusste Lebensführung Wert legen. Auf das Rauchen und Alkohol sollte verzichtet werden.

Eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch, viel Fisch und gesunden Ölen verhilft zu mehr Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden und reduziert mittelfristig bestehendes Übergewicht. Auch körperliche Bewegung – sofern diese möglich ist – tut Kreislauf und Körper gut. Vor dem Beginn sollte jedoch unbedingt ein Arzt konsultiert werden.

Wie therapiert der Arzt?

Ziel einer ärztlichen Therapie ist immer die Behandlung einer auslösenden Grundkrankheit und die Verminderung von Risikofaktoren. So muss beispielsweise ein zu hoher Blutdruck auf möglichst optimale Werte gesenkt werden. Prof. Dr. Georg Ertl setzt zusätzlich große Hoffnung in eine Behandlungsoption für die chronische Herzinsuffizienz, mit der nach Analyse einer wegweisenden Studie vermutlich jedem vierten Betroffenen geholfen werden kann.

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