Hämorrhagisches Fieber

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 22. Oktober 2016
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Das hämorrhagische Fieber ist eine sehr gefährliche Krankheit für den Menschen, die meist in subtropischen bis tropischen Gebieten auftritt. Dennoch ist man auch in Deutschland nicht vor der Krankheit geschützt, gegen die es äußerst wenig Behandlungsmethoden gibt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist hämorrhagisches Fieber?

Das hämorrhagische Fieber ist eine infektiöse Fiebererkrankung, die durch Viren verursacht wird. Deshalb spricht man auch oftmals von viralem hämorrhagischen Fieber, kurz: VHF.

Hämorrhagisches Fieber ist jedoch nur der Oberbegriff, da es viele verschiedene Arten der Erkrankung gibt. Demnach gibt es auch spezifische Behandlungsmethoden und Impfungen gegen die einzelnen Infektionen. Ist jemand mit einer Form des hämorrhagischen Fiebers infiziert, so neigt er verstärkt zu Blutungen.

In Deutschland tritt eine Infektion an dieser Fiebererkrankung nur äußerst selten auf. Es kann jedoch passieren, dass Reisende sich im Ausland bei ihrem Aufenthalt mit dem hämorrhagischen Fieber infizieren und die Krankheit so mit nach Deutschland bringen. Für diese Fälle gibt es in mehreren deutschen Krankenhäusern aber auch spezielle Isolierungsstationen.

Ursachen

Die Ursachen für hämorrhagisches Fieber sind spezielle Viren, die sich in größerer Zahl vor allem in tropischen und subtropischen Regionen wie Afrika, Südamerika und Südostasien finden lassen.

Da es verschiedene Virenarten gibt, ist das Vorkommen einer bestimmten Art auch von Region zu Region unterschiedlich. Allgemein werden die Krankheitserreger auch gern als Zoonosen bezeichnet, da sie hauptsächlich von Affen, Haus- und Nagetieren stammen und von Stechmücken und Zecken auf den Menschen übertragen werden.

Spezielle Arten des hämorrhagischen Fiebers übertragen sich aber auch durch den Kontakt zweier Menschen. Dies erfolgt beispielsweise durch Blutkontakt, Körperausscheidungen oder auch einer Tröpfcheninfektion. In der Regel dauert es bis zu einer Woche, bis sich das hämorrhagische Fieber bemerkbar macht und ausbricht.

Typische Symptome & Anzeichen

Diagnose & Verlauf

Hämorrhagisches Fieber äußert sich oftmals durch hohes Fieber, Funktionsstörungen der Nieren oder auch Ödeme. Letztere werden auch als Gewebewassersuchten bezeichnet. Bei zahlreichen Infektionen treten innere Blutungen, Gewebsblutungen in Form von blauen Flecken und Blutungen in Stuhl und Urin auf.

Dies sind jedoch lediglich eine Hand voll Symptome der verschiedenen Arten der Fiebererkrankung. Je nach Art ist das Auftreten der Symptome jedoch unterschiedlich. Deshalb ist eine Erkrankung an hämorrhagischem Fieber äußerst schwer auszumachen.

Für eine eindeutige Diagnose ist eine sogenannte virologische Diagnostik erforderlich. Dies erweist sich jedoch oftmals als sehr schwierig, da der Umgang mit den Krankheitserregern eine hohe Sicherheitsstufe abverlangt. Nicht jede deutsche Klinik ist also in der Lage eine solche Untersuchung durchzuführen.

Behandlung & Therapie

Gegen die meisten Arten des hämorrhagischen Fiebers gibt es kaum Behandlungsmethoden, die auf der Einnahme von Medikamenten basieren. Bei zahlreichen Arten wird jedoch die Einnahme des Virostatikums Ribavirin empfohlen. Dies ermöglicht aber keine hundertprozentige Heilung der Infektion, sondern erzielt lediglich, dass sich die Krankheitserreger nicht weiter vermehren.

Gegen einige Arten des hämorrhagischen Fiebers gibt es sogar Impfstoffe, so zum Beispiel gegen Gelbfieber. Auch gegen die argentinische Form der Fieberinfektion, das sogenannte Juninvirus, gibt es einen Impfstoff. Der Einsatz dieses Impfstoffes ist derzeit aber in allen Ländern der Welt, außer Argentinien selbst, äußerst umstritten und wird deshalb dort nicht eingesetzt.

Weitere Impfstoffe werden immer noch entwickelt und an Tieren getestet. Dies dauert für viele Menschen bereits zu lange, da das hämorrhagische Fieber sehr gefährlich ist. Eine Infektion an einer der Arten dieser Krankheit kann sogar lebensbedrohlich sein.

Ist ein Infizierter an einer Form des hämorrhagischen Fiebers erkrankt, die sich von Mensch zu Mensch übertragen lässt, so ist eine Isolierung oder sogar eine Quarantäne in einer speziell dafür ausgerichteten Klinik oberste Pflicht. Außerdem müssen das hämorrhagische Fieber laut des Infektionsschutzgesetzes in jedem Falle umgehend gemeldet werden.




Vorbeugung

Gegen hämorrhagisches Fieber gibt es nur wenige Impfstoffe. Deshalb ist es sehr wichtig, dass man selbst einige Vorkehrungen zur Vorbeugung trifft. Ein Insektenschutz ist dabei äußerst sinnvoll. Dieser verhindert, dass Stechmücken die Infektion auf den Menschen übertragen können. Außerdem sollten zusätzlich in jedem Falle die wichtigsten hygienischen Grundregeln beachtet werden, um sich ausreichend vor einer Infektion mit hämorrhagischem Fieber zu schützen.

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