Hämangiom (Blutschwamm)
Ein Hämangiom oder Blutschwamm ist eine gutartige Wucherung, über dessen Ursachen noch wenig bekannt ist. Etwaige Behandlungsmethoden sind vielseitig.
Definition Hämangiom (Blutschwamm)
In der Mehrheit der Fälle findet sich der Blutschwamm im Bereich von Hals oder Kopf, aber auch ein Blutschwamm an inneren Organen (wie etwa der Leber) ist möglich. Betroffen von einem Blutschwamm sind in Deutschland bis zu ca. 10 % der Neugeborenen; bei Mädchen kommt das Hämangiom dabei statistisch gesehen häufiger vor als bei Jungen.
Liegt ein Hämangiom sehr großflächig vor oder bedeckt es einen Großteil einer Extremität, so spricht man in der Medizin von einer Hämangiomatose. Außerdem werden verschiedene Formen des Hämangiom unterschieden. So gibt es beispielsweise das kavernöse oder das kapilläre Hämangiom.
Ursachen für Hämangiom (Blutschwamm)
Diskutiert werden erblich bedingte Faktoren, die bei einem Neugeborenen dazu beitragen, dass ein Blutschwamm entwickelt wird; so wird möglicherweise eine Empfänglichkeit für einen Blutschwamm durch Vererbung weitergegeben.
Typische Symptome bei Hämangiom
Diagnose und Verlauf bei Hämangiom (Blutschwamm)
Ein Hämangiom zeigt sich meist als Verfärbung, die rötlich bis bläulich erscheint. Bei ca. einem Drittel der Kinder, die von einem Blutschwamm betroffen sind, zeigt sich diese Gefäßanomalie bereits bei der Geburt. In den übrigen Fällen entwickelt sich das Hämangiom meist während der ersten vier Lebenswochen.
In der Regel führt ein Blutschwamm nicht zu Beschwerden; ein Blutschwamm an den inneren Organen wird beispielsweise häufig gar nicht entdeckt. Oft bildet sich ein Blutschwamm von alleine wieder zurück. In diesen Fällen wird zwischen einer Wachstumsphase, einer Stillstands- und einer Rückbildungsphase unterschieden:
Die Wachstumsphase dauert bei einem Blutschwamm im Schnitt bis zu ca. 9 Monaten, während die Stillstandsphase variabel ist. Die Rückbildungsphase bei einem Hämangiom ist häufig mit dem 9. Lebensjahr eines Kindes abgeschlossen.
Komplikationen wie Schmerzen oder Blutungen können gelegentlich bei einem sehr rasch wachsenden Hämangiom auftreten.
Behandlung von Hämangiom (Blutschwamm)
Eine Möglichkeit, ein Hämangiom zu behandeln, ist die Therapie mit Laser. Ein sehr kleines und flaches Hämangiom kann beispielsweise auch im Rahmen einer Kältetherapie, der sogenannten Kryotherapie, behandelt werden. Hierbei wird Kälte eingesetzt, um einen Blutschwamm zu entfernen. Die Methode der Kryotherapie bringt allerdings den Nachteil mit sich, dass es infolge der Behandlung zu Narben kommen kann.
Von einem operativen Eingriff, um einen Blutschwamm zu entfernen, raten Experten häufig ab. Eine Operation kann aber sinnvoll sein, falls weitere Methoden nicht erfolgreich angewendet werden konnten oder wenn es sich um ein rasch wachsendes Hämangiom handelt, das die Funktion anderer Körperstrukturen zu beeinträchtigen droht (so beispielsweise ein Blutschwamm in unmittelbarer Augennähe).
In einigen Fällen kann es auch sinnvoll sein, einen Blutschwamm medikamentös zu behandeln; beispielsweise, wenn ein Betroffener mehrere Blutschwämme hat oder unter einer Hämangiomatose leidet. Eingesetzt werden hier beispielsweise Corticosteroide. Eine solche Behandlung erstreckt sich meist über mehrere Wochen.
Dabei wird der Blutschwamm meist so behandelt, dass zu Beginn der Therapie das Medikament recht hoch dosiert ist und die Dosis während des Behandlungsverlaufs reduziert wird. In komplizierten Fällen kann ein Blutschwamm auch mit Betablockern behandelt werden.
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Hier Informieren:
Vorbeugung von Hämangiom (Blutschwamm)
Einem Blutschwamm vorzubeugen, ist im Prinzip nicht möglich, da noch zu wenig bekannt ist über die Entstehungsmechanismen und die Ursachen, die hinter einem Hämangiom stehen.
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