Gynäkologie

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 20. September 2017
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Das Wort Gynäkologie löst bei vielen Frauen ein unangenehmes Gefühl aus. Dabei muss dies keineswegs so sein. Schließlich umfasst die Gynäkologie mehr als nur das reine Untersuchen und Abtasten der Fortpflanzungsorgane.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Gynäkologie?

Die Gynäkologie versteht sich als die Lehre von der Behandlung der Sexualorgane bei Mädchen und bei Frauen. Daher wird anstelle der Gynäkologie oftmals auch der Begriff Frauenheilkunde verwendet.

In der Gynäkologie werden schwangere Frauen ebenso untersucht und behandelt wie nicht schwangere Frauen. Die Geburtshilfe ist jedoch nur ein Bestandteil der Gynäkologie. In der Regel werden in der Gynäkologie nicht schwangere Frauen behandelt.

Dazu gehören auch das Untersuchen der Brust sowie diesbezügliche Vorsorgemaßnahmen. Viele Fachärzte bieten ihre Dienste in einer niedergelassenen Praxis an. Für größere Eingriffe dient im Krankenhaus die Gynäkologie als eigene Abteilung.

Behandlungen & Therapien

In der Gynäkologie gehören neben der Untersuchung von Muttermund und Scheide auch das Abtasten der Brust auf verdächtige Knotenbildung (Brustkrebs) hin dazu.

Der Abstrich zur Krebsvorsorge gehört ebenfalls dazu wie die Ultraschalluntersuchung. Über den Monitor kann der Gynäkologe erkennen, ob die Schleimhaut regelmäßig aufgebaut ist. Zysten und Myome werden rechtzeitig erkannt. Die Gynäkologie untersucht auch auffällige Scheidenabstriche auf Krankenheiten hin. Dabei kann es sich um einen harmlosen Vaginalpilz oder um ernsthaftere Erkrankungen (zum Beispiel Chlamydien) handeln.

Eine Hormontherapie kann einen Kinderwunsch unterstützen oder die Pobleme in den Wechseljahren verringern. In der Gynäkologie spielt auch die Geburtshilfe eine bedeutende Rolle. Am Anfang steht die Beratung vor der Schwangerschaft. Die schwangere Frau wird dann bis zur Entbindung von der Gynäkologin begleitet. Nach dem Wochenbett wird untersucht, ob alle Geburtsverletzungen verheilt sind und ob die Gebärmutter wieder auf ihre normale Größe geschrumpft ist.

Die Gynäkologie versteht sich als die Lehre von der Behandlung der Sexualorgane bei Mädchen und bei Frauen. Daher wird anstelle der Gynäkologie oftmals auch der Begriff Frauenheilkunde verwendet.

Da die Gynäkologie ein operatives Fachgebiet ist, werden auch chirurgische Eingriffe durchgeführt, zum Beispiel Kaiserschnitt und Entfernen der ganzen Gebärmutter. Die Gynäkologie widmet sich auch den Fragen zur Empfängnisverhütung. Gerade junge Mädchen finden hier einen wichtigen Ansprechpartner und können nach dem Gespräch besser entscheiden: Pille, Kondom oder lieber Spirale?

Die Gynäkologie berät auch Paare bei bestehendem Kinderwunsch. Notfalls werden sie an eine Fachklinik vermittelt. Im umgekehrten Falle widmet sich die Gynäkologie auch den ungewollten Schwangerschaften. Unter bestimmten Voraussetzungen kann im Klinikum ein (ambulanter) Abbruch vorgenommen werden. Nach einer Vergewaltigung kann die betroffene Frau sich die "Pille danach" verschreiben lassen. Wünschen Paare kein Kind mehr, kann in der Gynäkologie mit einem Veröden der Eileiter eine Sterilisation durchgeführt werden.

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Diagnose & Untersuchungsmethoden

Die Gynäkologie besitzt vielfältige Diagnoseverfahren. Zu Beginn der Untersuchung steht das Tastverfahren. Dies kann neben der Vagina auch den Mastdarm betreffen.

Das Spreizen der Vagina geschieht mit Hilfe eines Spekulums. Somit wird das Einführen anderer Instrumente (zum Beispiel eines Spiegels) erleichtert. Unerlässlich in der Gynäkologie ist inzwischen auch das Ultraschallgerät. Es dient dazu, verdächtige Strukturen an Gebärmutter und Eierstöcken rechtzeitig festzustellen. Die auf diesem Wege entdeckten Zysten oder Myome können notfalls in einer Klinik operativ entfernt werden.

Die Gynäkologie verwendet für eine Diagnose auch die persönlichen Beobachtungen der jeweiligen Frau und stellt typische Fragen: Wann war die letzte Monatsblutung? Wo traten die Schmerzen auf? Hat sich der Abstrich in Farbe und Geruch verändert? Weiterhin werden in der Gynäkologie die Untersuchung des Stuhls, des Urins als auch des Blutes durchgeführt. Ein Abstrich vom Muttermund dient der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs.

Zudem können die Zellen der Schleimhaut einen Hinweis darauf geben, ob eine Unterleibserkrankung vorliegt oder nicht. Dies erkennt der Arzt bereits unter dem Mikroskop und kann der Patientin meist den Befund sofort mitteilen. Auch für werdende Mütter hält die Gynäkologie eine Reihe von Untersuchungsverfahren bereit.

Dies handelt vom Schwangerschaftstest über Antikörperbestimmung bis hin zum Wehenschreiber. Bei der Verhütung spielt die Gynäkologie eine wichtige Rolle. Der Arzt kann die Einnahme von Medikamenten verschreiben (die Pille) oder das Verhütungsmittel direkt in der Praxis einsetzen (Spirale).

Bücher über Frauenkrankheiten

Quellen

  • Goerke, K., Steller, J., Valet, A.: Klinikleitfaden Gynäkologie. Urban & Fischer, München 2003
  • Kaufmann, M., Costa, S.-D., Scharl, A. (Hrsg.): Die Gynäkologie. Springer, Berlin 2013
  • Stauber, M., Weyerstrahl, T.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2013

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