Gut schlafen bei Hitze

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 3. Januar 2017Geprüfte Qualität
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Sobald die Temperaturen draußen steigen und auch nachts nicht unter den tropischen Bereich fallen, plagen sich viele Menschen mit Schlafproblemen rum. Die hohen Temperaturen sorgen dafür, dass die Betroffenen nicht einschlafen können oder in keinen tiefen, erholsamen Schlaf finden. Der späte Sonnenuntergang tut sein übriges, um dem Schlaf vollständig den Gar aus zu machen. Es gibt jedoch einige Punkte zu beachten, um auch im Hochsommer leicht und entspannt in den Schlaf zu finden.

Inhaltsverzeichnis

Die richtige Wäsche

Von der Wahl der richtigen Bettwäsche hängt es ab, ob der hochsommerliche Schlaf erholsam wird oder nicht. Denn dicke Daunendecken und das falsche Material sorgen für eine erhöhte Körpertemperatur und vermehrte Schweißbildung. Für hochsommerliche Temperaturen eignen sich Bettwäschegarnituren aus Renforcé-Baumwolle oder Jersey-Strickstoff.

Renforcé ist die Standardwebart für Baumwolle und aufgrund des Ursprungmaterials in höchstem Maße temperaturausgleichend. Weiterhin kann Renforcé Feuchtigkeit (Schweiß) gut aufnehmen. Jersey hingegen ähnelt eher dem Stoff, der von T-Shirts und leichter Oberbekleidung her bekannt ist. Auch Jersey ist sehr feuchtigkeitsaufnehmend und atmungsaktiv und dadurch für den Sommer als Bettwäsche bestens geeignet.

Seiden-Bettwäsche eignet sich als Ganzjahresbettwäsche, da sie im Sommer kühlt und im Winter wärmende Eigenschaften besitzt. Was für Bettwäsche gilt, kann auch auf die Nachtbekleidung projiziert werden. Leichte, luftige und locker sitzende Kleidung ist gegenüber engen Schlafanzügen zu bevorzugen.

Je dünner das Material und je weiter der Schnitt, desto besser kann der Körper die Temperaturen regeln. Viele Menschen verzichten im Sommer auf Oberbekleidung, um möglichst viel Hautfläche frei zu lassen. Auch nackt schlafen kann zumindest nicht schaden, auch wenn vielen Menschen der direkte Hautkontakt des Intimbereiches mit der Bettwäsche unangenehm ist.

Beste Voraussetzung für guten Schlaf: Zimmer gut lüften

Verbrauchte, stickige Raumluft führt zu vermehrter Schweißbildung. Daher sollte das Schlafzimmer in den frühen Abendstunden bei weit geöffnetem Fenster gut durchgelüftet werden. Auch in der Nacht kann ein Fenster ruhig offen stehen. Was jedoch wichtig ist: Tagsüber heizen sich Räume bei geöffnetem Fenster besonders stark auf.

Daher sollten alle Fenster der Wohnung in den frühen Morgenstunden stets geschlossen werden, um die Hitze des Tages auszusperren. Klimaregulierend wirken Jalousien oder Rollos mit Thermobeschichtung. Diese halten die Strahlung der Sonne ab und dadurch die Raumtemperaturen niedrig.

Ein guter Tipp ist auch, vor die geöffneten Fenster nasse Handtücher zu hängen. Durch die Verdunstung des Wassers wird die Raumtemperatur um einige Grad gesenkt, was häufig schon den gefühlten Unterschied zwischen unangenehmen und angenehmen Temperaturen ausmachen kann.

Vor dem Schlafen gehen nicht zu viel trinken

Auch wenn es verlockend ist, bei heißen Temperaturen am Abend mehr zu trinken als gewöhnlich – für einen erholsamen Schlaf ist dieses Verhalten kontraproduktiv. Einige Getränke erhöhen die Körpertemperatur (Kaffee) und sorgen für vermehrte Schweißbildung (alkoholische Getränke), andere Getränke hingegen sorgen für erhöhten Harndrang (Softdrinks). All dies lässt uns nachts wachwerden und stört so die Nachtruhe.

Für einen erholsamen Schlaf ist das klassische Mineralwasser in Maßen am Abend das Getränk der Wahl. Zum einen gleichen die Mineralstoffe im Wasser den Verlust in der Nacht aus, zum anderen wirken sie nicht harntreibend oder anregend. Auch sehr geeignet sind lauwarme Tees.

Diese sind von der Temperatur her eng an die Körpertemperatur angepasst, und somit muss der Organismus weniger arbeiten, um den Tee zu verdauen. Dies wiederum lässt einen entspannter ein- und durchschlafen. Hier sind Früchtetees gegenüber Kräutertees zu bevorzugen, da Kräuter unter Umständen Wachmacher-Stoffe enthalten können.

Klimaanlage & Ventilatoren: nicht übertreiben

Klimaanlagen und Ventilatoren erfreuen sich im Sommer höchster Beliebtheit. Sie sind günstig, schnell zu installieren und ermöglichen eine Luftzirkulation in geschlossenen Räumen, die für den gewünschten Effekt der Abkühlung sorgt. Aber bei diesen Geräten ist insbesondere nachts große Vorsicht geboten!

Während der Schlafphase ist der menschliche Körper schutzlos dem ständigen Durchzug, insbesondere bei Verwendung von Ventilatoren, ausgesetzt. Da in der Regel der Hals freiliegt, trifft hier die kühle Luft auf schweißnasse Haut und senkt die Temperatur der Schleimhäute. Dadurch werden Viren besonders gute Lebensbedingungen geboten und sie vermehren sich rapide.

Dies kann eine starke Erkältung zur Folge haben. Auch die Muskeln des Körpers kühlen aus, was sich am nächsten Morgen durch Verspannungen bemerkbar macht. Bei der Verwendung einer Klimaanlage ist darauf zu achten, dass es sich um ein modernes Modell mit Temperaturregelung handelt. Die ideale Raumtemperatur für einen erholsamen Schlaf liegt bei 20° Celsius. Alle Temperaturen darunter sind genauso schädlich für den Organismus wie Zugluft durch einen Ventilator.

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Erholsam ruhen trotz Hitze

Die hohen Sommertemperaturen stellen eine enorme Belastung für den menschlichen Kreislauf dar. Ein erholsamer, tiefer Schlaf ist zwischen Mai und Oktober für viele Menschen leider die Ausnahme. Mit einfachen Regeln lässt sich jedoch ohne großen finanziellen Aufwand auf im Hochsommer im Schlafzimmer ein angenehmes Klima herstellen.

Schlafprobleme sollten dadurch der Vergangenheit angehören. Ein perfektes Zusammenspiel zwischen Kleidung, Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme sowie dem Raumklima ist in den Sommermonaten nahezu Pflicht.

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