Gurken

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Gurken sind eine Pflanzengattung, die botanisch als Cucumis bezeichnet wird. Sie gehören zur Familie der Kürbisgewächse und besitzen einen hohen Wassergehalt. Aufgrund ihres niedrigen Fettgehalts sind Gurken sehr beliebt und werde für verschiedene Rezepte genutzt.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Gurken wissen

Bei Gurken handelt es sich rankende, krautige Pflanzen. Sie sind ein- bis mehrjährig, wobei die Pflanzen selbst oftmals raubehaart sind. Die Laubblätter der Pflanze sind wechselständig am Stängel angeordnet und gestielt.

Gurkenpflanzen besitzen keine Nebenblätter, dafür ist der Blattrand oftmals gezähnt. Je nach Art sind allerdings auch glatte Blattränder zu finden. Die Blüten sind in der Regel eingeschlechtig. Nur selten kommen zwittrige vor. Während weibliche Blüten einzeln stehen, bilden die männlichen Gruppen in den Blattachseln. Bestäubt werden die Pflanzen von Insekten. In botanischen Sinne gelten die Früchte der Gurken als Beeren. In der Naturform besitzen sie einen Durchmesser von bis zu sieben Zentimetern.

Die Länge beträgt zwischen 15 und 120 Millimetern. Die Samen der Pflanze können ungeflügelt oder geflügelt sein, wobei die Wildform bis zu 100 Samen herstellt. Die Gurke selbst hat je nach Art in der Regel eine tiefgrüne Farbe, teilweise kann sie auch ins Moosgrüne gehen. Die Farbe zeigt zudem auch die Frische der Gurke an.

Gurken gehören zur Familie der Kürbisgewächse und besitzen einen hohen Wassergehalt. Aufgrund ihres niedrigen Fettgehalts sind Gurken sehr beliebt und werde für verschiedene Rezepte genutzt.

Zu den wirtschaftlich bedeutendsten Gemüsearten gehört die Cucumis sativus. Hier wird zwischen zwei Sortengruppen unterschieden. Es gibt einerseits die Schlangen- oder Salatgurke und andererseits die Gewürzgurke, welche auch als Einlegegurke bezeichnet wird. Die gebräuchlichsten Arten werden fast nur im Treibhaus angebaut. So vor allem die Salatgurke. Einlegegurken hingegen werden vor allem draußen angebaut und in Essigsud eingelegt verkauft. Sie werden bereits im unreifen Zustand geerntet. Der Rhythmus beträgt hier zwischen drei und sieben Tage zwischen den einzelnen Ernten.

Die Herkunft der Gurken war lange unklar. Lange Zeit wurde sie in Indien vermutet, allerdings wurden enge Verwandte der Gurke auch in Afrika gefunden. Die Hauptsaison der Gurken liegt im Sommer, also zwischen Mai und Oktober, allerdings finden sie sich ganzjährig im Handel. Aufgrund des Treibhausanbaus ist die Salatgurke nicht auf eine bestimmte Jahreszeit angewiesen und kann daher das ganze Jahr über vermarktet werden. Die Gewürzgurke wird meistens eingelegt und ist daher ebenfalls das ganze Jahr über in den Supermärkten zu finden. Angebaut werden Gurken inzwischen weltweit.

Der Geschmack von Gurken variiert von Art zu Art. Aufgrund des hohen Wassergehalts sind Salatgurken besonders im Sommer sehr erfrischend, allerdings sehr mild im Geschmack. Gewürzgurken schmecken häufig etwas stärker und sind aufgrund der Einlage in Essig meist eher sauer.

Bedeutung für die Gesundheit

Alles in allem sind Gurken sehr gesund. Aufgrund des hohen Wassergehalts wird der Körper automatisch mit Flüssigkeit versorgt, was vor allem an heißeren Tagen empfehlenswert ist. Sie enthalten nahezu kein Fett und keine Kalorien, weshalb sie sich auch für Menschen, die abnehmen möchten, gut eignen.

100 Gramm rohe Gurke enthält nur etwa 12 Kalorien. Gurken sind basenreich und daher gut geeignet, um im Körper Säuren abzubauen. So wird der Säure-Basenhaushalt im Körper ausgeglichen. Dies schützt vor Gicht und Rheuma. Daneben können Gurken aufgrund ihrer entwässernden Funktion helfen, geschwollenen Füßen oder Beinen vorzubeugen oder die Beschwerden zu lindern. Auch bei Diabetes ist der Verzehr von Gurken empfehlenswert, da sie den Blutzuckerspiegel nachweislich senken.

Auf der anderen Seite werden bei Treibhausgurken oftmals Fungizide verwendet, die im Nachhinein noch nachweisbar sind. Außerdem treten bei einigen Menschen nach dem Verzehr von Gurken Verdauungs- und Blähbeschwerden auf. Zusätzlich finden Gurken auch in der Kosmetik Anwendung. So werden sie unter anderem in der Hautpflege genutzt, wobei die Gesichtsmaske als klassisches Beispiel zu nennen ist. Gesichtsmasken mit Gurkenbestandteilen sind leicht selbst zu machen und entspannen die Haut. Gurkenscheiben auf den Augen können zudem helfen, Ermüdungserscheinungen entgegenzuwirken.

Außerdem haben Gurken einen schmerzlindernden Effekt, der beispielsweise bei Sonnenbränden wohltuend wirkt. Daneben helfen sie auch bei der Bekämpfung von Hautunreinheiten wie Mitessern oder Pickeln.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Gurken bestehen zu 95 % aus Wasser. Ihr Gehalt an Kohlenhydraten liegt bei rund 3,5 %, wobei sie kaum Eiweiße und Fette enthalten. Zusätzlich sind sie reich an Zink, Magnesium, Eisen, Kalium, Phosphor und Eisen. Diese Mineralstoffe sind vor allem in der Schale enthalten, weshalb Gurken mit Schale verzehrt werden sollten.

Aus diesem Grund ist es beim Kauf sinnvoll, auf eine unbehandelte Schale zu achten. Zudem sollten Gurken vor dem Verzehr immer gewaschen werden. 100 Gramm roher Gurken enthält 3,6 Gramm Kohlenhydrate und rund 0,5 Gramm Ballaststoffe. Daneben ist die Gurke ein guter Vitaminlieferant und weist vor allem Vitamine der B-Gruppe auf. Hierzu gehören Vitamin B1, B2, B3, B5 sowie B6 und B9. Außerdem sind in 100 Gramm 2,8 Milligramm Vitamin C enthalten.

Unverträglichkeiten & Allergien

Im Prinzip kann gegen jedes Lebensmittel eine Allergie auftreten. Allerdings sind systemische Allergien auf Gurken sehr selten. Nahrungsmittelallergien treten kaum auf. In manchen Fällen kann es zu oralen Allergiesyndromen kommen. Dabei schwellen Bereiche des Mundes an oder es kann zu einem Kribbeln kommen. Auch leichte Schmerzen oder ein Brennen ist möglich.

Bei Heuschnupfen kann es jedoch zu sogenannten Kreuzallergien kommen. So reagieren manche Menschen empfindlich auf verschiedene Nahrungsmittel, wenn sie gegen verschiedene Pollen allergisch sind. Bei der Gurke ist dies unter anderem bei Beifuß-Allergien der Fall.

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Einkaufs- & Küchentipps

Beim Einkauf von Gurken ist besonders auf die Färbung der Schale zu achten. Wie bereits angeschnitten, sollte selbige tiefgrün und glatt sein. Ist die Schale gelblich verfärbt, sind Gurken in der Regel nicht mehr frisch.

Ähnlich sieht es bei einer runzeligen Oberfläche aus. Mit der Zeit verlieren Gurken an Wasser, wodurch sie in sich zusammenschrumpfen. Bei eingelegten Gewürzgurken ist dies allerdings nicht der Fall. Hier reicht es normalerweise, beim Kauf auf das Mindesthaltbarkeitsdatum zu achten, wobei sich Gewürzgurken recht lange halten, solange die Gläser anständig verschlossen sind.

Salatgurken sollten hingegen kurz nach dem Kauf gegessen werden. Im Gemüsefach des Kühlschrankes können sie dennoch einige Tage aufbewahrt werden. Es wird geraten, angeschnittene Salatgurken innerhalb von zwei Tagen zu verzehren.

Zubereitungstipps

Je nach Kultur findet sie Gurke in unterschiedlichen Gerichten Verwendung. Sie lässt sich sowohl gekocht als auch roh verzehren. In Asien werden Gurken beispielsweise als Gemüse und in Indien in Chutneys und Currys verwendet. Zudem kann aus Gurkensamen auch Öl gewonnen werden. Sprosse und junge Blätter werden in Südostasien ebenfalls gekocht.

In Deutschland finden Schlangengurken vor allem in roher Form Verwendung. Für die Zubereitung von Gurkensalaten gibt es mannigfaltige Rezeptmöglichkeiten. Gleiches gilt für die Nutzung von Gewürzgurken und Gurken als Beilagen.

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