Grippeimpfung

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 20. September 2017
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Winterzeit ist Grippezeit. Auch wenn die echte Grippe wegen ihrer Verwechslung mit dem wesentlich ungefährlicheren grippalen Infekt etwas an Brisanz verloren hat, so gehört sie immer noch zu den gefährlichsten Krankheiten, die jedes Jahr wiederkommen und tödlich enden können. Einen sicheren Schutz bietet die Grippeimpfung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Grippeimpfung?

Jedes Jahr bitten Ärzte Patienten in ihre Praxen, um ihnen die alljährliche Grippeimpfung zu verabreichen. Hintergrund dieser Maßnahme ist, Patienten vor der Influenza zu schützen, die im Volksmund auch als Grippe bezeichnet wird.

Insofern bedarf es einer Abgrenzung zur gewöhnlichen (grippalen) Erkältung, die oftmals mit der echten Influenzagrippe verwechselt wird. Der Unterschied liegt nicht nur darin, dass bei der gewöhnlichen Grippe andere Viren eine Rolle spielen als die Influenzaviren, sondern auch in dem Umstand, dass die echte Influenza bei Weitem gefährlicher für den Menschen ist, wenn nicht sogar lebensbedrohlich sein kann.

Selbst gesunde Erwachsene können im Falle einer Infektion mit der Influenza schwerste Symptome entwickeln. Für einige Risikogruppen mit einem grundsätzlich geschwächten Immunsystem können die Viren, sofern das Immunsystem sie nicht rechtzeitig erkennen und erfolgreich bekämpfen kann, den Organismus dergestalt schwächen, dass der Tod einhergeht. Allein in Österreich sterben statistisch gesehen jährlich 1.000 Menschen an der Influenza.

Dabei wäre ein Schutz denkbar einfach. Mit einer Grippeimpfung können sich selbst dann keine Symptome entwickeln, wenn der Erreger bereits in den Körper gelangt ist. Gerade wegen der Gefährlichkeit der Grippe auslösenden Viren empfehlen Ärzte vor allen Dingen den Risikogruppen der über 50-Jährigen, Kindern bis zu sieben Jahren, Schwangeren, chronisch Kranken sowie Menschen mit einer Immunschwäche (zum Beispiel HIV-Positive), sich rechtzeitig mit einer Grippeimpfung gegen die saisonale Influenza zu schützen.

Funktion, Wirkung & Ziele

Ziel der Grippeimpfung ist, das Immunsystem auf eine mögliche Infektion vorzubereiten. Hierzu beinhaltet der Impfstoff "tote" Viruspartikel, weshalb der Wirkstoff der Grippeimpfung auch als "Totimpfstoff" bezeichnet wird. Das Immunsystem lernt auf diese Weise den Erreger kennen und löst Immunreaktionen aus.

Bezweckt wird damit, dass das Immunsystem durch das Kennenlernen des Virus sich dessen Gestalt merkt. Wenn es später zu einem Ernstfall kommt, das heißt zu einer Ansteckung mit einem echten Grippevirus, dann erinnert sich das Immunsystem schneller an dessen Gestalt. Durch das schnellere Erkennen kann die Bekämpfung des Erregers schneller erfolgen, ehe das Virus sich im Körper des Betroffenen verbreiten und Symptome auslösen kann.

Aufgrund der präventiven Natur der Grippeimpfung schützt sich der Patient nicht nur selbst, sondern auch andere, da er selbst als Virusträger nicht mehr infrage kommt.

Gerade den Risikogruppen der über 50-Jährigen, Kindern bis zu sieben Jahren, Schwangeren, chronisch Kranken sowie Menschen mit einer Immunschwäche empfehlen Ärzte sich rechtzeitig mit einer Grippeimpfung zu schützen.

Die Grippeimpfung muss jährlich aufgefrischt werden. Der Grund dafür ist, dass der Virus sich im Laufe des Jahres durch natürliche Mutation ständig verändert. Damit das Immunsystem stets auf dem "neuesten Stand" bleibt, muss er die Virusgestalt jedes Jahr aufs Neue durch eine Grippeimpfung kennenlernen.

Der Impfstoff selbst wird mittels einer Spritze in die Deltamuskeln des Oberarms gespritzt. Bei Patienten mit Blutgerinnungsstörungen kann alternativ der Impfstoff anstelle in den Muskeln unter die Haut gespritzt werden. In jedem Fall erreicht die Vakzine ihre volle Wirksamkeit erst zwei bis drei Wochen nach der Injektion. Ferner müssen Kinder bei ihrer erstmaligen Grippeimpfung zwei Injektionen mit einem Abstand von einem Monat erhalten, während für Erwachsene eine einzige Spritze ausreichend ist.

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Risiken & Gefahren

Nebenwirkungen sind für Erwachsene bei einer Grippeimpfung für gewöhnlich nicht zu befürchten bis auf leichte Rötungen an der Einstichstelle der Spritze. Je nach konkreter Konstitution des Immunsystems fällt die Immunreaktion unterschiedlich aus.

Bei besonders starken Immunreaktionen können dafür typische Beschwerden wie Fieber und Kopfschmerzen als Nebenwirkungen der Grippeimpfung in Erscheinung treten. Trotz ihrer grundsätzlichen Unbedenklichkeit gibt es eine Reihe von Risikogruppen, denen eine Grippeimpfung nicht empfohlen wird.

Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Menschen, die auf Hühnereiweiß, einem Bestandteil der Grippeimpfung, allergisch reagieren. Ebenso wird Personen mit akutem Fieber empfohlen, die Grippeimpfung zumindest bis zum Abklingen der (Fieber-)Symptome zu verschieben.

Bücher über Grippe

Quellen

  • Hahn, H., et al.: Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie. Springer, Berlin 2012
  • Herold, G.: Innere Medizin. Eigenverlag, Köln 2016
  • Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Berlin 2013

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