Graue Haare und graue Schläfen Teil 1
Was immer man von den Männern mit grauen Schläfen halten mag, ob man sie den jugendlichen Helden mit der einfarbigen tiefschwarzen oder hellblonden Surferfrisur vorzieht oder nicht, steht hier nicht zur Rede. Eines aber ist gewiss: das graue, das melierte, das weiße Haar gilt, wenn auch durchaus nicht immer mit Recht, als Zeichen des reiferen Alters. Die Redensarten „über Nacht weiß werden“ und „über Nacht alt werden“ meinen das gleiche.
Inhaltsverzeichnis |
Graue Haare und graue Schläfen
Nur jüngere Frauen handeln dann und wann umgekehrt und lassen sich als Ausnahme von der Regel eine einzelne Strähne weiß färben, wie sie in manchen Familien übrigens erblich vorkommt. Aber welche Ausnahme würde man einer jüngeren Dame nicht bewilligen, wenn sie schön gemacht wird.
Warum bekommt man graue Haare?
Offenbar also ist nicht nur Rot oder Blond, sondern auch Grau eine Haarfarbe, die es in sich hat, so dass es sich lohnt, ihrem Geheimnis nachzuspüren. Im Gegensatz zur Hautfarbe ist die Palette des menschlichen Haares reich an Tönen, Farben und Nuancen. Ihre Qualität hängt vom Pigmentgehalt der Haarrinde ab. Das Pigment wird von besonderen Zellen gebildet: seine Menge und Verteilungsart ergeben die verschiedenen Farbtonwerte.
Luftgehalt und Oberflächenstruktur des Haarschaftes vermitteln zusätzliche Varianten an Glanz, Glätte und Schimmer. Nur Albinos, die wir an ihrer weißen Haut, ihrem weißen Haar, an der rosa Iris und tiefroten Pupille erkennen, sind auf Grund erblicher Bedingungen ganz und gar außerstande, Pigment zu bilden. Diese Veranlagung ist jedoch selten, häufig kommen dagegen, ebenfalls angeboren, beim gleichen Menschen in verschiedenen Haarbereichen auch verschiedene Farbtöne vor.
Im allgemeinen verläuft das Haarwachstum so, dass ursprünglich helleres Haar gegen Schluss der Wachstumsperiode zunächst nachdunkelt und erst viel später von Fall zu Fall grau wird. Das Nachdunkeln ist uns beim Hellblond am geläufigsten, geschieht aber genauso beim Brünett und selbst beim Rot.
Graue Haare und Schläfen kein Anzeichen für das Alter
Das Ergrauen des Haares geht, gleich in welchem Lebensalter, allmählich vor sich. Trotzdem tauchen in zeitlichem Zusammenhang mit Katastrophen, Schrecksituationen und Unfällen immer wieder Berichte über plötzliches Haarergrauen auf. Dabei ist es die unerwartete seelische Belastung, die das spontane Weißwerden oder Ergrauen bewirkt haben soll.
Bei solchen Erzählungen darf man zunächst nicht übersehen, dass der Begriff „plötzlich“, mit dem wir im normalen Sprachgebrauch ein in Sekundenschnelle ablaufendes, momentanes Ereignis bezeichnen, hier zumeist recht freizügig, auf das Erlebnis des Erzählers bezogen, angewendet wird, das sich bei näherer Betrachtung im Verlauf einer ganzen Nach, eines oder mehrerer Tage vollzogen hat. Dadurch erhält der Vorgang in den Augen des Arztes, der naturwissenschaftlich-kritisch denken muss, wenn er nicht der Scharlatanerie verfallen will, ein wesentlich anderes Gesicht.
Rezeptfreie Medikamente gegen Graue Haare
Hier Informieren:
Weiter zu Teil 2 von Graue Haare und graue Schläfen -->
Bücher über Graue Haare und Haarausfall
