Grüner Kardamom

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. November 2016
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Grüner Kardamom wird in den unterschiedlichen Teilen der Erde auf differenzierte Weise genutzt. In Deutschland gilt es als ein klassisches Weihnachtsgewürz für Lebkuchen und Glühwein. Dabei ist Kardamom vielfältiger, als die meisten Menschen wissen: es eignet sich zudem als ein natürliches Heilmittel.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau von Grünem Kardamom

Grüner Kardamom gehört zu den teuersten Gewürzen der Welt, begleitet von Safran und Vanille. Die Pflanze ist Mitglied der Familie der Ingwergewächse. In den meisten Fällen kommen die Samen zum Einsatz, um Beschweren zu mildern oder bestimmte Speisen zu würzen. Aber auch die Aufnahme der Kapselfrucht der Pflanze ist nicht ungewöhnlich. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Sri Lanka, Südindien und Irak.

Mittlerweile wird das Gewächs jedoch auch an anderen Stellen angebaut, so dass beispielsweise Guatemala und Madagaskar am Export des Grünen Kardamoms beteiligt sind. Die Pflanze selbst ist in der Regel zwischen zwei bis drei Metern hoch. In Ausnahmefällen erreicht sie eine Größe von fünf Metern. Äußerlich betrachtet erinnert die Pflanze an ein Kraut. Zur Verwendung der Kapselfrüchte werden diese unmittelbar vor ihrer Reife geerntet.

Der Grüne Kardamom erinnert an den Schwarzen Kardamom. Die größte Differenz zwischen den beiden Arten liegt in ihrer unterschiedlichen Verwendung in der Küche. Grüner Kardamom gilt als süßlich-scharf. Er kann in Form von Pulver oder Kapseln gekauft werden. Die Kapseln gelten langfristig als aromatischer.

Wirkung & Anwendung

Ausgangspunkt der Heilwirkung des Grünen Kardamoms sind seine ätherischen Öle. Diese wirken sich positiv auf den Verdauungstrakt aus. Auf diese Weise können Beschwerden wie Blähungen, Übelkeit und Verstopfungen reduziert werden. Die Linderung von Verdauungsbeschwerden beruhen auf der Anregung der Produktion von Gallenflüssigkeit, Speichel und Magensaft. Diese spielen eine ausschlaggebende Rolle bei der Verdauung und Zersetzung der Speisen.

Störungen der Galle können zu Bauchschmerzen, Völlegefühl und Durchfall führen. Sobald genügend Flüssigkeit vorliegt, kann der Körper besser mit fettigen Speisen umgehen, so dass diese keine Beschwerden mehr verursachen. Eine vermehrte Gasbildung wird reduziert, bestehende Blähungen machen sich weniger bemerkbar. Im Rahmen der Verdauung hilft Grüner Kardamom zudem dabei, einen schwachen Appetit anzuregen.

Äußerlich betrachtet erinnert die Pflanze an ein Kraut. Zur Verwendung der Kapselfrüchte werden diese unmittelbar vor ihrer Reife geerntet.

In der Antike sollen die Speisen bei Festen absichtlich große Mengen des Grünen Kardamoms enthalten haben. So wurde zum einen der Geschmack des Gewürzes ausgenutzt, zum anderen ließ sich die aufgenommene Nahrung besser verdauen und führte nicht zu unterschiedlichen Beschwerden. Das Cineol der Pflanze kommt bei Erkrankungen der Atemwege zum Einsatz. Es hat eine schleimlösende Wirkung und ist ebenfalls im Eukalyptus zu finden.

Verstopfte Nebenhöhlen werden durch die Anwendung frei und geschwollene Schleimhäute können abschwellen. Grüner Kardamom kann auf verschiedene Weise aufgenommen werden. Als Gewürz eignet er sich für süßliche Speisen wie Kekse, Desserts und Eis. Kaffee und Tee erhalten eine angenehme Note durch das Hinzufügen von Grünem Kardamom. Dabei existieren zum einen bereits Mischungen mit den Bestandteilen der Pflanze. Zum anderen können sie eigenhändig über Kaffee und Tee gegeben werden. Ein reiner Tee aus Grünem Kardamom ist eher unüblich.

Insbesondere in Indien wird das Gewürz in einen Chai Tee gegeben. Darüber hinaus können die Fruchtkapseln des Grünen Kardamoms gekaut werden. In der Weihnachtszeit eignet sich das Gewürz, um Glühwein einen bestimmten Geschmack zu verleihen. Dafür wird ein Teelöffel des Kardamoms zu den restlichen Zutaten gegeben. Anschließend wird der Wein wie gewohnt aufgekocht und einige Minuten ziehen gelassen. Der Verzehr erfolgt im warmen Zustand.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Kardamom kann auf verschiedene Weise zum Erhalt oder zur Verbesserung der Gesundheit beitragen. So kommt er bei Erkältungen, Asthma, Krämpfen, Verdauungsbeschwerden und Mundgeruch zum Einsatz. In einigen Ländern gilt das Gewürz zudem als aphrodisierend und wird dementsprechend verwendet. Wer regelmäßig unter Infektionen der Harnwege leidet, kann ebenfalls vom Grünen Kardamom profitieren.

Er wirkt sich harntreibend auf die Blase aus, wodurch eventuelle Bakterien schneller ausgespült werden und keine Entzündung entstehen kann. Die krampflösende Eigenschaft eignet sich zum Beispiel bei Menstruationsbeschwerden. Gleichzeitig soll die Pflanze bei Mundgeruch Abhilfe verschaffen. In einigen Ländern werden die Samen des Grünen Kardamoms nach Speisen zerkaut, in denen Knoblauch enthalten war. Der Grüne Kardamom stellt somit nicht nur ein aromatisches Gewürz für verschiedene Speisen dar.

Er ist darüber hinaus dazu in der Lage, gesundheitliche Beschwerden abklingen zu lassen. Unangenehme Erscheinungen und Nebenwirkungen treten durch die Verwendung von Grünem Kardamom in der Regel nicht auf. Das Gewürz kann somit gesundheitlich für Prophylaxe und Behandlung kleinerer Beschwerden relevant sein. Die meisten Eigenschaften der Pflanze werden schon seit Jahrhunderten in unterschiedlichen Völkern genutzt.

So sollen die alten Ägypter zum Beispiel auf den Samen des Grünen Kardamoms gekaut haben, um ihre Zähne zu säubern. In der Antike deuten Hinweise in Mittelmeergebieten daraufhin, dass das Gewürz hier für eine bessere Verdauung eingesetzt wurde. Nach Europa gelang der Grüne Kardamom inklusive seiner heilenden Anwendung vor ungefähr 1200 Jahren. Bis heute wissen die meisten Menschen nicht, dass die Samen nicht nur Süßspeisen aus der Weihnachtszeit aromatisieren, sondern ebenfalls gesundheitliche Vorteile in sich tragen.

Zum Erhalt von Aroma und Wirkung sollten die Samen in einem dunklen, trockenen Ort gelagert werden. Weil der Geschmack des Pulvers schnell verfliegt, ist der Kauf von Samen und Kapseln normalerweise effizienter.

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