Gold

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 15. Dezember 2016
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Gold spielt auch in der medizinischen Behandlung von Patienten eine Rolle. Die Geschichte des Goldes in der Heilkunde erstreckt sich aus grauen Vorzeiten bis in unsere heutige Zeit. Es handelt sich bei Aurum metallicum, wie die lateinische Bezeichnung des Edelmetalls lautet, um eine der ältesten Arzneien in der Menschheitsgeschichte. In der Zahnmedizin spielt das Metall als Zahnersatz ebenfalls eine entscheidende Rolle.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Gold?

Aurum metallicum bedeutet „Metall des Lichtes“. Gold wird gern als Königin der Metalle angesehen, denn nur wenige andere Anteile in der Erdkruste haben auf die Menschen eine solche Faszination ausgeübt wie das Gold. Bei dem Edelmetall handelt es sich um eines der schwersten und seltensten Elemente. Dennoch findet sich metallisches Gold in winzigsten Spuren auch in unseren alltäglichen Nahrungsmitteln.

Es gibt heute goldhaltige Liköre wie das „Danziger Goldwasser“, Pralinen und Gerichte von Sterneköchen, die mit Blattgold verziert werden. Damit soll ein Hauch von Luxus die Kreationen zieren. Doch es spielt gerade bei dem Likör „Danziger Goldwasser“ auch die jahrhundertealte Vorstellung eine Rolle, durch das Verzehren der Blattgoldteile seine Gesundheit zu fördern. Vor Hunderten von Jahren haben reiche Leute, die an Geschlechtskrankheiten litten, sich von Goldmünzen Späne abfeilen lassen und in der Hoffnung auf bessere Gesundheit über ihr Essen gestreut.

Formen, Arten & Typen

Über das tatsächliche Wirkungsspektrum von Goldmolekülen in unserem Organismus weiß die Wissenschaft bis heute noch nicht sehr viel. Doch bereits Plinius der Ältere (23 bis 79 n. Chr.) beschreibt detailliert, welche Krankheiten mit dem gelb glänzenden Metall behandelt werden sollten. Zunächst kam als Arznei nur das metallische Gold zum Einsatz.


In Arabien wurde im 12. Jahrhundert von Abu Musa Jabir ein Verfahren entwickelt, bei dem er aus dem goldenen Metall eine Lösung herstellen konnte. Diese Lösung wurde „aqua regia“ – das „Königswasser“ getauft, welches in die Medizin Einzug hielt. Das metallische Gold wird in einer Mischung aus Salz- und Salpetersäure gelöst. Die entstehenden Goldsalze im Königswasser können vom Organismus sehr viel besser verwertet werden als das reine Metall. Es wurde allerdings aufgrund seiner aggressiven Wirkung als Arznei nur stark verdünnt angewendet.

Aufbau & Funktionsweise

Es handelt sich bei Aurum metallicum, wie die lateinische Bezeichnung des Edelmetalls lautet, um eine der ältesten Arzneien in der Menschheitsgeschichte.

Paracelsus beschäftigte sich mit der heilenden Wirkung von Gold. Die sich als neues Medizinsystem etablierte Homöopathie und die sich aus der uralten Alchemie entwickelte Spagyrik nutzen das Edelmetall bis heute als Ausgangsprodukt für die aufwendige Herstellung ihrer Arzneimittel.

Am Ende des 19. Jahrhunderts forschte Robert Koch über die therapeutische Wirkung von Goldverbindungen. Die universitäre Medizin setzte von da an systematisch Gold zur Behandlung von Geschlechtskrankheiten und von Tuberkulose ein. Auch für Patienten mit rheumatisch bedingten Entzündungen der Gelenke wurden Goldarzneien entwickelt. Bis heute kommen in der Schulmedizin, Homöopathie und in Naturheilverfahren Goldpartikel in verschiedensten Zubereitungen zum Einsatz.

Eine weitere interessante Erwähnung in der medizinischen Literatur stammt aus dem 15. Jahrhundert. Giovanni d’Arcoli schrieb darüber, dass Löcher in den Zähnen mit Blattgold ausgekleidet werden. Aus diesen ersten Versuchen, kranke Zähne zu reparieren, hat sich bis heute eine moderne Zahnprothetik entwickelt. Aus dem besonders verträglichen Gold werden passgenaue Zahnfüllungen und stabile Kronen gefertigt.

Goldhaltige Arzneien, die von der Schulmedizin verordnet werden, erfordern eine intensive Überwachung des Patienten durch den Arzt. Sie erzielen zwar in vielen Fällen den therapeutisch erwünschten Effekt, die Goldtherapie verursacht jedoch zahlreiche Nebenwirkungen, die Veränderungen im Blutbild, Haut- und Schleimhautdefekte und Leberschäden hervorrufen können. Anders ist dies bei den homöopathischen und spagyrischen Goldmedikamenten. Durch die besonderen Arten der Zubereitungen sind keine unerwünschten Veränderungen an Organen und Gewebestrukturen zu erwarten.

Warum Gold und seine Salze überhaupt einen therapeutischen Effekt im Körper bewirken können, ist bis heute noch nicht umfassend erforscht. In Studien wurde festgestellt, dass bei rheumatischen Grunderkrankungen die Goldverbindungen in den Medikamenten die Freisetzung von entzündungsfördernden Proteinen hemmen können. So kann der fortschreitende Verlauf einer chronischen rheumatoiden Arthritis zumindest verlangsamt werden.

Mit homöopathischen und spagyrischen Goldarzneien wird versucht, nicht nur die Krankheitssymptome zu lindern. Bei rheumatischen Erkrankungen handelt es sich nach dem aktuellen Wissensstand um Autoimmunerkrankungen. Ziel der alternativen Behandlungsansätze ist es, eine grundlegende Umstimmung im Organismus des Patienten zu erzielen, damit das Abwehrsystem sich nicht mehr gegen körpereigene Zellen richtet.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Wegen seiner Beständigkeit gegen Korrosion und den äußerst selten auftretenden allergischen Reaktionen auf das Edelmetall ist Gold ein idealer Rohstoff für die Herstellung von Zahnersatz und Zahnfüllungen. Trotz der Entwicklung von keramischen Materialien für die Zahnprothetik entscheiden sich nach wie vor viele Patienten für das Material Gold, wenn es um ein Inlay oder eine Zahnkrone geht. Reines Gold wäre für die tägliche Beanspruchung beim Kauen zu weich. Deshalb werden in der Zahnmedizin Goldlegierungen genutzt. Dem Edelmetall werden dabei Anteile von Silber, Platin oder Kupfer zugesetzt, um die gewünschten Eigenschaften zu erzielen.

Goldhaltige Arzneien werden wegen der umfangreichen Nebenwirkungen und der Entwicklung von anderen Therapeutika in der Schulmedizin nur noch selten bei rheumatischen Gelenkentzündungen verwendet. In der Homöopathie und Spagyrik verordnen Therapeuten Zubereitungen aus Gold zur Stimmungsaufhellung bei depressiven Zuständen, zur Stärkung nach langer Krankheit, bei funktionellen Herzbeschwerden, bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und anderen Autoimmunkrankheiten.

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