Giftpilze und Pilzvergiftung Teil 2

Der Pantherpilz wird sehr häufig mit dem essbaren Perlpilz verwechselt, der von ähnlicher Form ist und die gleichen Pusteln besitzt, die jedoch bei Regen auch abgewaschen sein können. Die Hutfarbe ist hellrot-braun bis weinrot, oft aber auch ganz blass.

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Inhaltsverzeichnis

Die giftigsten Pilze in Deutschland

Im Gegensatz zum Pantherpilz ist sein Hutrand nicht gerieft, dafür am Stiel anliegende Manschette eine deutliche, feine Riefelung. Das wichtigste Kennzeichen ist neben der gerieften Manschette die weinrote Färbung, besonders am unteren Teil des Stiels, sowie die gleiche Färbung an Schneckenfraßstellen und Madengängen.

Seltener, aber sehr gefährlich sind Vergiftungen mit Rißpilzen. Besonders der ziegelrote Rißpilz hat schon zu manchen Todesfällen geführt. Die einzelnen Arten sind schwer zu unterscheiden. Jedoch sind alle mehr oder minder giftig und deshalb zu meiden. Die Pilze sind leicht an ihrer kegelförmigen Hutform mit dem Buckel in der Mitte zu erkennen. Die Farbe kann zwischen weiß, gelblich bis ziegelrot schwanken. Alte Pilze sind am Rand meist mehrfach eingerissen, daher der Name.

Ein sehr heimtückischer Pilz ist auch die Frühjahrslorchel, die fälschlich in vielen Gegenden auch Morchel genannt wird. Man glaubte früher, dass es genüge, das Kochwasser möglichst restlos abzugießen, um den Pilz zu entgiften. Leider sind trotz dieser Behandlung schon tödliche Vergiftungen vorgekommen. Die echten Morcheln hingegen sind alle gute Speisepilze und als erste Pilze des Jahres im Frühling sehr beliebt. Die Lorchel hat keinen deutlichen Hut, sondern einen aus unregelmäßigen Windungen bestehenden Kopf von dunkler Farbe. Die Morchel hingegen hat einen kolben- bis kegelförmigen Hut mit mehr oder minder regelmäßigen grubigen Vertiefungen, so dass sie an Bienenwaben erinnern. Ihre Farbe ist meist heller.

Es gibt auch Pilze, die nur im rohen Zustand giftig, gekocht aber unschädlich sind. Als Beispiel sei der bekannte Hallimasch erwähnt. Noch mehr gilt dies vom Krempling, der, roh genossen, schon zu vielen schweren Vergiftungsfällen geführt hat und daher vom Verkauf ausgeschlossen wurde.

Die immer noch häufigsten und zugleich schwersten Vergiftungen werden durch den Knollenblätterschwamm hervorgerufen, dessen Gifte weder durch Trocknen noch durch Hitze zerstört werden, dessen Pilzfleisch aber sehr schmackvoll ist. Über 90 Prozent aller tödlichen Pilzvergiftungen sind auf diesen Pilz zurückzuführen.

Symptome bei Pilzvergiftung

Die Zeit vom Genuss der Pilze bis zu den ersten Vergiftungserscheinungen beträgt im allgemeinen 12 bis 24 Stunden. Je später die ersten Erscheinungen auftreten, um so mehr Gift hat der Körper aufgenommen und um so schwerer sind die Beschwerden und Symptome. Die Vergiftung beginnt meist mit starkem Erbrechen und kolikartigen Bauchschmerzen. Der Patient zeigt bläulich verfärbte Lippen mit üblem Mundgeruch. Er macht einen verfallenen, schwerkranken Eindruck, ist aber dennoch bei auffallend klarem Bewusstsein.

Infolge des erheblichen Wasser- und Salzverlustes vermindert sich die Urinmenge erheblich, was bis zum Unvermögen des Urinlassens und schließlich zur Harnstoffvergiftung (Urämie) führen kann. Oft tritt im Verlauf der Erkrankung eine Gelbsucht auf, die als ernstes Symptom eines beginnenden Leberschadens anzusehen ist. Bei ungünstigem Ausgang stellen sich dann krampfartige Erscheinungen und Bewusstlosigkeit ein und schließlich der Tod.

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