Geschwollene Füße

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. Oktober 2017
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Geschwollene Füße sind ein weitverbreitetes Symptom. Vor allem an heißen Tagen leiden viele Menschen unter geschwollenen Füßen. Doch nicht immer ist die Ursache das Wetter oder mangelnde Bewegung.

Inhaltsverzeichnis

Was sind geschwollene Füße?

Unter geschwollenen Füßen versteht man Schwellungen die im Fußbereich, also im Bereich unterhalb des Knöchels, auftreten. Man spricht auch von Fußödemen.

Abzugrenzen sind geschwollene Füße von geschwollenen Beinen. Häufig treten Fußschwellungen jedoch auch in Kombination mit Schwellungen der Beine auf.

Ursachen

Einen wichtigen Hinweis auf die Ursache von geschwollenen Füßen liefert die Lokalisation der Schwellung. Einseitige Ödeme des Fußes treten zum Beispiel bei einem Rückstau in den kleinen Blutgefäßen (Kapillaren) auf.

Eine Ursache für diesen Blutstau kann eine Venenthrombose sein. Auch eine Abflussbehinderung in den Venen durch beispielsweise Krampfadern kann zu einem Blutstau und damit einer Schwellung der Füße führen. Doch nicht nur ein gestörter Blutabfluss, sondern auch ein gestörter Lymphfluss kann eine Schwellung zur Folge haben. Auch diese Fußschwellung tritt einseitig auf und beginnt charakteristischerweise an den Zehen.

Treten die Fußschwellungen beidseitig auf, sollte immer auch an eine Störung der inneren Organe gedacht werden. So können Herz- oder Nierenleiden Flüssigkeitsansammlungen in den Füßen zur Folge haben. Auch Schilddrüsen- und Leberkrankungen können sich in Fußödemen zeigen. In fortgeschrittenem Stadium treten auch bei Diabetes Fußschwellungen auf.

Ebenso verursachen einige Medikamente und auch der übermäßige Konsum von Alkohol Fußschwellungen. Aufgrund des hohen Östrogenspiegels leiden viele Schwangere unter geschwollenen Füßen. Auch ein erhöhter Salzkonsum kann Wassereinlagerungen im Gewebe zur Folge haben.

Eine weitere häufige Ursache für Schwellungen im Fußbereich sind Verletzungen wie beispielsweise Bänderrisse oder Brüche. Sind die geschwollenen Füße auf eine allergische Reaktion zurück zu führen, spricht man von einem Quincke-Ödem.

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Typische & häufige Krankheiten

Diagnose & Verlauf

Unter geschwollenen Füßen versteht man Schwellungen die im Fußbereich, also im Bereich unterhalb des Knöchels, auftreten. Man spricht auch von Fußödemen.

In den meisten Fällen sind Ödeme harmlos und verschwinden oft innerhalb von 24 Stunden von selbst. Treten die Schwellungen jedoch öfter auf oder bleiben über längere Zeit bestehen sollte ein Arzt aufgesucht werden, denn durch den Rückstau der betroffenen Gewebe kann es zu Unterversorgungen des betroffenen Fußes kommen. Die Folge sind zum Beispiel Hautreizungen oder in schlimmeren Fällen sogar Geschwüre. Zudem kann sich hinter jeder Schwellung auch eine schwere Krankheit verbergen.

Da die Ursachen für geschwollene Füße vielfältig sind, ist zur Diagnose eine gründliche Anamnese nötig. Schon durch die Beschaffenheit des Fußödems können Rückschlüsse auf die Ursache gezogen werden. Auch zusätzliche Symptome der Grunderkrankung sollten Beachtung finden. Hinweise liefern hier Blutuntersuchungen oder Gewebeproben des geschwollenen Fußes.

Weitere Hinweise bei der Diagnosestellung liefern Verfahren wie Ultraschall (Sonographie), Computertomographie (CT), Röntgen oder Magnetresonanztomographie (MRT).

Komplikationen

Bei geschwollenen Füßen sind Komplikationen nicht auszuschließen. Treten die Beschwerden chronisch auf, kann die Flüssigkeitsansammlung in den Beinen die Nährstoffversorgung der Zellen einschränken und dadurch Zellschäden verursachen. Im Extremfall kommt es zum Zellsterben. Durchblutungsstörungen können ebenfalls auftreten, wobei die Beschwerden oft in Wechselwirkung zu geschwollenen Füßen stehen.

Die Folge mangelnder Durchblutung ist zunächst ein Taubheitsgefühl in den Beinen, wie es bei eingeschlafenen Gliedmaßen häufig auftritt. Bleibt das Problem bestehen, kommt es zu starken Schmerzen in den betroffenen Regionen. Am stärksten belastet wird allerdings das Herz-Kreislauf-System, welches auf die gestörte Durchblutung der Füße mit einem gesteigerten Puls und Herzschlag reagiert. Auch hier liegt meist bereits eine Durchblutungsstörung vor, welche in Wechselwirkung mit den geschwollenen Füßen auftritt. Weitere Komplikationen hängen von der zugrunde liegenden Erkrankung ab. Geschwollene Füße, die in Folge einer Schilddrüsenunterfunktion auftreten, können begleitend Müdigkeit, Fieber, Kopfschmerzen und Magenprobleme wie Übelkeit und Erbrechen verursachen.

Sind die „dicken Füße“ Ursache einer Stauungsleber oder Leberkrebs, sind Komplikationen wie Blut im Urin (Hämaturie) oder Flankenschmerzen zu erwarten. Unter Umständen kann den geschwollenen Füßen auch eine allergische Reaktion zugrunde liegen. Die Folgesymptome hängen im Wesentlichen von der jeweiligen Allergie und dem Zeitpunkt des Behandlungsbeginns ab. Abschließend können die Komplikationen bei geschwollenen Füßen aufgrund der Vielzahl möglicher Ursachen und Krankheitsverläufe nur von einem Arzt bestimmt.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Für geschwollene Füße sind verschiedene Ursachen denkbar. Geschwollene Füße sind übrigens auch unter der Bezeichnung Fußödem geläufig. Die Schwellungen befinden sich hier allein im Fußbereich unterhalb des Knöchels. Sofern geschwollene Füße nicht als einmalige oder seltene Episode zu bestimmten Gelegenheiten wie extrem warmem Wetter vorkommen, sind sie ein Grund für den Arztbesuch.

Am besten suchen Menschen mit geschwollenen Füßen zuerst ihren Hausarzt auf. Er kennt seine Patienten meistens schon mehrere Jahre und ist über deren Gesundheitszustand entsprechend gut informiert. Hinter geschwollenen Füßen können sich verschiedene Organleiden verbergen wie Erkrankungen des Herzens, der Leber oder der Nieren. Auch Schilddrüsenerkrankungen oder ein fortgeschrittener Diabetes mellitus verursachen oft geschwollene Füße. Ebenfalls abzuklären sind mögliche Abflussbehinderungen im Venen- oder Lymphsystem. Charakteristisch sind geschwollene Füße zudem für zahlreiche Schwangere, verursacht durch ihren hohen Östrogenspiegel.

Fußverletzungen wie Brüche oder Bänderrisse haben häufig Fußschwellungen zur Folge. Patienten sollten sich außerdem auf kritisches Nachfragen ihres Arztes gefasst machen bezüglich eines hohen Alkoholkonsums oder einer Medikamenteneinnahme. Manchmal erstrecken sich geschwollene Füße nur auf den Zehenbereich. Aber auch dann sollten Betroffene in ihrem eigenen Interesse einen Arzt aufsuchen.

Behandlung & Therapie

Geschwollene Füße stellen in der Regel nur ein Symptom dar, sodass ihre Behandlung durch die Therapie der Ursprungserkrankung erfolgt. Bei vielen Grunderkrankungen wie zum Beispiel der Niereninsuffizienz ist eine medikamentöse Therapie erforderlich.

Tritt die Schwellung aufgrund eines gestörten Lymphabflusses auf, können Lymphdrainagen, Massagen oder Bewegungstherapien hilfreich sein. Brüche, Bänderdehnungen- oder Bänderrisse werden durch Ruhigstellung mittels Gips oder Schiene behandelt. Die Schwellung verschwindet dann innerhalb von 2-3 Wochen von allein. Bei einigen Grunderkrankungen wie beispielsweise der Herzinsuffizienz kann auch eine Operation nötig sein.

Doch auch die Betroffenen selbst können tätig werden. Um das Gewebe und die Gefäße zu entlasten empfiehlt es sich, die Füße so oft wie möglich hochzulegen. Doch Achtung: Sind die geschwollenen Füße einem Herzleiden geschuldet ist dies absolut kontraindiziert, da das schon geschwächte Herz durch das rücklaufende Blut schnell überfordert werden kann.

Aussicht & Prognose

Geschwollene Füße sind ein erstes Anzeichen für eine Wasseransammlung in den Beinen. Auf den ersten Blick ist ein Ödem in den Beinen kein besorgniserregendes Krankheitsbild, denn unter Wasser in den Beinen leiden sehr viele Personen. In den meisten Fällen verschwindet dieses Symptom auch völlig von alleine. Besonders an heißen Tagen kommt es zu einer Ansammlung von Wasser in den Beinen. Liegt keine explizite Grunderkrankung vor, so bildet sich die Wasseransammlung schon nach mehreren Stunden zurück.

Leidet die betroffene Person allerdings an einer Venenerkrankung, dann bleibt die Ansammlung von Wasser dauerhaft bestehen. Das Blut zirkuliert nicht mehr richtig im Körper, sodass es sich in den Füßen sammelt. Um eine schnelle und effektive Heilung erzielen zu können, sollte ein Besuch beim Arzt nicht lange hinausgezögert werden. Nur mit einer entsprechenden Behandlung und den richtigen Medikamenten kann eine schnelle Heilung erzielt werden. Verzichtet die betroffene Person auf den Gang zum Arzt, dann kann es zu erheblichen Komplikationen kommen.

Somit gilt: Geschwollene Füße sind nicht immer auf eine Grunderkrankung zurückzuführen. In vielen Fällen bilden sich die geschwollenen Füße von alleine zurück. Nur wenn die Schwellung dauerhaft ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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Vorbeugung

Ebenso wie die Therapie ist auch die Vorbeugung von geschwollenen Füßen von der Grunderkrankung abhängig.

Generell sind Zell- und Gefäßgifte wie zum Beispiel Alkohol oder Zigaretten zu vermeiden. Auch eine ausgewogene Ernährung kann geschwollenen Füßen vorbeugen. Gift für die Gefäße des Beines und der Füße ist mangelnde Bewegung. Langes Stehen oder Sitzen sollte vermieden werden. Schon kleine Übungen zwischendurch können die Gefäße stärken und Venenleiden die zu geschwollenen Füßen führen können vermeiden. Regelmäßige körperliche Betätigung kann Schwellungen der Füße vorbeugen.

Besonders empfehlenswerte Sportarten sind Schwimmen und Radfahren. Doch auch regelmäßige Spaziergänge sind eine gute Präventionsmöglichkeit. Täglich angewendet kann auch ein Fußguss mit kaltem Wasser nach Pfarrer Kneipp die Venen stärken und Schwellungen verhindern. Einen ähnlichen Effekt auf die Gefäße haben Wechselduschen.

Um eine Schwellung nach einem Sturz oder einer Verletzung zu verhindern bzw. um die Schwellung möglichst gering zu halten ist eine schnelle Kühlung der betroffenen Stelle wichtig.

Sind Venenleiden in der Familie bekannt oder gibt es Familienmitglieder die zu geschwollenen Füßen neigen, können auch Kompressionsstrümpfe zur Prävention eingesetzt werden.

Das können Sie selbst tun

Verschiedene Maßnahmen helfen, Schwellungen an Füßen zu lindern. Gegen geschwollene Füße helfen oftmals Fußbäder. Empfehlenswert ist ein lauwarmes Wasserbad mit grobem Meersalz. Auch Hafermehl lindert Schwellungen und beseitigt zudem Hautunreinheiten. Salbei hilft gegen Flüssigkeitseinlagerungen. Dazu wird ein Tee mit einer Handvoll Salbeiblätter pro Tasse gekocht und mit dem Wasser für das Fußbad vermischt. Sinnvoll sind auch Fußbäder mit ätherischen Ölen, beispielsweise mit Lavendel, Salbei oder Rosmarin. Geschwollene Füße sollten etwa 30 Minuten lang gebadet werden.

Um überschüssige Flüssigkeit auszuleiten, die sich in den Füßen ansammelt, helfen oftmals Kräuter für Tees und Früchte. Zu den entwässernden Früchten zählen beispielsweise Erdbeeren, Ananas und Tamarinde. Zu den entwässernden Heilkräutern gehören beispielsweise Hibiscusblüten und Schachtelhalm.

Auch Kälte kann Schwellungen an Füßen reduzieren. Einfach einige Eiswürfel in ein Tuch schlagen und auf die Füße legen. Das Eis sollte niemals direkt auf die Haut gelegt werden. Sinnvoll ist es, geschwollene Füße hochzulagern. Auf dem Sofa können die Beine mit mehreren Kissen ganz einfach hochgelagert werden. Personen mit geschwollenen Füßen können sich auch auf den Fußboden legen und sich mit ihren Füßen an der Zimmerwand abstützen. Mithilfe einer Fußmassage werden die Durchblutung gefördert und Schwellungen gelindert. Körperliche Bewegung hält Füße fit und gesund und hilft Schwellungen vorzubeugen und zu lindern.

Bücher über Thrombose

Quellen

  • Kasper, H.: Ernährungsmedizin und Diätetik. Urban & Fischer, München 2009
  • Largiader, F.: Checkliste Chirurgie. Thieme, Stuttgart 2012
  • Pschyrembel, W.: Klinisches Wörterbuch, 265. Auflage. De Gruyter, Berlin 2013

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