Geschwollene Brüste bei der Frau

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. Oktober 2017
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Jede Frau hat wohl schon einmal darüber geklagt, dass ihre Brüste geschwollen sind. In vielen Fällen klagen die Betroffenen über einen spannenden, leicht oder auch stark vergrößerten Busen, der mitunter auch sehr berührungsempfindlich ist. Allerdings bedeuten geschwollene Brüste bei der Frau nicht immer eine Krankheit; es ist aber auch nicht gesagt, dass jede geschwollene Brust einen ungefährlichen Hintergrund hat.

Inhaltsverzeichnis

Wie äußern sich geschwollene Brüste bei der Frau?

Wenn die Frau bemerkt, dass ihre Brüste spürbar größer geworden sind, kann die Haut unter einem relativ unangenehm Spannungsgefühl stehen. Die Brust ist in vielen Fällen deutlich härter. Dabei klagen Betroffene auch über eine Berührungsempfindlichkeit. Schon sehr sanfte Berührungen führen zu Schmerzen. Dabei kann der Schmerz auch relativ stark ausfallen.

In vielen Fällen sind Frauen auch der Meinung, dass ihre Brüste deutlich wärmer als der Rest des Körpers sind. Mitunter können geschwollene Brüste bei der Frau zyklusbedingt sein. In diesem Fall spricht der Mediziner von der sogenannten Mastodynie, wobei auch der Begriff Mastalgie verwendet werden kann. Sehr wohl können auch andere Ursachen dementsprechende Beschwerden verursachen. Viele Patientinnen klagen auch über bewegungsabhängige Schmerzen. So schmerzen die Brüste im Rahmen sportlicher Aktivitäten.

Ursachen

Der weibliche Zyklus sorgt für geschwollene Brüste. Aus diesem Grund ist es kein Wunder, dass viele Frauen das Gefühl der geschwollenen Brüste kennen. Im Rahmen dessen spricht der Mediziner von PMS - dem prämenstruellen Syndrom. Jenes Syndrom tritt vor einer Regelblutung auf und ist mitunter auch der Grund, warum Frauen während dieser Zeit unter Stimmungsschwankungen leiden.

Vor allem schwellen Brüste in jener Phase deshalb an, da die im Körper befindliche Hormonkonzentration schwankt. Der Östrogenspiegel steigt nach der Periode an; im Gewebe des Busens finden Wassereinlagerungen statt. Jene Wassereinlagerungen sind es, die kurz vor der eintretenden Menstruation dafür sorgen, dass die Brüste anschwellen und sanfte Schmerzen verursachen.

Geschwollene Brüste können auch dann auftreten, wenn Frauen einen gestörten Hormonhaushalt haben. Wird zu viel Östrogen (oder auch zu wenig Progesteron) produziert, schwillt die Brust der Frau an. Fakt ist, dass geschwollene Brüste immer auf Grund der Hormone resultieren. Entweder liegen extreme Schwankungen oder auch Störungen des Hormonhaushalts vor.

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Diagnose & Verlauf

Mögliche Ursachen für geschwollene Brüste sind das PMS - prämenstruelle Syndrom oder auch Hormonstörungen beziehungsweise Hormonschwankungen. Wichtig ist, dass dem Mediziner nicht nur die Symptome mitgeteilt werden, sondern mitunter auch die Dauer sowie die Häufigkeit. Der Mediziner muss im Rahmen der Symptome die Brust abtasten und sehr wohl das Brustgewebe auf etwaige Veränderungen untersuchen.

Im Regelfall ertastet der Mediziner eine Verhärtung des Gewebes; jene Verhärtung wird von den Frauen als Spannung wahrgenommen. In vielen Fällen führt der Mediziner zu dem auch eine Ultraschalluntersuchung durch, damit das Brustgewebe noch genauer untersucht werden kann. Liegt ein Verdacht auf einer Gewebeveränderung vor, wird im Rahmen weiterer Untersuchungen eine Mammographie angeordnet.

Mehrere Untersuchungen bedeuten jedoch nicht, dass der Mediziner den Verdacht hat, dass etwaige andere Ursachen den ausschlaggebenden Grund für die geschwollenen Brüste geben können. Oftmals ist es eine reine Vorsichtsmaßnahme, die keinen Grund für eine Verunsicherung geben sollte.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Geschwollene Brüste bei der Frau werden häufig als normale Begleiterscheinung des weiblichen Zyklus angesehen. Oft trifft das zu. Erkennbar ist dieser Zusammenhang daran, dass die durch Wassereinlagerungen geschwollenen Brüste bei der Frau über ein paar Tage bestehen, um dann erst einmal wieder abzuschwellen – und so fort.

Es ist aber zu empfehlen, beim Gynäkologen abklären zu lassen, ob diese Vermutung wirklich zutrifft. Sollte eine Frau außerdem sehr unter ihren geschwollenen Brüsten leiden, vor allem durch das davon ausgelöste Spannungsgefühl bis hin zu Schmerzen, kann ihr Arzt außerdem hilfreiche Mittel dagegen verschreiben. Diese Ursache von geschwollenen Brüsten bei der Frau ist sehr häufig. Ebenfalls häufig ist eine allgemein unausgewogene Hormonlage oft schuld an dem Phänomen.

Nicht zu vergessen ist ferner der Einfluss empfängnisverhütender Maßnahmen wie der Pille oder als Verhütungsstäbchen bekannte Hormonimplantate. Die Wiederherstellung des Hormongleichgewichts durch eine ärztliche Behandlung kann hier viel bewirken.

Zu bedenken ist bei geschwollenen Brüsten bei der Frau, dass andere ursächliche Erkrankungen dahinter stecken können, vor allem wenn die Schwellung keine Schwankungen aufzeigt, sondern allenfalls weiter wächst. Hier können Zysten, eine Brustentzündung oder Tumore für die Schwellung verantwortlich sein. In so einem Fall kann die Schwellung auch einseitig auftreten. Vorsichtshalber sollten daher geschwollene Brüste ärztlich abgeklärt werden.

Behandlung & Therapie

Der Mediziner richtet seine Behandlung nach der Ursache, den Symptomen sowie auch der Ausprägung etwaiger Beschwerden und Schmerzen. Vorwiegend sind die Ursachen einer geschwollenen Brust harmlos, sodass es keine besonderen Behandlungen benötigt. Vor allem dann, dann der Schmerz relativ „sanft“ ist und krankhafte Ursachen nicht der Auslöser sind, verzichten viele Mediziner auf eine Therapie.

Jedoch ist es ratsam, dass Frauen, wenn sie öfter unter geschwollenen Brüsten leiden, einen Mediziner aufsuchen, damit jener Zustand abgeklärt werden kann. Klagen die Frauen jedoch über enorme Beschwerden, können Hormontherapien für eine Abhilfe und Linderung der Symptome sorgen. Der Mediziner stellt fest, ob dem Körper Hormone fehlen und kann darauf reagieren, sodass er dem Körper dabei hilft, die fehlenden Hormone zu bekommen.

Andererseits besteht auch die Möglichkeit, dass ein Hormonüberschuss gegeben ist und Hormone reduziert werden müssen. Dabei kommen medikamentöse Therapien zum Einsatz. Auch wenn jene Behandlungen gute Ergebnisse bringen, so sind jene oftmals von Nebenwirkungen geprägt. Auf Grund der Nebenwirkungen vertreten viele Mediziner die Ansicht, nur rein pflanzliche Produkte zu verwenden, welche den Hormonhaushalt wieder ins Lot bringen sollen.

Jene haben im Endeffekt dieselbe Wirkung, wobei es länger dauern kann, bis das Mittel seine gesamte Kraft im Körper entfaltet und es mitunter auch länger dauern, bis die Beschwerden zurückgehen oder deutlich besser werden. Ein beliebtes Mittel ist Mönchspfeffer. Mitunter können aber drei Monate vergehen, bis Frauen die positive Wirkung bemerken.

Sehr wohl können pflanzliche Mittel aber auch innerhalb von wenigen Tagen positive Auswirkungen auf den Hormonhaushalt haben, sodass eine recht schnelle Linderung der Beschwerden erzielt werden kann. Es kommt jedoch auch darauf an, wie stark die Beschwerden der Frau sind.

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Vorbeugung

Geschwollene Brüste können kaum vorgebeugt werden. Dies deshalb, da die Hormonproduktion dafür verantwortlich ist. Ratsam ist es, dass schon bei den ersten Anzeichen ein Arzt kontaktiert wird. So können mitunter Hormonstörungen frühzeitig erkannt und in weiterer Folge behandelt werden. Somit kann die Frau schon, bevor die Beschwerden stärker werden, reagieren und ihren Körper beziehungsweise Hormonhaushalt positiv beeinflussen.

Das können Sie selbst tun

Geschwollene Brüste gehören zu den häufigsten Beschwerden von Frauen. Ziehen in der Brust, Schwellungen und leichte Schmerzen stellen Frauen häufig kurz vor oder nach der Periode fest. Auch die Wechseljahre sind eine Lebensphase, für die solche Beschweren typisch sind. Die zyklusabhängigen Schwellungen lassen sich durch kühle Kompressen lindern. Stärkere Schmerzen können mit pflanzlichen Mönchspfefferpräparaten behandelt werden. Die Wirkung zeigt sich jedoch erst nach einigen Wochen.

Zyklusunabhängige Beschwerden durch geschwollene Brüste (Mastopathie) lassen sich durch einen gut sitzenden, stützenden BH lindern. Entwässernde Kräutertees können das Spannungsgefühl ebenfalls abschwächen. Kaffee und anregender Tee sollten dagegen gemieden werden. Auch salzarme Speisen bringen Linderung, denn Salz bindet noch mehr Wasser im Gewebe. Auch leichte Schmerzmittel sollten betroffene Frauen nur kurzfristig einnehmen.

Gehen die geschwollenen Brüste auf einen eitrigen Abszess zurück, welcher sich durch eine unnatürliche Schwellung an einer Stelle zeigt, sollte umgehend ärztlich behandelt werden. Schon bei leichter Berührung haben Erkrankte starke Schmerzen. Bei solch schweren Entzündungen sind Antibiotika nötig. Eine andere Form der Brustentzündung (Mastitis) kann direkt nach der Entbindung entstehen. Häufigster Grund ist gestaute Flüssigkeit, also Milch oder Sekret. Brustentzündungen während der Stillzeit können heftig verlaufen, sodass die Mutter das Stillen beenden muss. Frauen, die die Anti-Baby-Pille einnehmen, klagen häufiger unter Brustschmerzen. Gegebenenfalls muss das Präparat gewechselt werden.

Bücher über Brustspannen

Quellen

  • Faller, A. et al.: Der Körper des Menschen. Thieme, Stuttgart 2008
  • Goerke, K., Steller, J., Valet, A. : Klinikleitfaden Gynäkologie und Geburtshilfe. Urban & Fischer, München 2012
  • Stauber, M., Weyerstahl, T.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2007

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