Geschwollene Beine
Geschwollene Beine sind ein häufiges Problem. Meist am Abend schwellen die Knöchel oder das ganze Bein an, es fühlt sich müde und schwer an. Sowohl Frauen als auch Männer sind davon betroffen.
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Definition Geschwollene Beine
Geschwollene Beine entstehen durch Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme). Dieses Wasser tritt aus dem Gefäßsystem der Beine aus und lagert sich im umliegenden Gewebe ein. Die Flüssigkeitsmenge ist größer als der Körper abzubauen vermag und somit entstehen die Schwellungen.
Ödeme kommen nicht nur an den Beinen vor sondern können überall im Körper auftreten, je nachdem welche Erkrankung vorliegt. Geschwollene Beine weisen auf eine Störung hin, die entweder das Venensystem selbst betrifft oder Wirkung auf das Venensystem hat.
Ursachen für für geschwollene Beine
In der Schwangerschaft werden geschwollene Beine durch einen veränderten Hormonhaushalt verursacht. Geschwollene Beine werden jedoch auch von bestimmten Krankheiten ausgelöst und sollten daher auf alle Fälle ärztlich untersucht werden.
Herzerkrankungen wie beispielsweise die Herzinsuffizienz (Herzschwäche) oder ein Herzklappenfehler haben als typisches Symptom geschwollene Beine. Auch Gefäßverschlüsse oder Gefäßentzündungen verursachen geschwollene Beine. Des Weiteren werden Ödeme durch bestimmte Medikamente bewirkt, wie beispielsweise durch Kortison.
Diagnose und Verlauf bei Geschwollene Beine
Geschwollene Beine sollten auf jeden Fall vom Arzt untersucht werden, um heraus zu finden, ob eine Grunderkrankung vorliegt, ob die Venen krankhaft verändert sind oder ob andere Ursachen für die Schwellungen vorhanden sind.
Dabei ist sowohl die Krankheitsgeschichte des Patienten wichtig als auch der Verlauf des Auftretens von geschwollenen Beinen. Für eine Diagnose muss zunächst das äußere Erscheinungsbild der Beine betrachtet werden, denn Krampfadern oder Hautkrampfadern, sogenannte Besenreiser, sind ein Hinweis auf eine Venenerkrankung.
Eine typische und sehr einfache Untersuchung ist es, mit dem Finger auf das geschwollene Gewebe zu drücken. Bleibt eine Zeit lang eine Delle bestehen, so ist das ein Hinweis auf Wassereinlagerungen. Des weiteren bieten Ultraschalluntersuchungen und eine Phlebographie, das heißt Venenuntersuchung durch eingespritzes Kontrastmittel, näheren Aufschluss über den Zustand der Venen.
Werden die krankhaften Veränderungen nicht behandelt, so schreiten sie immer weiter fort und die Symptome können sich verschlimmern. So können geschwollene Beine unbehandelt zu offenen Beinen, Thrombosen oder gar Embolien führen.
Behandlung von geschwollenen Beinen
Zunächst kann der Patient selbst einiges zu einer Besserung beitragen. Geschwollene Beine sollten gekühlt und hochgelegt werden. Durch die Hochlagerung kann die überschüssige Flüssigkeit abfließen, die Schwellung verringert sich. Nachts sollten Betroffene die Beine grundsätzlich hoch lagern. Aber auch tagsüber sind lange Steh- oder Sitzzeiten zu vermeiden.
Weiterhin empfehlen sich Kompressionsstrümpfe. Diese werden speziell angepasst und üben Druck auf das Venensystem aus, was dazu führt, dass die Gefäße eingeengt werden und somit sich die Venenklappen wieder besser schließen. Auch der Stoffwechsel in den Beinen funktioniert dadurch besser, was geschwollenen Beinen entgegenwirkt.
Es gibt vier verschiedene Klassen von Kompressionsstrümpfen, sie unterscheiden sich in der Festigkeit des Materials und somit im Druck, den sie auf das Gewebe ausüben. Letztendlich besteht noch die Möglichkeit, die Venen chirurgisch zu behandeln, damit sie keine geschwollenen Beine mehr verursachen.
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Vorbeugung von geschwollenen Beinen
Um geschwollenen Beinen vorzubeugen empfiehlt es sich, langes Stehen und Sitzen zu vermeiden, sich häufig zu bewegen und ausreichend zu trinken. So sollte man, statt den Aufzug zu nehmen, die Treppen zu Fuß hochgehen oder ab und zu einen Spaziergang unternehmen. Radfahren ist ein gutes Training für gesunde Venen, ebenso wirkt eine gesunde Ernährung vorbeugend. Alkohol im Übermaß sollte vermieden werden.
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