Geburt ohne Schmerzen durch psychoprophylaktische Geburtsvorbereitung

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 5. Juli 2017
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In der Tagespresse, in Medien und in Gesprächen wird die Frage immer wieder erörtert, dass die Wissenschaft schon vor einer Weile den Weg zur schmerzlosen Geburt gefunden habe. Viele Frauen sind enttäuscht, wenn man ihnen sagt, dass die volle Schmerzfreiheit unter der Geburt nur sehr schwer zu erzielen ist. Man muss dazu stark wirkende schmerzstillende Mittel geben, die unter Umständen auf die Wehentätigkeit oder die Gesundheit der Mutter und Kind nachteilig wirken können.

Psychoprophylaktische Geburtsvorbereitung

Deshalb sind diese Methoden nur in Einzelfällen anwendbar und können der Mehrzahl der werdenden Mütter nicht den dringenden Wunsch erfüllen, eine schmerzfreie Geburt zu haben.

In dieser Schwierigkeit wurde es in den letzten Jahren als großer Fortschritt empfunden, dass man auf einem anderen, der Natur des Menschen angepassten Weg eine so gute Schmerzlinderung unter der Geburt erreichen kann, dass die Beschwerden des Gebärens von den Frauen als vollkommen erträglich empfunden werden.

Diese moderne Methode trägt den Namen „Psychoprophylaktische Geburtsschmerzlinderung“. Namhafte Mediziner haben in den letzten Jahrzehnten mit diesem neuen Weg der Bekämpfung des Geburtsschmerzes umfangreiche Erfahrungen sammeln können. Die Psychoprophylaxe ist aus einer genauen Erforschung der Ursachen des Schmerzes bei der Geburt beim Menschen entstanden.

Man hat feststellen können, dass die körperlichen Veränderungen unter der Geburt an sich nur mäßige Schmerzen verursachen. Die bei einzelnen Frauen so sehr stark gesteigerte Schmerzempfindung ist durch Veränderungen des Nervensystems entstanden. Solche schädlichen Einflüsse auf das Nervensystem kommen durch Angst, falsche Vorstellungen und zum Teil auch durch die ungünstigen Einflüsse der modernen Zivilisation zustanden.

Geburt ohne Schmerzen

Durch eine intensive Schwangerengymnastik wird die Frau darauf geschult, ihre Muskeln in guter Form zu haben. In einer speziellen Gymnastik kann sie erlernen, ihren Körper vollständig zu entspannen und Verkrampfungen zu bekämpfen.

Weiter wissen wir aber auch, dass die Stärke der Schmerzempfindung von Vorgängen im Gehirn reguliert wird. Diese Vorgänge in der Hirnrinde können wir von außen her so beeinflussen, dass die Schmerzempfindung verringert wird. Ein Beispiel aus dem Alltag mag dies erläutern. Man empfindet einen Zahnschmerz wesentlich geringer, wenn man einen sehr spannenden Film sieht, und umgekehrt, eine kleine Wunde wird desto mehr Beschwerden verursachen, je ängstlicher man glaubt, dass sie zu einer Erkrankung führen könnte.

Diesen seelischen Vorgängen liegen biologische Gesetzmäßigkeiten unseres zentralen Nervensystems zugrunde. Aus diesen Kenntnissen der Natur des Schmerzes ist nun die psychoprophylaktische Vorbereitung der Schwangeren und die entsprechende Beeinflussung der Gebärenden abgeleitet. Man wird durch beharrliche und geduldige Aufklärung über die Schwangerschaft, die Geburt und die Schmerzentstehung bei den Wehen alle ängstlichen und unrichtigen Vorstellungen der werdenden Mutter beseitigen.

Durch ein genaues Einstudieren ihres Verhaltens unter der Geburt wird die Frau mit dem Geburtsakt vertraut gemacht und unterrichtet, dass sie unter der Geburt nicht mehr passiv den Schmerzen ausgeliefert ist, sondern diese aktiv bekämpfen kann. Hierbei leisten eine Atemtechnik, gewisse gymnastische Übungen und auch Hautstreichungen vortreffliche Hilfe.

Durch eine intensive Schwangerengymnastik wird die Frau darauf geschult, ihre Muskeln in guter Form zu haben. In einer speziellen Gymnastik kann sie erlernen, ihren Körper vollständig zu entspannen und Verkrampfungen zu bekämpfen, die als Schmerzursache eine erhebliche Rolle spielen. Selbstverständlich wird die Frau während der Schwangerschaft sorgfältig gesundheitlich überwacht und sozial betreut, dass ihr Ängste und Sorgen fernbleiben.

Bei dieser Vorbreitung gelingt es bei gut mitarbeitenden Frauen mit großer Regelmäßigkeit, den Geburtsschmerz vollständig erträglich zu gestalten. Viele Hebammen und Ärzte haben mit dieser Methode so gute Erfahrungen gemacht, dass auch die Hebammenschülerinnen bereits darin unterwiesen werden. Den Hebammen erwächst aus der Psychoprophylaxe eine neue Aufgabe, die diesem schönen Frauenberuf noch mehr Gehalt gibt, als es bisher schon der Fall war.

Da die Methode in den Händen der Ärzte liegt , wird an ihrer wissenschaftlichen Verbesserung in aller Welt laufend weitergeforscht und weitergearbeitet. Hunderte von Frauen, die auf diesem Weg ihr Kind geboren haben, werben heute in ihrem Freundeskreis für die psychoprophylaktische Geburtsschmerzlinderung. Dieser Weg kommt dem Bedürfnis der Frau entgegen, auch in der Geburt ihre Aktivität zu beweisen.

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