Gartensalat

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Es gibt viele Varianten an Gartensalaten, sie werden immer frisch angeboten, sind meist schön knackig und machen satt, ohne schwer im Magen zu liegen. Zu den Gartensalaten zählen zum Beispiel Kopf-, Eisberg-, Eichblatt-, und Römersalat sowie der Lollo Bianco und Lollo Rosso. Gartensalate werden auch als Blattgemüse bezeichnet, können also roh oder erwärmt verzehrt werden. Die saisonalen Freilandangebote sollten generell bevorzugt werden, weil ihre empfindlichen Inhaltsstoffe dann noch am vollständigsten sind.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über den Gartensalat wissen

Botanisch gehört Gartensalat zu den Korbblütlern. Der meist gegessene und meist produzierte ist der altbekannte Kopfsalat, auch „Buttersalat“ genannt. Als sogenannte Landtagspflanze wird er im Frühjahr, Herbst und Winter angebaut, damit er von Juni bis August seine kleinen, Körbchen förmigen Blüten bilden kann.

Meist wird er aber lange vor der Blütezeit geerntet, denn beim „schießen“ wächst er pyramidenförmig hoch, verliert seine Kopfform und für den Verzehr wird er unangenehm bitter. Für die Produktion im Sommer werden deshalb meist tagneutrale Sorten genommen, die trotz langer Sommertage nicht in Blüte gehen und so den typischen Salatkopf ausbilden.

Bereits in der Antike wurden viele Variationen an Gartensalaten angebaut. Von Ägypten aus verbreitete er sich über die römische und griechische Welt. Erste Reliefaufzeichnungen belegen, dass er schon vor 4.500 Jahren bekannt war. Gartensalat ist aus dem wild wachsendem Lattich im Kaukasus kultiviert worden. Erst im Mittelalter wurde er durch Karl dem Großen nach Mitteleuropa verbreitet, wo er zunächst nur gegart verzehrt wurde. Heute wird Gartensalat weltweit produziert. Hauptanbaugebiete und Hauptproduzenten in Europa sind vor allem Italien, Frankreich, Holland, Belgien, Spanien und Deutschland. Gartensalat wird im Freiland, im Gewächshaus oder als Tunnelanbau produziert, ist somit das ganze Jahr über frisch zu erhalten. Am besten ist es allerdings Freilandsalate zu genießen, denn sie beinhalten die meisten guten Nährstoffe.

Die saisonalen Freilandangebote von Gartensalaten sollten generell bevorzugt werden, weil ihre empfindlichen Inhaltsstoffe dann noch am vollständigsten sind.

Im Sommer haben die zur Lactuca- oder Lattich-Gruppe gehörenden Gartensalate wie Eis-, Kopf-, und Bataviasalat aus dem Freiland Saison. Weil diese drei einen ziemlich festen Kopf bilden, werden alle drei meist als Kopfsalate bezeichnet. Bei Salaten der Lattich-Gruppe, tritt beim Anschneiden des Strunks und der Blätter ein milchiger Saft aus. Eine besondere Zuchtrichtung des Kopfsalates ist der größere Eisbergsalat. Er hat sich sehr schnell etabliert und viele Anhänger gefunden, weil er immer knackig ist und sich länger frisch hält. Seine fleischigen, saftigen Blätter variieren von gelb bis dunkelgrün - inzwischen gibt es auch rote Sorten. Kopfsalat gibt es schon lange Zeit nicht nur in Grün, sondern auch als rote Variante. Er beinhaltet keine Bitterstoffe und ist weniger lange haltbar. Mit seinem neutralen Geschmack lässt er sich vielseitig zubereiten.

Der Bataviasalat ist eine Züchtung aus Kopf- und Eissalat. Sein Geschmack ist würziger als Kopfsalat und Eisbergsalat. Seine gekrausten Blätter variieren nach Sorte und Jahreszeit mit gelblichen, grünen, rotbraunen oder grünen mit rötlichen Rändern.

Im Spätsommer und im Herbst befinden sich die Klassiker Endivien- oder Friséesalat, mit ihrem herben und aromatischem Geschmack, im Angebot. Von Mai bis Oktober werden noch Sorten wie Eichenlaubsalat, Kraussalat, Frillice, Lollo Rossa und Lollo Bionda mit ihren schmackhaften, gekräuselten Blättern aus dem Freiland angeboten. Im Winterhalbjahr werden aus dem Gewächshaus Kreuzungen aus Batavia und Eichblatt, sowie Kreuzungen aus Kopfsalat und Romana oder auch Eis-Kraussalat angeboten.

Da diese Sorten keine Köpfe bilden, sondern als einzelne Blätter aus Rosetten wachsen, werden sie als Pflück- und Schnittsalate bezeichnet. Das sind alte Bezeichnungen aus Zeiten der Selbsternte, wenn gerade so viele Blätter geerntet wurden, wie für eine Mahlzeit gebraucht wurden, weil die Blätter nach dem ersten Schnitt noch zweimal nachwachsen. Frisch geerntete Gartensalate bieten natürlich ein besonderes Geschmackserlebnis. Mit ihren knackigen Rippen und den zarten Blättern daran, haben sie ein nussiges mildes Aroma.

Bedeutung für die Gesundheit

In den grünen Blättern vom Gartensalat stecken viele gesunde Pflanzenstoffe, die unter anderem das Diabetes Risiko verringern. In den roten Blättern befinden sich mehr Anthocyane als sekundäre Pflanzenstoffe, sie gehören zu den Flavonoiden und sind krebsvorbeugend.

Gartensalat versorgt den Körper reichlich mit den sekundären Pflanzenstoffen wie zum Beispiel den Flavonoiden, Phytosterinen, Polyphenolen oder Carotinoiden, die Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen. Als gesichert gilt, dass die Sekundärverbindungen die Gesundheit positiv beeinflussen, denn sie schützen erwiesener Maßen vor Arteriosklerose und Bluthochdruck. Auch wenn Gartensalat zu über 90 Prozent aus Wasser besteht, bleibt noch genügend Platz für die Vitaminmenge die der Körper braucht. In ziemlich hoher Konzentration ist im Gartensalat Folsäure enthalten. Sie ist für die Zellteilung und Blutbildung wichtig, ebenso wie die Vorstufe von Vitamin A, das Beta Karotin, das vor Hautalterung schützt und wichtig für die Augen ist.

Damit der Körper mit den vollen Nährstoffen versorgt wird, sollten Gartensalate am besten in den Monaten gegessen werden, in denen sie Saison haben, denn der gesundheitliche Gewinn ist um vieles höher, je frischer die Blätter sind. Im Frühling ist es Batavia und alle grünen Salate, Kopfsalat gibt es aus Freilandanbau von Mai bis November.

In der kalten Jahreszeit sind es zum Beispiel Sorten wie Chicorée, Feldsalat, oder Radicchio, die als besonders vitamin- und mineralstoffreich gelten.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 15 Fettgehalt 0,2 g
Cholesterin 0 mg Natrium 28 mg
Kalium 194 mg Kohlenhydrate 2,9 g
Ballaststoffe 1,3 g Eiweiß 1,4 g

Gartensalat enthält neben seinem hohen Gehalt an Wasser auch Kohlenhydrate, Proteine, Fett, Mineralien wie Phosphor, Kalium, Natrium, Calcium und Magnesium. Auch das blutbildende Spurenelement Eisen sowie an Vitaminen das Pro-Vitamine A zur Erhaltung normaler Sehkraft, viel Vitamin C, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin E und Niacin.

Je dunkler die Blätter in ihrer Färbung sind, desto mehr Inhaltsstoffe weisen sie auf. Die meisten Gartensalatarten haben einen sehr geringen Energiegehalt, pro 100 Gramm weisen sie gerade mal 15 bis 20 Kilokalorien auf. Die in dem Salat enthaltenen Ballaststoffe quellen im Darm auf, sättigen dadurch ausreichend und haben eine positive Wirkung auf die Verdauung. Zur Entschlackung des Körpers trägt sein relativ hoher Kaliumgehalt und sein niedriger Natriumgehalt ebenfalls positiv bei.

Unverträglichkeiten & Allergien

Gartensalate sind zwar Vitalstoffbomben, aber nach ungefähr 16 Uhr sollten Menschen mit empfindlichem Verdauungssystem keinen mehr verzehren. Es können schmerzhafte Gase in Magen und Darm durch Gärung von Eiweißen und Kohlenhydraten entstehen. Die Körperwärme fördert diesen Prozess, ein geblähter Gasbauch mit unangenehmem Völlegefühl ist die Konsequenz.

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Einkaufs- & Küchentipps

Gartensalat sollte nur nach Bedarf eingekauft oder geerntet werden, denn er wird schnell welk und baut binnen kurzer Zeit viel von seinen wertvollen Inhaltsstoffen ab. Der Strunk sollte frisch und hell aussehen, dunkle Schnittflächen zeigen, dass er nicht frisch ist. Die Blätter dürfen nicht hängen, saftig und knackig müssen sie aussehen.

Im Gemüsefach im Kühlschrank hält er sich einige Tage frisch ohne seine Nährstoffe zu verlieren. Angeschnitten oder teilentblättert wird er am besten in einem Kunststoffbehälter oder feuchtem Tuch verpackt aufbewahrt.

Zubereitungstipps

Gartensalat harmonisiert ideal mit einer Vinaigrette oder einem Joghurt Dressing. Er lässt sich auch wunderbar mit Eiern, Geflügel, Gurken, Tomaten, Zwiebeln oder Avocado kombinieren. Auch als Hauptgericht mit Zutaten wie Fisch, Fleisch oder Gemüse eignet er sich hervorragend.

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