Gallenkolik
Eine Gallenkolik bezeichnet eine Entzündung der Gallenblase, die durch dort gebildete Steine ausgelöst wird. Patienten leiden unter Druck-und Entzündungsschmerzen und oftmals unter fiebrigen Begleiterkrankungen, die durch die Abwehrreaktion des Körpers auf die interne Entzündung der Gallenkolik entstehen können.
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Definition Gallenkolik
Durch die Behinderung dieses Ablaufs, bei dem die Gallenblase zur Verdauung Gallenflüssigkeit in den Magen zu pumpen versucht und durch die Steine blockiert werden kann, kommt es zu einer starken Reizung und plötzlich auftretenden Schmerzen.
Auch Steine, die lange Zeit in der Gallenblase gegeneinander gerieben und die Gallenblase somit gereizt habem, können eine Gallenkolik auslösen, die in diesem Fall ohne eine schnelle Behandlung chronisch verläuft.
Rutscht einer der Steine in den Ausgang der Gallenblase und blockiert somit die Tätigkeit des Organs, wird ebenso eine Gallenkolik ausgelöst. Oftmals begleitet wird die Gallenkolik zudem von Entzündungsreaktionen wie Schüttelfrost, Fieber oder in einigen Fällen sogar einer Gelbfärbung der Haut.
Ursachen für Gallenkolik
Wann und warum sich diese Gallensteine bilden, ist nicht genau bekannt, prinzipiell kann somit jeder von einer Gallenkolik betroffen werden. Besonders anfällig jedoch scheinen Menschen zu sein, die sich unregelmäßig ernähren und somit eine regelmäßige Belastung und Durchknetung der Gallenblase verhindern.
Die Wahrscheinlichkeit einer Bildung von Gallensteinen und somit das Risiko, an einer Gallenkolik zu erkranken, erhöht sich hierbei.
Symptome
Krankheitsverlauf Gallenkolik
Je nachdem, wie die Gallenkolik erstmals ausgelöst wurde, kann es sein, dass die Beschwerden wieder abklingen oder chronisch anhalten. War beispielsweise fettreiches Essen der Auslöser, kann es sein, dass die Schmerzen gelindert werden, sobald die Gallenflüssigkeit vollständig in den Magen gepumpt wurde und die Kontraktion der Gallenblase aufgehört hat.
Leidet ein Patient jedoch schon länger unter größeren Gallensteinen, die durch Abreibung Entzündungen oder Verstopfungen der Gallenblase und somit eine Gallenkolik hervorrufen, müssen die Steine schnellstmöglichst entfernt werden.
Behandlung von Gallenkolik
Steine, die kleiner als fünf Millimeter sind, können durch die Gabe von auflösenden Medikamenten, die künstliche Gallensäure enthalten, behandelt werden. Schlägt die Behandlung an, klingt die Gallenkolik ab, sobald die Steine sich zurückbilden und auflösen.
Steine, die in den Verbindungsleiter zum Magen gerutscht sind, müssen schnellstmöglich entfernt werden, wozu üblicherweise ein Endoskop benutz wird, das über den Magen eingeführt wird. Diese Behandlungsmöglichkeit ist jedoch ausschließlich möglich, wenn die Gallenkolik durch eine Verstopfung ausgelöst wurde und der Stein per Sonde erreicht werden kann.
Befinden sich die Steine in der Gallenblase und sind sie zu groß, um durch Medikamente aufgelöst zu werden, so besteht ferner die Möglichkeit, die Gallenkolik zu behandeln, indem man die Gallenblase operativ entfernt.
Auch bei starker Vereiterung oder Infektion wird zu dieser Methodik geraten, da hier davon ausgegangen wird, dass selbst bei einem Abklingen der Gallenkolik innerhalb weniger Jahre mit einer erneuten Entzündung gerechnet werden muss. Der Eingriff kann entweder durch einen Schnitt in der Bauchdecke, oder durch einen kleinen Einstich, der sogenannten Knopfloch-Methode vorgenommen werden.
Wer sich keiner Operation unterziehen möchte, hat die Möglichkeit, größere Steine durch eine äußerliche Ultraschallwellenbehandlung zertrümmern zu lassen und die Bruchstücke mittels Medikamenten aufzulösen und die Gallenkolik so zu behandeln.
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Vorbeugung von Gallenkolik
Wer akute Symptome einer Gallenkolik hat, kann einer Entzündung vorbeugen, indem er sich fettarm und schonend ernährt. Menschen mit Gallensteinen nehmen zudem oft zur Vorbeugung gallensäurehaltige Medikamente, die die Gallenflüssigkeit verdünnen und somit einer Gallenkolik vorbeugen sollen.
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