Fußpflege gegen Hühneraugen und Hornhaut

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 11. November 2017
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So selbstverständlich die Pflege des Haares, des Gesichtes und der Hände heute den meisten Menschen geworden ist, der durch Strumpf und Schuh mehr oder weniger verborgene Fuß wird demgegenüber immer noch sträflich vernachlässigt. Dabei hat unser Fuß die ganze Last des Körpers zu tragen, und außerdem werden an ihn vielfältige Anforderungen gestellt, die sich von langem Stehen erstrecken. Sorgsame Pflege und richtige Behandlung sind daher dringend vonnöten, um den sehr zahlreich verbreiteten Fußbeschwerden wirksam zu begegnen.

Inhaltsverzeichnis

Hühneraugen & Hornhaut an den Füßen

In hartnäckigen und schweren Fällen ist es unbedingt notwendig, einen orthopädischen Facharzt zu Rate zu ziehen. Bei einer Reihe von Beschwerden kann jedoch der Fußpfleger oder die Fußpflegerin heilsame Linderung verschaffen. Diese bemühen sich vor allem, Hühneraugen (verhärtete Talgdrüsen) und Hornhaut, die durch Druckstellen im Schuh entstanden sind, möglichst schmerzlos und unblutig zu entfernen.

Nicht jedes Hühnerauge kann der Laie äußerlich sofort als solches erkennen. Die Hauptschmerzstelle ist steinhart und wird nach Entfernen der obersten Hornschicht als weißer Punkt sichtbar. Hier löst die Fußpflege Schicht auf Schicht und hebt dann den letzten harten Punkt heraus, der meist in der Wurzel der verhärteten Talgdrüse endet.

Hühneraugen kommen auch zwischen den Zehen vor. Man entfernt sie und trennt die Zehen durch kleine Schwämme, um eine Wiederholung zu vermeiden.

Aber nicht jede schmerzhafte Druckstelle ist ein Hühnerauge. So bildet sich beim Spreizfuß auf der Fußsohle Hornhaut, und erst später entstehen auf den Schwielen Fußwarzen. Hornhaut und Hühnerauge entfernt die Fußpflege sachgemäß durch Fräsen oder Raspeln. Schon eine rechtzeitige Behandlung kann das Übel völlig beseitigen, wenn man gleichzeitig die ursächlichen Mängel an den Schuhen (Druck durch zu enge und zu schmale Spitzen, durch Ziernähte, Falten im Schuhfutter usw.) behebt.

Fußpflege gegen Hornhaut & Hühneraugen

Bei der Fußpflege, auch Pediküre genannt, werden die Fußnägel gekürzt und Hornhaut entfernt (auch Hühneraugen). Hingegen umfasst die medizinische Fußpflege oder Podologie auch direkte Behandlungen der Füße.
Die Behandlung oder Entfernung von Fußbeschwerden und Erkrankungen, wie Hühneraugen, Nagelpilz und gehören mit zur medizinischen Fußpflege.

Oft werden solche Beschwerden jedoch jahrelang vernachlässigt, und die Fußpflege muss dann bleistiftstarke Hornhaut und erbsengroße Hühneraugen beseitigen. Soweit darf man es keinesfalls kommen lassen. Wer gleich zur Behandlung geht, dem bleiben viele Schmerzen erspart. Fußmittel, die auch der Schuhladen gelegentlich anbietet, werden vom Laien meist unsachgemäß angewendet. Das Ergebnis ist dann, dass die gesunde Haut entfernt wird, das Hühnerauge aber bestehen bleibt oder höchstens nur in der Oberschicht gelöst wird.

Bei Verstümmelungen des Fußes durch Unfall oder genetisch bedingten Verwachsungen entstehen ebenfalls an den Stümpfen Hornhaut und Hühneraugen, die bei dem an sich schon sehr empfindlichen Fuß besonders schmerzhaft sind. Auch hier greift die Fußpflege durch rechtzeitiges und ständiges Entfernen der Übel helfen ein.

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Fußnägel richtig schneiden & pflegen

Eine Unsitte ist das falsche Beschneiden der Zehen- und Fußnägel. Sie sind grundsätzlich gerade zu schneiden, da der Nagel sich auf beiden Seiten am Nagelfalz halten muss. Wird dies nicht beachtet und der Zehennagel wie ein Fingernagel rund geschnitten, dann züchtet man sich selbst einen eingewachsenen Nagel, der große Schmerzen verursacht und operative entfernt werden muss.

Der sogenannte Holznagel entsteht durch starken, plötzlichen Druck auf den Zehennagel, unter dem sich auf dem Nagelbett ein Bluterguss bildet. Dieser Nagel wächst nun mehr nach oben als nach vorn und verdickt. Rechtzeitige Behandlung garantiert durch Dünnfräsen des Holznagels, in gewissen Zeitabständen wiederholt, wenigstens wieder einen halbwegs normalen Nagel, der sonst durch eine ärztliche Operation beseitigt werden muss, aber trotzdem verdickt wieder wächst.

Das größte und auch schmerzhafteste Übel ist der sogenannte Frostballen (Hallux Valgus, Schiefzehe), eine Veränderung des Großzehen-Fußgelenks infolge von Spreizfußbildung. Besonders Frauen, die ihr Leben lang in Absatzschuhen (High Heels, Stöckelschuhe) gelaufen sind, leiden unter dieser Fußmissbildung. In schweren Fällen hilft nur ein operativer Eingriff. Die Fußpflege kann jedoch auch hier lindern. Sie richtet die schiefe Zehe, die zum Frostballen führte, durch porösen Gummikeil gerade und entfernt die Hühneraugen, die sich gern auf dem Frostballen bilden. Schließlich gehört zu jeder ordentlichen Fußpflege auch eine Fußkräftigungsmassage, nach der man sich wie neugeboren fühlt.

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Quellen

  • Bittig, F.: Bildatlas der Medizinischen Fußpflege. Hippokrates, Stuttgart 2010
  • Ellsässer, S.: Körperpflegekunde und Kosmetik. Springer Medizin Verlag, Berlin 2008
  • Ruck, H.: Handbuch für die medizinische Fußpflege: Grundlagen und Praxis der Podologie. Haug, Stuttgart 2012

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