Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Infektionskrankheit, die durch FSME-Viren ausgelöst werden. Diese wiederum werden zumeist von Zecken bzw. Holzböcken übertragen. Da in Deutschland ca. 5% aller Zecken mit diesem Virus infiziert sind, ist es ratsam sich gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen zu lassen und bei Wanderungen durch Wiesen und Wälder den ganzen Körper durch passende Kleidung zu bedecken.

Inhaltsverzeichnis

Definition Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine entzündliche Erkrankung des Gehirns und des Rückenmarks. Der Fachbegriff "Meningoenzephalitis" ist zusammengesetzt aus den Wortbestandteilen "Meninx" (griechisch: Hirnhaut) und "Enképhalon" (griechisch: Gehirn). Diese Hirnhautentzündung tritt gehäuft in den Monaten Juni, Juli und August auf.

Baden-Württemberg und Bayern sind in Deutschland als Hochrisikogebiete zu bezeichnen. Die Häufigkeitsverteilung lässt jedoch den Schluss zu, dass sich die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zunehmend auch nordwärts verlagert. Nach dem Infektionsschutzgesetz sind Fälle von FSME innerhalb Deutschlands beim Gesundheitsamt meldepflichtig.

Ursachen für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch die Ansteckung mit dem FSME-Virus verursacht. Die Infektion erfolgt mittels des Stiches einer ganzen Reihe von Zeckenarten. Hauptverursacher ist allerdings der Holzbock, eine unserer häufigsten einheimischen Zecken. Vor allem im Gras und der niederen Krautschicht lauern die Parasiten und klammern sich bei zufälligem Kontakt an unserem Körper fest. Stechen die Tiere zum Zwecke einer Blutmahlzeit in die Haut, gelangt ihr Speichel in den menschlichen Körper, wodurch die die Viren in die Blutbahn eindringen.

Nicht jeder Mensch, der sich mit Frühsommer-Meningoenzephalitis infiziert, erkrankt auch. Bei der Mehrheit der infizierten Personen, die dann auch tatsächlich erkranken, treten sogar kaum Krankheitssymptome auf. Wenn Symptome spürbar werden, ähneln diese einer Grippe. Neben Fieber, Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen tritt im typischen Fall eine Nackensteifigkeit hinzu.

Wird das Zentralnervensystem durch eine Erkrankung an Frühsommer-Meningoenzephalitis stark geschädigt, kann es zu dauerhaften Lähmungen kommen. Auch die geistige Leistungsfähigkeit kann beeinträchtigt sein. Bei schwerwiegenden Spätfolgen ist Pflegebedürftigkeit, manchmal sogar völlige Bettlägerigkeit, die Folge.

Symptome

Krankheitsverlauf Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Neben den allgemeinen grippeähnlichen Symptomen kann es im Verlauf einer Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) aber auch zu schwereren Symptomen kommen. Circa 10 Prozent der Betroffenen werden an der zwieten Phase der FSME erkranken. Hierbei kann es dann zu Komplikationen in Form von Hirnhautentzündung sowie Entzündungen des Rückenmarks kommen. Auch Lähmungen im Zusammenhang mit dem Nervensystem, epileptische Anfälle und andere psychische Störungen (Schwindel) können auftreten.

Jedoch kommen diese Komplikationen meist bei Kindern vor, die an der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erkrankt sind. Ältere Menschen die an FSME erkranken, neigen jedoch nicht selten dazu, an dieser Krankheiten zu sterben, da die Symptome und Beschwerden, den meist ohnehin schon alten und schwachen Körper, zu stark belasten.

Behandlung von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Eine ursächliche Behandlung der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist nicht möglich. Nur die Symptome lassen sich lindern, so werden dem Patienten Schmerz und Fieber senkende Mittel verschrieben. Daneben ist strikte Bettruhe anzuraten. Dennoch sollte bei Verdacht auf FSME sofort ein Arzt aufgesucht werden, um Komplikationen auszuschliessen.

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Vorbeugung von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Wegen der fehlenden Therapiemöglichkeiten bei ausgebrochener Krankheit sind im Kampf gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) vorbeugende Maßnahmen besonders wichtig. Hierzu zählt vornehmlich die Vermeidung von Zeckenbefall. Wer sich in die Natur begibt und sei es nur der heimische Rasen, sollte dies nur gut bekleidet tun. Festes Schuhwerk und lange Hosen sind Pflicht, das Beinkleid bestenfalls am Knöchel zugebunden.

Besondere Vorsicht ist bei der Gartenarbeit geboten. Übrigens sei dazu angemerkt, dass Infektionen mit Frühsommer-Meningoenzephalitis auch außerhalb der Hauptsaison zwar seltener, aber durchaus möglich sind. Denn die Zecken werden ab einer Temperatur von 7° Celsius an aktiv. Nach einem Aufenthalt im Freien sollte die gesamte Hautoberfläche nach Zecken abgesucht und diese umgehend entfernt werden. Schnelles Handeln ist wichtig! Denn im Tierexperiment wurde nachgewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit der Dauer des Zeckenbefalls deutlich zunimmt.

Zur Entfernung der Parasiten halten Apotheken und Drogerien spezielle Zeckenzangen bereit. Die Tiere sollten mit dem Instrument entweder gerade herausgezogen oder herausgedreht werden. Druck auf den Gesamtkörper der Zecke muss möglichst vermieden werden.

Der beste Schutz vor einer Ansteckung mit Frühsommer-Meningoenzephalitis ist die, auch als Impfung bekannte, aktive Immunsierung. Dabei injiziert der Arzt unschädlich gemachte FSME-Viren, woraufhin der menschliche Organismus seine eigenen Antikörper bildet. Drei Impfsitzungen im Verlauf eines Jahres sind notwendig, um vollständigen Schutz gegen die FSME zu erlangen. Eine lebenslange Auffrischung der Immunisierung ist, wie auch bei anderen Impfungen, erforderlich. Dies sollte im Fall der Frühsommer-Meningoenzephalitis zuerst 3 Jahre nach der Hauptimpfung geschehen.

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