Fibrom

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 12. Oktober 2017
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Ein Fibrom ist ein gutartiges, meist verfärbtes Geschwulst im menschlichen Haut- oder Bindegewebe. Es ist in den meisten Fällen recht harmlos und kann beseitigt werden, wenn es stört, schmerzhaft ist oder aus kosmetischen Gründen missfällt. Das Fibrom tritt insgesamt recht häufig auf.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Fibrom?

Ein Fibrom bezeichnet in der Regel eine gutartige sowie tumorähnliche Verwachsung im menschlichen Hautgewebe oder auch im Bindegewebe. Die Art und Weise, wie sich diese Verwachsung äußert, wird vom Auftreten unkontrollierter Zellwucherungen bestimmt, ähnlich denen eines Tumors.

Ein Fibrom ist nicht bösartig wie der Krebs, also im Grunde harmlos. Dennoch kann die Hautwucherung Beschwerden und Komplikationen bereiten, die die Lebensqualität des Betroffenen einschränken können.

Ursachen

Die Ursachen für Fibrome sind in den meisten Fällen nur schwer ersichtlich, manchmal kommen sie jedoch aufgrund von Verletzungen vor. Sie können am gesamten Körper zum Vorschein kommen, ein operativer Eingriff ist allerdings nur sehr selten erforderlich.

Es können sowohl Männer als auch Frauen davon betroffen sein, ebenso wie alle Altersklassen. Meistens tritt das Fibrom jedoch bei einer erwachsenen Person auf. In der Forschung wird mittlerweile davon ausgegangen, dass Fibrome ihre Ursachen in Verletzungen des Hautgewebes haben. Es werden aber auch genetische Gründe vermutet, die hauptsächlich in Nordeuropa auftreten.

Auch gibt es gewisse Medikamente wie beispielsweise Betablocker, die sich ungünstig auf das Hautgewebe auswirken und somit die Entstehung von Fibromen begünstigen. Risikofaktoren sind hauptsächlich im familiären Umfeld zu suchen, wenn es hier gehäuft zum Auftreten von Fibromen kommt.

Typische Symptome & Anzeichen

Diagnose & Verlauf

Hegt der Arzt den Verdacht auf ein Fibrom, so werden folgende Vorgehensweisen zur Diagnosestellung angewendet. Hierzu zählen das CT, die Röntgenuntersuchung, das MRT, die Biopsie oder die Endoskopie. Eine Gewebebiopsie ist dabei am effektivsten, weil diese dem Arzt die Möglichkeit gibt, die betroffenen Stellen direkt zu analysieren.

Dazu wird Gewebe entnommen und im Labor untersucht. Danach kann der Arzt sehen, ob tatsächlich ein Fibrom vorliegt oder ob es sich um einen bösartigen Tumor handelt. Unglücklicherweise kommt es immer häufiger zu medizinischen Irrtümern, und Krebs wird dann für ein harmloses Fibrom gehalten, oder eben im umgekehrten Sinne. Letzteres führt dann zu unnötigen Therapien, die den Patienten belasten, oder aber ein bestehender Tumor wird zu spät behandelt.

Symptomatisch für ein Fibrom sind kleine Hautwucherungen. Auch kann es zu Verfärbungen und Hautirritationen bei Berührungen kommen. Auch kann das Fibrom leicht verletzt werden, und dann blutet es sehr stark. An den Füßen bilden sich Fibrome meist in Form von Knötchen am Spann. Hier können dann auch Schmerzen auftreten, die durch Druck entstehen. Hier reichen die Symptome von Verfärbungen, über Juckreiz bis hin zu deutlich sichtbaren Erhebungen auf der Haut, die sich mit der Zeit immer mehr vergrößern.

Meist ist ein Fibrom jedoch harmlos und muss nicht behandelt werden. Manchmal wuchert es jedoch so stark, dass eine Operation durchgeführt werden muss, insbesondere dann, wenn die Fibrome Beschwerden verursachen oder den Betroffenen stark einschränken.

Komplikationen

In der Regel kommt es bei einem Fibrom zu keinen weiteren Kompilationen oder Beschwerden. Das Fibrom selbst stellt ein harmloses Symptom dar, kann allerdings entfernt werden, wenn es den Patienten stört und zu Schmerzen führt. Durch das Fibrom kommt es beim Betroffenen zu Geschwülsten und Wucherungen.

Auf diesen kann sich auch ein Juckreiz ausbreiten und die Hautstellen sind gerötet. Auf jeden Fall sollte der Patient die Stellen nicht kratzen, da dort sonst Wunden oder Narben entstehen können. In einigen Fällen schämen sich die Betroffnen für das Fibrom und fühlen sich unattraktiv. Das Selbstwertgefühl sinkt, was zu psychischen Problemen oder Depressionen führen kann.

Auf den betroffenen Stellen kommt es oft zu Irritationen oder Verfärbungen. Schmerzen treten nur selten auf, wobei es sich hauptsächlich um Druckschmerzen handelt, sodass das Fibrom ohne Berührungen nicht schmerzt. Bei einem Fibrom kommt es zu keinen weiteren gesundheitlichen Komplikationen.

Sollte es für den Patienten sehr störend sein, kann das Fibrom durch einen operativen Eingriff entfernt werden. Dabei kommt es ebenso zu keinen weiteren Beschwerden und die betroffene Stelle verheilt nach einer kurzen Zeit wieder.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein Arzt ist aufzusuchen, sobald es zu ungewöhnlichen Änderungen des Hautbildes kommt. Werden Schwellungen, Wucherungen oder eine Knotenbildung der Haut bemerkt, sind diese untersuchen und wenn notwendig behandeln zu lassen. Bei Missempfindungen, Druck- oder Taubheitsgefühlen auf der Haut, ist es ratsam, wenn ein Arzt sich die Beschwerden anschaut. Eine ärztliche Untersuchung ist notwendig, sobald sich Schmerzen durch die Veränderungen einstellen. Vor der Verwendung kosmetischer Produkte, die das Ziel einer Verschönerung des betroffenen Hautbildes haben, sollte die Rücksprache mit einem Arzt gesucht werden.

Kommt es zu einem Engegefühl, einem allgemeinen Krankheitsgefühl oder einem Juckreiz, ist ein Arztbesuch notwendig. Entstehen offene Wunden, können Keime in den Organismus gelangen und weitere Erkrankungen auslösen. Ein Arzt ist daher zu konsultieren, sobald erste Unregelmäßigkeiten bei der Wundheilung entstehen oder es keine ausreichende Möglichkeit einer sterilen Wundversorgung gibt. Verfärbungen der Haut, ein anhaltendes allgemeines Unwohlsein oder eine innere Unruhe sollten ebenfalls abgeklärt werden. Kommt es durch die optischen Veränderungen zu emotionalen oder psychischen Problemen, ist ein Arzt um Rat und Hilfe zu bitten. Bei Verhaltensänderungen oder einem sozialen Rückzug gibt es Grund zur Besorgnis, dem nachgegangen werden sollte. Ab dem mittleren Lebensalter ist darüber hinaus eine regelmäßige Kontrolluntersuchung bei einem Hautarzt anzuraten.

Behandlung & Therapie

Ein Fibrom des Hautgewebes ist in meist vollkommen ungefährlich und bedarf keiner weiteren Therapie. Falls es trotzdem zu Beschwerden kommt oder es sich anderweitig als kompliziert erweist, hat der Patient die Möglichkeit, das Fibrom chirurgisch entfernen zu lassen.

Diese Hautveränderungen, die an den Füssen auftreten, sind sehr kompliziert zu beseitigen und bedürfen einer längeren Therapie. Die Folgen der Operation können durchaus sehr schwerwiegend sein. Aus diesem Grund wird zumeist eine alternative Therapie empfohlen. Hier kann beispielsweise die Kryotherapie zum Einsatz kommen oder auch das Tragen von speziellen Einlagen. Bei einem operativen Eingriff am Fuß verläuft der Heilungsprozess recht schleppend, und das Risiko für weitere Komplikationen steigt enorm.

Falls sich der invasive Eingriff dennoch nicht vermeiden läßt, stehen die folgenden Methoden zur Verfügung: die Injektion von Kortikosteroiden, die chirurgische Entfernung der gesamten Sehnenplatte des Fußes oder die Entfernung des reinen Fibroms. All diese Behandlungsmethoden haben meist keine großen Risiken, sie können jedoch manchmal zu unangenehmen Begleiterscheinungen führen.

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Vorbeugung

Die Ursachen für das Entstehen eines Fibroms sind nur sehr schwer auszumachen. Viele Umstände deuten darauf hin, dass genetische Faktoren eine entscheidende Rolle spielen. Somit ist es sehr schwer, dem Fibrom entsprechend vorzubeugen.

Derartige Hautveränderungen, die sich im Bereich von Mund, Lippen und Wange befinden, werden zumeist durch unterschiedliche Verletzungen verursacht. Daher sollte es unbedingt vermieden werden, auf Wange und Lippen zu kauen. Auch eine ausreichende Hygiene kann der Bildung eines Fibroms entgegenwirken. Auf die genetischen Ursachen kann kein Einfluss genommen werden.

Das können Sie selbst tun

Die Entfernung von weichen Fibromen ist oft nicht notwendig, da es sich um gutartige Geschwülste handelt. Es besteht kein gesundheitliches Risiko und der Betroffene kann mit ihnen leben. Sie stören jedoch oft das ästhetische Empfinden des Betroffenen je nachdem wo diese Fibrome am Körper auftreten.

Weiche Fibrome lassen sich einfach mit einem Hausmittel entfernen. Bei diesem Mittel handelt es sich um Apfelessig, der in den meisten Haushalten bereits vorhanden ist. Fibrome an sämtlichen Stellen des Körpers außer denen, die im Gesicht auftreten, können mit Apfelessig behandelt werden. Fibrome im Gesicht sollten direkt von einem Arzt behandelt werden. Der Apfelessig wird von dem Betroffenen mit einem Stück Watte sanft auf die Fibrome aufgetragen. Dieser Vorgang wird am besten dreimal täglich für etwa zwei Wochen wiederholt, bis eine Veränderung der Fibrome sichtbar wird. Es kommt zu einer Änderung der Farbe der Fibrome. Sie verfärben sich dunkel und trocknen aus. Dann lösen sie sich von selbst von der Haut des Betroffenen.

Sollte der Apfelessig nicht die gewünschte Wirkung haben, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Bei gestielten und kleineren Fibromen können diese auch mit einer sterilen Pinzette von dem Betroffenen selbst entfernt werden. Dies gilt jedoch nicht für großflächige Fibrome.

Bücher über Hautkrankheiten

Quellen

  • Abeck, D.: Häufige Hautkrankheiten in der Allgemeinmedizin. Springer, Berlin Heidelberg 2011
  • Dirschka, T., Hartwig, R.: Klinikleitfaden Dermatologie. Urban & Fischer, München 2011
  • Moll, I.: Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2010

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