Feuerbohne

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Die Feuerbohne, eine Hülsenfrucht, gehört zur Familie der Schmetterlingsblütengewächse. Andere bekannte Bezeichnungen sind Käfer- oder Prunkbohne. Der Name der Feuerbohne, die ursprünglich aus den feuchten Gebirgstälern von Mittelamerika stammt, resultiert aus den meist feuerroten Blüten.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über die Feuerbohne wissen

Ursprünglich stammt die Feuerbohne, eine Verwandte der Garten-Bohne, aus dem tropischen Amerika. Im 17. Jahrhundert gelangte sie nach Europa. Die Pflanze ist krautig, ein-, zwei- oder mehrjährig. In unseren Regionen werden gewöhnlich die einjährigen und in den wärmeren Gebieten die mehrjährigen Arten angebaut.

Den Namen verdankt die Feuerbohne den kräftig roten, dekorativen Blüten, aufgrund derer die Feuerbohne auch gern als Zierpflanze genutzt wird. Die Schmetterlingsblüten stehen in langen Trauben und sie blühen von Juni bis September. Die Feuerbohne ist eine Kletterpflanze, die sieben Meter hoch wachsen kann. Die Fruchthülsen können 25 cm lang werden und ähneln denen der Garten-Bohnen. Zunächst sind sie grün und später färben sie sich bräunlich. Darin sind die Samen bzw. Bohnen enthalten, die meist braun, schwarz, rot gefleckt oder violett sind. Die Blätter, die an langen Stielen sitzen, bestehen aus drei eiförmigen Einzelblättchen.

Der Name der Feuerbohne, die ursprünglich aus den feuchten Gebirgstälern von Mittelamerika stammt, resultiert aus den meist feuerroten Blüten.

Die Feuerbohne kann im eigenen Nutzgarten angebaut werden, um schmackhafte Früchte zu ernten. Doch auch als Sichtschutz eignet sie sich gut. Die Feuerbohne bevorzugt sonnige und windgeschützte Standorte, doch auch halbschattige Standorte verträgt sie. Da die Feuerbohne relativ wurzelt, sollte der Boden locker, durchlässig und feucht sein. Die Pflanzzeit für die vorgezogene Feuerbohne beginnt ab Mitte Mai. Nun erfolgt die Aussaat der Samen in das Beet oder in einen Topf. Zur Aussaat können Bohnen aus der eigenen Ernte oder alternativ aus dem Gartenfachhandel verwendet werden. Die Samen der Feuerbohne, also die Bohnen, bleiben drei bis vier Jahre keimfähig.

Die Feuerbohne kann auch auf dem Balkon, beispielsweise in einem Kübel gepflanzt werden. Hier muss jedoch unbedingt genügend Platz für eine Rankhilfe vorhanden sein, an welchen sich die Ranken der Pflanze nach oben winden können. Für den Anbau der Feuerbohne genügt einfache Gartenerde. Die Erde sollte allerdings gut aufgelockert werden. Mit der Zugabe von Kompost wird für eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen für die Feuerbohne gesorgt.

Bedeutung für die Gesundheit

In der Volksheilkunde wurden schon früher die getrockneten Schalen der Feuerbohne als ein harntreibendes und die Erkrankung Diabetes unterstützendes Mittel verwendet. Mittlerweile wird die fettarme Bohne gern in den Speiseplan integriert, da sie ein hervorragender Energie- und Ballaststoffspender ist.

Der hohe Energiewert, den die Feuerbohne liefert, ist insbesondere für Sportler von Bedeutung. Aufgrund des sehr guten Anteils an Ballaststoffen eignet sich die Feuerbohne auch als Maßnahme gegen Verstopfungen sowie zur Vorbeugung von Divertikeln und Dickdarmkrebs. Zudem sorgt der hohe Ballaststoffgehalt für eine längere Sättigung, eine Förderung der Verdauung, eine Senkung des Cholesterinspiegels sowie eine Regulierung des Blutzuckerspiegels. Beeindruckend ist außerdem der hohe Eiweißgehalt, von dem nicht nur Veganer und Vegetarier profitieren, denn damit wird die Feuerbohne zu einem vollwertigen Fleischersatz.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

In 100 Gramm der gekochten Feuerbohne sind etwa 110 kcal enthalten. Zudem ist die Hülsenfrucht ein wesentlicher Lieferant von pflanzlichem Eiweiß. Die sehr fettarme Feuerbohne liefert zudem viele Kohlenhydrate. Zu den weiteren wertvollen Inhaltsstoffen in der Feuerbohne gehören zahlreiche Mineral- und Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe.

Unverträglichkeiten & Allergien

Die Feuerbohne enthält einen ziemlich hohen Anteil am schädlichen Stoff Phasin. Daher darf sie nie roh verzehrt werden. Schon drei bis zehn rohe Samen lösen nach 30 bis 90 Minuten Vergiftungserscheinungen aus. Dazu gehören ein schweres Erbrechen, Krämpfe, starke Verdauungsstörungen, blutige Magen- und Darmentzündungen bis hin zum Kollaps. Der schädliche Stoff wird jedoch durch Temperaturen von mehr als 75 Grad Celsius zerstört. Anschließend kann die Feuerbohne bedenkenlos genossen werden.

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Einkaufs- & Küchentipps

Die Samen der Feuerbohne sind entweder getrocknet oder vorgegart in Konserven erhältlich. Erstere sollten trocken und gut verschlossen gelagert werden. Sie sind etwa ein Jahr haltbar. Zu lange gelagerte Feuerbohnen bleiben beim Kochen hart, sodass sie ungenießbar sind. Bei der Feuerbohne in einer Konserve gilt es, das Mindesthaltbarkeitsdatum zu beachten.

Wurde die Dose geöffnet, sollte die Feuerbohne schnell verbraucht werden. Auf den Märkten sind jung geerntete Feuerbohnen teilweise auch mit Hülsen erhältlich. Sie halten sich im Kühlschrank zwei bis drei Tage, wobei sie frisch am besten schmecken. Beim Kauf der Feuerbohne sollte darauf geachtet werden, dass die Fruchtschale glänzt, glatt ist und keine Risse aufweist. Die Bohne muss prall gefüllt und kräftig in der Farbe sein. Bevor die getrocknete Feuerbohne gekocht wird, muss sie mindestens 12 Stunden lang vollständig mit Flüssigkeit bedeckt eingeweicht werden. Die Garzeit beträgt im Anschluss circa zwei Stunden.

Zu beachten ist, dass die Feuerbohne sehr stark quellt, sodass aus circa 250 Gramm der trockenen Bohnen ein Salat für vier Personen zubereitet werden kann. Wer unter Blähungen leidet, kann dem Kochwasser dabei Lorbeer, Bohnenkraut, Ingwer oder Kümmel zufügen. Soll die Feuerbohne für einen Salat oder ein Hauptgericht verwendet werden, ist es ratsam, Salz zum Kochwasser zu geben. Ganz nach Belieben kann die Hülsenfrucht auch süßlich abgeschmeckt und hierfür etwas Zucker hinzugefügt werden. Nach dem Kochen kann die Feuerbohne auch eingefroren werden, was ebenso die blähende Wirkung verringern kann.

Zubereitungstipps

Die Feuerbohne kann in der Küche sehr vielfältig verwendet werden. Sie wird vorwiegend als Gemüse genutzt, doch sie ist auch eine gute Zutat für eine Suppe oder einen Eintopf. Zudem kann aus der Feuerbohne ein feines Püree hergestellt oder die Hülsenfrucht für eine Füllung von Gurken genutzt werden. In der Steiermark wird die Feuerbohne auch für verschiedene Mehlspeisen und Desserts verwendet.

Aus der Steiermark stammt auch das bekannte Rezept mit der Feuerbohne, der Käferbohnensalat, der aus Zwiebelscheiben, Essig, Kürbiskernöl und natürlich den Feuerbohnen besteht. Die Feuerbohne wird des Weiteren gern für das mexikanische Gericht Chili con Carne genutzt. Hierfür werden die konservierten Bohnen und Mais in einem Sieb mit viel Wasser abgespült. Von der Feuerbohne werden entweder die gesamten Schoten oder lediglich die sehr nährstoffreichen Bohnenkerne gegessen.

Letztere sind nierenförmig und, abhängig von der Sorte, weiß oder verschiedenfarbig gescheckt. Daher wirken sie auch sehr dekorativ und können für ein Buffet genutzt werden. Die Samen der Feuerbohne dürfen jedoch nicht roh, sondern nur gekocht verzehrt werden. Der Phantasie sind, was die weiteren Zutaten angeht, bei der Verwendung der Feuerbohne keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist grundsätzlich, was schmeckt.

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