Feinmotorik

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 13. November 2016
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Wenn die Feinmotorik nicht mehr funktioniert, geschieht dies oft schleichend und wird von den Betroffenen zunächst nicht wahrgenommen. Beispiele dafür sind, wenn die Nähnadel plötzlich aus den Fingern gleitet oder die kleine Schraube nicht mehr festgehalten werden kann. Die Ursachenforschung gestaltet sich mitunter schwierig, da es etliche Krankheiten gibt, die für das Versagen der Feinmotorik verantwortlich sind.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Feinmotorik?

Die Feinmotorik entwickelt sich bis zum dritten Lebensjahr und ist im Alter von etwa 4 ½ ausgebildet. Sie definiert zB das perfekte Zusammenspiel zwischen Hand und Fingern und lässt sich durch nichts ersetzen. Beobachten wir Kinder unter etwa 4 Jahren beim Puzzeln, sehen wir, dass sie Schwierigkeiten haben, die einzelnen Teile in den Händen zu halten. Je älter sie werden, desto weniger Schwierigkeiten haben sie mit dieser Aufgabe.

Als Erwachsene ist es selbstverständlich, dass wir einen Stift in der Hand halten und damit schreiben können. Die Feinmotorik funktioniert dann einwandfrei. Möchten wir einen Faden in ein dünnes Nadelöhr einfügen, feuchten wir die Finger an und es geschieht fast wie von selbst. Funktionierende Feinmotorik lässt sich mit dem sogenannten "Fingerspitzengefühl" vergleichen. Auch wenn es sich hier um eine Floskel handelt, die nicht wörtlich genommen werden muss. Ohne ein gutes Gefühl in den Fingerspitzen, funktioniert die Feinmotorik nicht.

Funktion & Aufgabe

Jedes Glied der Hand hat seine individuelle Aufgabe und kann durch kein Transplantat 100 %ig ersetzt werden. Versagt die Feinmotorik, entstehen beispielsweise Schwierigkeiten beim Führen des Suppenlöffels. Das gilt ebenfalls für den Gebrauch von Messer und Gabel. Auch das Bewegen des Autos wird dann zu einem Problem. Das Lenkrad liegt nicht mehr sicher in der Hand und sobald ein Hindernis auftaucht oder eine Sturmböe das Auto von der Seite packt, bestimmt nicht mehr der Fahrer die Richtung. Es gibt kaum eine berufliche Tätigkeit, die beim Versagen der Feinmotorik zufriedenstellend durchzuführen ist.

In jungen Jahren kann das Nachlassen der Feinmotorik durch spezielle Gymnastik und das Einnehmen von entzündungshemmenden Medikamenten behandelt werden.

Die Feinmotorik definiert z.B. das perfekte Zusammenspiel zwischen Hand und Fingern und lässt sich durch nichts ersetzen.

In den meisten Fällen lautet die Diagnose, dass Patienten unter Arthrose leiden. Das ist eine Verschleißerscheinung der Gelenke, die häufig sehr schmerzhaft ist. Medikamente helfen, dass die Schmerzen erträglich sind, halten allerdings die Erkrankung nicht auf. Es gibt gute Chirurgen, die sich auf die Begleiterscheinungen des Nachlassens der Feinmotorik spezialisiert haben. Da aber bei Eingriffen im Bereich der Hände und Finger niemand ein zufriedenstellendes Ergebnis prognostizieren kann, liegt das Risiko einzig bei den Patienten.

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Krankheiten & Beschwerden

Die ohnehin recht schwache Muskulatur in den Gelenken lässt mit fortschreitendem Alter nach. Menschen, die unter dem Verlust ihrer Feinmotorik leiden, merken dieses Manko an jedem Tag. Sie können kaum einen Lappen auswringen und selbst ihren liebsten Hobbys nicht mehr nachgehen. Gartenarbeit ist kaum oder nur noch unter Schmerzen möglich. Selbst das Schälen von Kartoffeln oder Gemüse wird von den Betroffenen als sehr mühsam beschrieben.

Arthrose in den Fingern heißt leider oft, dass diese durch Überbeine und Knoten entstellt sind. Sicher lassen sich beide "Schönheitsfehler" auch operieren. Das Risiko ist dabei jedoch hoch. Niemand kann garantieren, dass nach der Operation die Finger wieder normal beweglich sind und keine Beeinträchtigungen vorliegen. Wer sich keiner OP unterziehen möchte, der kann seine Finger durch Schmuck verschönern. Etliche Designer haben sich darauf spezialisiert, dass sie Ringe in Spiralform kreieren, die Knoten und Überbeine dezent verdecken.

Keine Frage, wer gerne und viel handarbeitet, der wird mit den Jahren unter dem Nachlassen der Feinmotorik zu leiden haben. Auch Berufe, wie Gärtner, Feinmechaniker oder Buchhalter sind nahezu prädestiniert, am Nachlassen der Feinmotorik zu leiden. Jede schwere körperliche Tätigkeit führt unweigerlich dazu. In vielen Fällen spielt auch die Überlastung der Wirbelsäule eine Rolle. So führen auch Bandscheibenvorfälle im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule zum Nachlassen der Feinmotorik.

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