Feige

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. November 2016
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Feigen gehören zu den ältesten domestizierten Nutzpflanzen überhaupt. Bereits in der Antike wurden sie als Grundnahrungsmittel verehrt und reichlich angebaut. Sie schmecken nicht nur gut, sondern haben auch eine ganze Reihe an positiven Effekten auf die Gesundheit.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der Feige

Bei der Echten Feige (Ficus carica) handelt es sich um eine Pflanzenart aus der Gattung der Feigen (Ficus). Angebaut wird sie im gesamten Mittelmeerraum. Der sommergrüne, laubwerfende Strauch beziehungsweise Feigenbaum wird zwischen drei und zehn Metern hoch. Seine Äste wachsen niedrig und in die Breite, die Krone ist ausladend. Der Stamm des Feigenbaums ist häufig knorrig, gedreht oder gebogen. Die Rinde hat in der Regel eine hellgraue Farbe und ist glatt in ihrer Struktur.

Die gesamte Pflanze enthält Milchsaft, welcher unter anderem in der Volksheilkunde eingesetzt wird. Die Blätter des Feigenbaums sind ledrig und haben einen gezähnten Blattrand sowie eine rauhaarige Oberseite. Sie können bis zu zwanzig Zentimeter breit werden. Der Blütenstand ist birnenförmig und bei vielen Feigenarten einhäusig getrenntgeschlechtig. Es sind also sowohl weibliche als auch männliche Blütenstände an einem Exemplar zu finden.

Nach drei bis fünf Monaten entwickelt sich der weibliche Blütenstand zur Feige. Die Steinfrucht enthält im Inneren kleine Kerne und ist kugel- bis birnförmig. Ihre Färbung ist je nach Art grün bis dunkelviolett, das Fruchtfleisch rot gefärbt. Essbar ist vor allem die Haus- beziehungsweise Essfeige. Sie besitzt nur weibliche Blüten und hat den Namensanhang var. domestica. Seit der Antike wird die Feige im gesamten Mittelmeerraum kultiviert, wobei ihre Herkunft nicht sicher belegt ist. Sie findet sich auch verwildert wieder.

Wirkung & Anwendung

Jährlich werden bis zu 1,5 Millionen Tonnen Feigen geerntet. Davon wird ein großer Teil getrocknet. Dies erfolgt entweder in der Sonne oder in Heißluftöfen. Während die Feige normalerweise um die 80 Prozent Wasser enthält, wird beim Trocknen ihr Wassergehalt auf bis zu 18 Prozent gesenkt. Der Zuckergehalt steigt auf rund 60 Prozent an. Die Hauptverwendung der Feigen ist ihre Nutzung als Obst im Handel und auf Märkten.

Allerdings wird der Saft der Feigen auch zu Dessertwein verarbeitet und vertrieben. Zudem wird die Feige in einigen Ländern auch geröstet und als Feigenkaffee verkauft. In Spanien und Portugal wird sie sogar zu Feigenkäse verarbeitet. Im 13. und 15. Jahrhundert wurde das Holz des Feigenbaumes zu Holztafeln verarbeitet. Diese wurden in der Malerei genutzt.

Hinzu kommt die Verwendung des weißen Milchsafts in der Volksmedizin. Hier findet sie beispielsweise Verwendung gegen Warzen oder Mückenstich. Allgemein enthält die Feige eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen wie Kohlenhydraten, Ballaststoffen, verschiedene Vitaminen – besonders Vitamin B1 – und Mineralstoffen.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Feigen haben eine nicht zu verachtende Wirkung auf die Gesundheit. Die vielen verschiedenen Inhaltsstoffe wirken sich positiv auf den nahezu gesamten Organismus aus. So wirken Feigen beispielsweise als Antioxidantien und schützen den Körper vor Zellschädigungen. Das enthaltene Vitamin C schützt zudem die Gefäßwände vor Verkalkung. So kann Erkrankungen wie Arteriosklerose vorgebeugt werden. Feigen sind reich an Ballaststoffen. So enthalten sie vor allem Pektine.

Einerseits wird so die Verdauungstätigkeit gefördert und Verstopfungen verhindert und andererseits rufen Ballaststoffe ein schnelles Sättigungsgefühl hervor. Dadurch sind sie ideal bei Diäten und können auf gesunde Weise beim Abnehmen helfen. Hinzu kommt die optimale Zusammensetzung von Zucker in Feigen, welche den Blutzuckerspiegel reguliert. Damit können sie – auch als Tee – den Insulinspiegel bei Diabetes senken.

Seit der Antike wird die Feige im gesamten Mittelmeerraum kultiviert, wobei ihre Herkunft nicht sicher belegt ist. Sie findet sich auch verwildert wieder.

Sie sind außerdem ein reichhaltiger Kohlenhydrat- und Eiweißlieferant und fördern die Bildung des guten HDL-Cholesterins. Aufgrund ihrer hohen Kaliummenge senken sie den Blutdruck und versorgen den Körper mit Eisen. Dadurch können sie Anämien vorbeugen. Zudem wirken sich die enthaltenen Mineralstoffe positiv auf die Konzentration aus. Kalzium, Eisen, Phosphor, Mangan, Magnesium und Zink erhöhen die Gedächtnisleistung und können so beispielsweise für Schüler und Studenten in Lernphasen der optimale und gesunde Zwischensnack sein.

Ganz nebenbei wird der Feige noch eine positive Wirkung bei Tumorerkrankungen zugeschrieben. Dafür verantwortlich sind mitunter die enthaltenen Ballaststoffe und die Omega-3- und -6-Fettsäuren. Bei Krankheit eignet sich Feigentee gegen Husten. Sie sind antibakteriell und damit auch äußerlich bei Hauterkrankungen einsetzbar. Ihre antiseptische und abschwellende Wirkung hilft, Beschwerden zu lindern und fördert die Heilung.

Das enthaltene Kalzium stärkt nebenbei Knochen und Zähne und hilft, sie gesund zu erhalten. Feigen haben außerdem eine viel versprechende Wirkung auf den Gemütszustand. So dienen sie dem Stressabbau und fördern die Zufriedenheit. Außerdem können sie für besseren Schlaf sorgen und sind damit ein wirksames Mittel bei Schlafstörungen. Der Grund dafür sind die vielen verschiedenen Vitamine, die in der Feige enthalten sind.

Zusätzlich findet sich in Feigen das Protein Tryophan, welches als Vorstufe des Glückshormons Serotonin die Stimmung aufhellt und die Laune heben kann. Damit kann die Feige als Allrounder für die Gesundheit angesehen werden. Sie findet sowohl innerlich als Nahrungsmittel als auch äußerlich bei Hautbeschwerden Anwendung und zeigt eine ganze Reihe von aussichtsreichen Effekten auf den menschlichen Körper.

Aufgrund der großen Menge an Ballaststoffen und Zucker können empfindliche Menschen nach dem Essen von Feigen allerdings mit Darmbeschwerden reagieren. Daher sollten auch Feigen nur in Maßen zu sich genommen werden.

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