Faltenunterspritzung

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 26. Oktober 2017
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Nie waren die Medizin und auch die Kosmetikindustrie so weit wie heute, um uns möglichst lange ein gesundes und jugendliches Aussehen zu ermöglichen. Während früher noch zu umfangreichen, nicht ungefährlichen Methoden, wie Facelifts gegriffen wurde, um ein straffes Gesicht zu behalten, erfreuen sich heute vor allem kleine, minimalinvasive Eingriffe stetig wachsender Beliebtheit. Faltenunterspritzungen mit Hyaluronsäure oder Botulinumtoxin (Botox®) sind vergleichsweise kostengünstig, risikoarm und sind längst nicht mehr nur den Hollywoodstars vorbehalten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Faltenunterspritzung?

Unter Faltenunterspritzungen versteht man Injektionen mit faltenglättenden oder auffüllenden Mitteln, meistens werden diese ins Gesicht des Kunden bzw. Patienten gegeben.

Ziel dieser Unterspritzungen ist es, Mimikfalten durch gezielte Lähmung des Muskels zu reduzieren (Botulinumtoxin) oder Teile des Gesichts wie Lippen, Nasolabialfalte, Wangenknochen etc. mit Hilfe von Eigenfettunterspritzungen, Hyaluronsäure oder weiteren Mitteln aufzufüllen, um ein jugendliches, straffes Aussehen wiederherzustellen.

In erster Linie führen Ärzte diese Maßnahmen als kostenpflichtige, kosmetische Behandlung durch. Nur ein ausgebildeter Behandler kann ein ästhetisches Ergebnis mit möglichst wenig Nebenwirkungen garantieren.

Funktion, Wirkung & Ziele

Das Nervengift Botulinumtoxin, das den meisten unter seinem Handelsnamen Botox(R) bekannt sein dürfte, wird bereits seit einigen Jahrzehnten zu therapeutischen Zwecken eingesetzt, zum Beispiel um Spastiken zu lösen oder übermäßiges Schwitzen zu kontrollieren.

Zu kosmetischen Behandlungen wird dieses Mittel erst seit ca. 25 Jahren verwendet, seit etwa zehn Jahren ist es einer breiten Masse bekannt und wird nahezu weltweit zur Faltenunterspritzung angeboten. Auffüllende Mittel zur Faltenunterspritzung finden etwa seit derselben Zeit Verwendung, im Laufe der Jahre ist die Bandbreite an entsprechenden Wirkstoffen und Präparaten stetig gewachsen.

Botulinumtoxin lähmt den Muskel, in den es gespritzt wird, für mehrere Monate. Auf diese Weise ist es zum Beispiel nicht mehr möglich, die Stirn zu runzeln. Das Gesicht erhält ein glatteres, faltenfreies Aussehen.

Botulinumtoxin funktioniert allerdings nur bei Mimikfalten, bei Lippen oder Wangenknochen demnach nicht. Hier können sogenannte "Filler" eingesetzt werden. Eigenfett, das beim Kunden bzw. Patienten entnommen wird, kann solche Körperregionen aufpolstern.

Auch Hyaluronsäure wird auf diese Weise eingesetzt. Inzwischen gibt es auch weitere Präparate, die zum Beispiel Wangenknochen rekonstruieren können (Radiesse®) und sich auf den jeweiligen Knochen legen und auch entsprechend aushärten.

Dieses Mittel kann einige Jahre wirken und baut sich dann ab. Filler aller Art wie auch Botulinumtoxin wirken in der Regel nur einige Monate. Das Ziel solcher Anwendungen ist in aller Regel ein faltenfreies, jugendliches, makelloses Aussehen um einige Jahre jünger zu wirken. Daher übernehmen Krankenkassen auch nicht die Kosten für einen solchen Eingriff.

Mit Hilfe einer Faltenunterspritzung werden Falten gemindert und die Haut optisch verjüngt. Meist ist hierbei Botox (Abkürzung für Botulinumtoxin A) das Mittel der Wahl.
Schematische Darstellung zum Vergleich von junger Haut und alter Haut mit Faltenbildung. Klicken, um zu vergrößern.

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Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Die Risiken und Nebenwirkungen von Faltenunterspritzungen sind zwar überschaubar, aber dennoch nicht zu unterschätzen. Da es sich bei Botulinumtoxin um ein Nervengift handelt, das den Muskel über einige Monate lähmt, kann es zu unerwünschten Lähmungserscheinungen kommen, die kein ästhetisches Erscheinungsbild mehr darstellen.

Es kann auch, meist auf Wunsch des Patienten, in Folgesitzungen zu Überdosierungen kommen, da sie die Wirkung als zu gering empfinden, obwohl es schon zu einer sichtbaren Minderung der Falten gekommen ist. Schwellungen, Blutergüsse, Entzündungen können bei jeder Injektion auftreten. Es gibt auch sogenannte Therapieversager, bei denen Botulinumtoxin gar nicht wirkt. Hyaluronsäure, Eigenfett und weitere Filler können ebenfalls zu übermäßig eingesetzt werden.

Sowohl "Schlauchbootlippen" als auch die maskenhaften Gesichter einiger Prominenter dienen hier sicher als abschreckende Beispiele. Zwar sind die Preise im Vergleich zu bisherigen, umfangreicheren Behandlungen relativ gering, jedoch mit einigen hundert Euro durchaus nicht für jedermann erschwinglich, zumal die Behandlung alle paar Monate bzw. halbjährlich wiederholt werden muss, um einen dauerhaften Effekt zu erhalten.

Grundsätzlich sind Faltenunterspritzungen aber eine recht risikoarme und effektive Methode um Falten zu behandeln, zumal hier Erfolge erzielt werden, die keine Antifaltencreme, keine Gesichtsgymnastik und keine Gesichtsmassage jemals erreichen kann. Ob und für wen diese Methoden in Frage kommen und für welche der Einzelne geeignete ist, wird immer im persönlichen Beratungsgespräch entschieden werden.

Bücher über Falten im Gesicht

Quellen

  • Bleese, N., Mommsen, U., Schumpelick, V.: Kurzlehrbuch Chirurgie. Thieme, Stuttgart 2010
  • Stumpf, M., Kasperk, R., Schumpelick, V.: Operationsatlas Chirurgie. Thieme, Stuttgart 2013
  • Vogt, P. M.: Praxis der Plastischen Chirurgie. Springer, Heidelberg Berlin 2011

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