Facelift

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 20. Oktober 2017
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Ein Facelift oder Facelifting ist ein kosmetischer Eingriff, der die Gesichtshaut an Wangen, Stirn oder Hals straffen soll. Es fällt somit in den Bereich der plastischen und ästhetischen Chirurgie und ist eine sehr häufig durchgeführte Schönheitsoperation.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Facelift

Unter einem Facelift, auch unter dem deutschen Begriff Gesichtsstraffung bekannt, verstehen Experten einen operativen Eingriff aus dem Fachbereich der Schönheitschirurgie.

Dabei wird die Gesichtshaut, wie der Name bereits vermuten lässt, gestrafft, indem sie glatt gezogen und anschließend so vernäht wird, dass ein natürlich wirkendes Äußeres entsteht und keine Nähte sichtbar sind. Auf diese Weise sollen Falten verschwinden und ein allgemein jüngeres und frischeres Äußeres erreicht werden. Erste Berichte über Facelifts sind aus dem frühen 20. Jahrhundert bekannt.

Heutzutage stehen den Operateuren unterschiedliche Methoden zur Verfügung, mit denen die gewünschte Straffung der Gesichtshaut erreicht werden kann. Wie jede Operation birgt auch dieser Eingriff Risiken, die äußeres Erscheinungsbild und Gesundheit des Patienten schlimmstenfalls nachhaltig beeinträchtigen können.

Funktion, Wirkung & Ziele

Ein Facelift ist ein chirurgischer Eingriff, der in den meisten Fällen keine medizinische Notwendigkeit aufweist. Er findet demnach auf Wunsch des Patienten statt, der mit seinem Aussehen nicht mehr zufrieden ist.

Meist handelt es sich dabei um Menschen mittleren Alters, die sich ein jüngeres Erscheinungsbild wünschen. Das im Alter nachlassende Volumen der Haut und des Gewebes wird hier durch ein „Glattziehen“ ausgeglichen. Durchgeführt wird die Operation von plastischen Chirurgen, aber auch von HNO-Ärzten, Augenärzten oder Gesichtschirurgen. Das Prinzip des Facelifts besteht darin, die Haut und das darunterliegende Gewebe künstlich zu straffen. Meist wird zur Straffung nicht die Oberhaut, sondern die Unterhaut bzw. die sich darunter befindenden Strukturen gestrafft.

So soll sichergestellt werden, dass der Effekt nach dem Eingriff besonders lange anhält. Die betreffenden Haut- und Muskelpartien der jeweiligen Region werden in verschiedene Richtungen gestrafft. Anschließend wird die Haut so vernäht, dass die Nähte wenn möglich nicht sichtbar sind und keine Spannung der Gesichtshaut vorliegt.

Ein Facelift ist ein kosmetischer Eingriff, der die Gesichtshaut an Wangen, Stirn oder Hals straffen soll.

Überschüssige Haut wird operativ entfernt. Zum Vernähen werden unterschiedliche Fäden verwendet. Der durchführende Operateur hat die Möglichkeit, das Facelift minimalinvasiv oder auch mithilfe von Zentimeterlangen Schnitten durchzuführen.

Erstere Variante hinterlässt deutlich geringere Narben – ein Entfernen der überschüssigen Haut ist auf diese Weise allerdings nicht möglich, sodass diese Art des Eingriffs nicht immer erfolgen kann (meist wird sie nur für Stirnliftings angewendet). Die häufigsten Facelifts betreffen den Wangen-, Stirn- oder Halsbereich. Nach erfolgter Operation beträgt die Abheilphase bis zu acht Wochen.

Während dieser Zeit kommt es meist zu Schwellungen und Verfärbungen im Gesicht, sodass die Gesellschaftsfähigkeit des Patienten deutlich eingeschränkt ist. Wie schnell und gut das Abheilen tatsächlich erfolgt, hängt auch vom Patienten selbst und nicht zuletzt auch von der Professionalität des durchgeführten Eingriffs ab.

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Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Wie jede Operation birgt auch ein Facelift bestimmte Risiken und Nebenwirkungen. Da der Eingriff in Vollnarkose durchgeführt wird, muss vorab die allgemein körperliche Verfassung des Patienten untersucht werden, um Komplikationen durch die Anästhesie auszuschließen.

Kommt es nach dem Eingriff zu Problemen etwa bei der Wundheilung, sind diese meist deutlich sichtbar, was für den Betroffenen eine zusätzliche psychologische Belastung darstellen kann. Verheilen die Nähte nicht vollständig, kann es zu unschönen Narbenbildungen kommen, die das Erscheinungsbild des Patienten stark beeinträchtigen können. Wird bei dem Eingriff etwa der Nervus facialis verletzt, kommt es zu Einschränkungen in der Beweglichkeit der Gesichtsmuskulatur. Eine ausgeprägte Mimik, wie sie zuvor vorhanden war, ist dann in den betroffenen Regionen nicht mehr möglich.

Diese Lähmungen können monatelang andauern oder sogar dauerhaft auftreten, je nachdem, wie schwer der Nerv verletzt wurde. Unter Umständen kommt es auch zu Taubheitsgefühlen in bestimmten Gesichtsbereichen, wenn andere Nerven in der Gesichts- oder Kopfgegend durch das Facelift beschädigt wurden. Mediziner, die Facelifts durchführen, werden oftmals speziell geschult, um diese lästigen und für den Betroffenen sehr unangenehmen Komplikationen zu vermeiden.

Bücher über Schönheitsoperation & Schönheitschirurgie

Quellen

  • Bleese, N., Mommsen, U., Schumpelick, V.: Kurzlehrbuch Chirurgie. Thieme, Stuttgart 2010
  • Stumpf, M., Kasperk, R., Schumpelick, V.: Operationsatlas Chirurgie. Thieme, Stuttgart 2013
  • Vogt, P. M.: Praxis der Plastischen Chirurgie. Springer, Heidelberg Berlin 2011

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