Ernährung und Diät bei Bluthochdruck Teil 2

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. Dezember 2016
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Der Eiweißgehalt im Essen sollte täglich 80 Gramm Roheiweiß nicht übersteigen. Das entspricht einer Fleisch- und Fischmenge, wie sie eigentlich durchschnittlich gegessen wird. Allerdings sollten möglichst magere Sorten verwendet werden. Vom Wurstgenuß ist wegen des relativ hohen versteckten Fettanteils (oft sind es 60 bis 70 Prozent) und des hohen Salzgehalts wegen abzuraten.

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Inhaltsverzeichnis

Darf man Fettiges bei Bluthochdruck essen

Eier können verzehrt werden, sollten aber nicht zu häufig im Speiseplan bzw. auf dem Frühstückstisch erscheinen. Alle Zubereitungsarten sind erlaubt. Da Milch, wie bereits erwähnt, außer Eiweiß relativ viel Salz enthält (ein Liter etwa 1,6 Gramm), sollte täglich nicht mehr als ein viertel Liter verwendet werden, auch als Dickmilch, Joghurt oder Buttermilch.

Weil bei allen Gefäßerkrankungen dem Fett große Bedeutung zukommt, darf die Gesamtmenge täglich 50 bis 70 Gramm nicht überschreiten. Hierbei sollte die Butter nur einen Anteil von 10 bis 20 Gramm haben und zum Streichen einer oder zwei Brotscheiben verwendet werden. Zum Kochen, Braten und Anrichten von Salaten sind die Vollölsorten, die kaltgepresst hergestellt werden, zu empfehlen. Sie enthalten einen hohen Anteil von ungesättigten Fettsäuren, denen man eine erhöhte Bedeutung in der Arteriosklerosebekämpfung zuschreibt.

Reisdiät

Die beste Eiweiß-, Salz- und Fetteinschränkung erreicht man mit einer Reisdiät. Diese Diät besteht aus 250 bis 400 Gramm Reis. 150 Gramm Honig und aus Obst, roh oder gekocht. Der Reis wird in Wasser, in Fruchtsaft oder unter Hinzufügen von Obst gekocht. Man kann auch eingeweichtes Trockenobst verwenden, eingewecktes Obst aber nach Möglichkeit nicht. Die angegebene Menge muss nun über den Tag verteilt werden. Die Variationsmöglichkeit besteht in strenger Form nur durch das Wechseln der Obstsorten. Ist die Durchführung nicht so streng, kann statt Obst auch Gemüse verwendet werden, natürlich auch als Rohkost. Diese Reisdiät kann für die Senkung des Blutdrucks über einige Tage, aber auch für eine ganze Reihe von Monaten, mit Erfolg angewendet werden.

Den wichtigsten Anteil der Ernährung bildet das Gemüse. Die Gemüse haben einen hohen Gehalt an Kalium, das gewissermaßen der Gegenspieler des Natriums ist.

Für den Hypertoniker ist es außer der Eiweiß-, Salz- und Fettbeschränkung wichtig, die Flüssigkeitszufuhr in Grenzen zu halten, denn Herz- und Kreislauf sollen nicht unnötig belastet werden. Die Verminderung der Flüssigkeitszufuhr betrifft jedoch nicht nur die Trinkmenge, sondern auch die Suppen. Man wird sich in dieser Hinsicht eindeutig Beschränkungen auferlegen müssen und nur ganz selten einmal eine Vorsuppe genießen dürfen. Wenn man sich aber an die Verminderung der Salzmenge hält, dann fällt es gar nicht schwer, die Gesamtflüssgkeitszufuhr zu verringern, da man weniger Durst verspürt. Der Genuss von Obst- und Fruchtspeisen ist sehr zu empfehlen, weil sie den Durst löschen und gleichzeitig Mineral- und Vitaminträger sind. Die Getränke sollen in Form von Frischsäften aus Gemüse und Obst genossen werden. Kleine Mengen von Mineralwässern kommen dann in Betracht, wenn sie kein Salz enthalten. Wein, Kaffee und Tee dürfen nur mit Einverständnis des Arztes getrunken werden.

Viel Gemüse

Den wichtigsten Anteil der Ernährung bildet das Gemüse, denn auch die Kohlenhydrate, wie Brot, Kartoffeln und Teigwaren, dürfen nur in bescheidenem Maße genossen werden. Die Gemüse haben einen hohen Gehalt an Kalium, das gewissermaßen der Gegenspieler des Natriums ist. Es führt zur Entwässerung des Körpers und hilft so, den Blutdruck zu senken. Am besten ist es natürlich, das Gemüse roh zu verzehren, dann muss es aber gut zerkleinert werden, um Magen und Darm nicht übermäßig zu belasten. Es können alle Gemüsesorten verwendet werden. Am besten dünstet man sie, weil die Geschmacksstoffe dabei am besten erhalten bleiben.

Diese Diät stellt einige Anforderungen an die Willenskraft und Disziplin des Menschen. Um sie erfolgreich durchzuführen, sollte man sich stets an einen sehr hübsch gedeckten Tisch setzen und mit Ruhe und Muße essen, denn bei der Behandlung der Hypertonie spielen diese Faktoren eine wichtige Rolle. Durch das Zusammenwirken dieser Dinge wird für den Kranken, gerade bei der Nahrungsaufnahme, ein Schutzmechanismus geschaffen, der die Wiederherstellung der Funktionen von Herz und Kreislauf unterstützt.

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