Ernährung und Diät bei Bluthochdruck Teil 1

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. Dezember 2016
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Bluthochdruck ist eine sehr verbreitete Krankheit, die verschiedenen Ursachen haben kann. Sie kann sowohl durch eine Herzerkrankung als auch durch eine Nierenerkrankung hervorgerufen werden. Die häufigste Ursache ist aber die Arteriosklerose, auch Arterienverkalkung genannt, ein Zustand, bei dem die Blutgefäße ihre Elastizität verlieren. Genauer gesagt, handelt es sich bei der Verkalkung anfangs um eine Verfettung, das heißt, die Menge der im Blut transportierten Fette – der sogenannten Serumlipoide – nimmt dabei zu.

Inhaltsverzeichnis

Bluthochdruck schon in jungen Jahren

Damit ist aber nicht gesagt, dass zu hoher Blutdruck ausschließlich eine Alterserscheinung ist. In den letzten Jahren beobachtet man auch bei jungen Menschen, etwa vom 15. Lebensjahr aufwärts, die Neigung zu hohem Blutdruck. Herz- und Nierenerkrankungen spielen dabei selten eine Rolle. Die Ursache liegt meistens in der Reaktion des zentralen Nervensystems auf Umweltfaktoren.

Schematische Darstellung zur Anatomie und Aufbau der Arterien und des Blutkreislaufes bei Bluthochdruck. Klicken, um zu vergrößern.

Statistisch ist erwiesen, dass die Zahlen der an Blutdruckerhöhung leidenden Jugendlichen in England und Amerika am höchstens sind.

Nach der Pawlowschen Lehre sind ja bekanntlich alle Vorgänge im menschlichen und tierischem Körper durch das Zentralnervensystem zu beeinflussen und damit auch weitgehend lenkbar. Es liegt auf der Hand, dass Lebensunsicherheit, Armut, Gewalt und Angst nervlich bedingte Blutdruckerhöhungen häufiger werden lassen.

Zu hoher Blutdruck – auch der zentral-nerval bedingte – begünstigt in allen Organen des menschlichen Körpers das Entstehen der Arteriosklerose. Sowohl die frühzeitig eintretende Arbeitsunfähigkeit als auch die verhältnismäßig hohe Sterblichkeitsrate bei dieser Erkrankung geben Anlass, alle nur möglichen Mittel zu ihrer Bekämpfung auszunutzen.

Diät & Ernährung

Neben den ärztlichen, vor allem den medikamentösen Maßnahmen, gehört die frühzeitige richtige Änderung des Lebensstils und eine ausgerichtete gesunde Ernährung zu den Möglichkeiten, Bluthochdruck günstig zu beeinflussen oder sogar zu verhindern. In diesem Beitrag soll deshalb auf die wichtigsten Diätmaßnahmen hingewiesen werden.

Die Ernährung muss nach folgenden Grundsätzen aufgebaut sein: Kochsalzarmut, Roheiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettbeschränkung (in Bezug auf die Gesamtkalorienzahl) bei gleichzeitigem Vitamin- und Mineralienreichtum. Da das Kochsalz in allen Nahrungsmitteln enthalten ist, allerdings in unterschiedlicher Menge, wird man also lernen müssen, welche Nahrungsmittel unbedingt zu vermeiden sind. So vor allem Pökelfleisch, Speck, Kassler, alle marinierten und geräucherten Fische, wie Bücklinge und Fischkonserven, sowie Brüh- und Fleischsuppen.

Fast alle Käsesorten, gesalzene Butter, gesalzenes Brot, Sauerkraut und eingelegte Gurken. Alle käuflichen Fleisch- und Gemüsesalate, Salzkartoffeln und Milch in größeren Mengen, da diese relativ viel Kochsalz enthalten. Bei der Zubereitung der Speisen darf deshalb nicht noch Salz hinzugefügt werden. Selbst Kochsalzersatzmittel, die meist als Diätsalz kenntlich gemacht sind, sollte man möglichst vermeiden.

Kochen ohne Salz

Wie kann das Essen nun trotzdem schmackhaft gemacht werden? Da müssen die Küchenkräuter helfen: Petersilie, Dill, Schnittlauch, Bohnenkraut und Majoran, Zwiebeln und Meerrettich. Auch Gewürze, wie Nelken, Paprika, Muskat, Pfeffer, Lorbeerblatt, Gewürzkörner, Zimt und Vanille, dürfen genommen werden. Um den Geschmack noch weiter zu verbessern, darf man braten und rösten, denn dadurch wird die Salzarmut nicht so stark empfunden. Auch das Ansäuern einiger Gerichte mit Essig oder Zitrone sowie die süßsäuerliche Geschmacksnote sind zu empfehlen.

Wenn man auf den Salzgeschmack gar nicht verzichten kann, so darf beim Zubereiten von Fleisch- und Kartoffelgerichten eine geringe Menge Diätsalz verwendet werden. Es sei aber gesagt, dass auch Diätsalz nicht kochsalzfrei ist und das im Kochsalz enthaltene Natrium einen entscheidenden Einfluss auf den Bluthochdruck hat, da Natrium stark wasserbindend ist. Je mehr Salz sich der Mensch zuführt, desto mehr Wasser hält der Organismus fest, ein Vorgang der Schwellungen der Beine und des Körpers zur Folge haben kann.

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