Erdbeere

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Erdbeeren gehören zu den mit Abstand beliebtesten Früchten der Deutschen und gelten als besonders gesund und wohlschmeckend. Doch was macht die roten Beeren so beliebt und haben sie ihren guten Ruf zurecht?

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über die Erdbeere wissen

In Deutschland beginnt die Erdbeersaison Mitte Mai und endet zwischen Ende Juli und Anfang August. Während dieser Zeit sind frische Erdbeeren aus Deutschland überall günstig zu bekommen. Diese gelten als qualitativ besonders hochwertig und sind allein wegen ihrer Frische sehr gesund.

Außerhalb dieser Saison sind zwar auch häufig Erdbeeren im Angebot, die zudem häufig noch günstiger sind als die deutsche Ware, jedoch kommen diese dann aus entfernten Ländern wie Spanien, Israel oder Marokko. Der Nachteil bei dieser Importware liegt in der Behandlung durch die Hersteller. Um die Erdbeeren haltbar zu machen und für den langen Transport vorzubereiten, werden diese nämlich häufig mit Chemikalien und Pestiziden behandelt. In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass ausländische Ware als deutsche Erdbeeren etikettiert wird. Um einem solchen Betrug vorzubeugen, sollten Erdbeeren während der Saison nach Möglichkeit immer direkt beim Erzeuger bzw. beim Bauern gekauft werden.

Vor allem der hohe Vitamin-C-Gehalt der Erdbeere von 60 Milligramm pro 100 Gramm sorgt für starke Abwehrkräfte und hilft, den empfohlenen Tagesbedarf von knapp 100 Milligramm schnell zu decken. Schon eine Handvoll Erdbeeren deckt so den Tagesbedarf an Vitamin C.

Dann sind sie aufgrund der geringen Lagerzeit in der Regel auch am frischsten und enthalten mehr natürliche Inhaltsstoffe und Vitamine als wenn sie erst zum Markt oder in den Supermarkt transportiert und dort zwischengelagert werden müssen. In manchen Fällen sind sie dann sogar auch noch ein wenig günstiger als beim Händler. Am günstigsten und frischsten sind aber natürlich selbstgezüchtete Erdbeeren. Auf dem Balkon oder im heimischen Garten gedeihen diesen während der Saison prächtig, wenn sie mit reichlich Wasser, Sonne und humusreicher Erde verwöhnt werden. Am besten geeignet für den heimischen Anbau sind Walderdbeeren oder Kreuzungen aus Gartenerdbeeren.

Den besten und intensivsten Geschmack haben Erdbeeren, wenn sie gerade reif geworden sind. Dies ist an der sattroten, gleichmäßigen Färbung sowie an den frischen grünen Blättern erkennbar. Außerdem sind reife Erdbeeren fest und versprühen einen intensiven, fruchtigen Duft. Zu reife Früchte sind dagegen dunkelrot, matschig und die Blätter kleben an ihnen fest. Frische Erdbeeren zeichnen sich durch ihren angenehm süßen Geschmack aus und sind dabei leicht erfrischend säuerlich.

Bedeutung für die Gesundheit

Früher galten Erdbeeren als natürliches Heilmittel und wurden wegen ihres enorm hohen Eisengehalts unter anderem zur Behandlung von Blutarmut eingesetzt. Darüber hinaus wird Erdbeeren wegen des in ihnen enthaltenen Kaliums ein positiver Effekt für die Entschlackung und Entwässerung des Körpers zugeschrieben, weil Kalium die Nierentätigkeit anregen kann.

Giftstoffe können so besser und schneller aus dem Körper gespült werden. Erdbeeren sind auch reich an Ballaststoffen, die wichtig für eine gute Verdauung sind. Den sich in den Erdbeeren befindenden sogenannten sekundären Pflanzenstoffen wird zudem eine bestimmten Krebsarten vorbeugende Wirkung nachgesagt. Ferner sollen Erdbeeren bei der Linderung bestimmter Symptome von Rheuma und Gicht helfen. Bei gesunden Menschen tragen Erdbeeren durch ihre zahlreichen wertvollen und gesunden Inhaltsstoffe wie Mineralien und Vitamine dagegen vor allem zu einem guten und robusten Immunsystem bei und helfen so, der Entstehung von Krankheiten vorzubeugen.

Vor allem der hohe Vitamin-C-Gehalt von 60 Milligramm pro 100 Gramm sorgt für starke Abwehrkräfte und hilft, den empfohlenen Tagesbedarf von knapp 100 Milligramm schnell zu decken. Schon eine Handvoll Erdbeeren deckt so den Tagesbedarf an Vitamin C.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Erdbeeren sind vor allem wegen ihres enorm hohen Wassergehalts von knapp 90 Prozent sehr kalorienarm. So haben 100 Gramm Erdbeeren gerade einmal etwa 34 Kalorien. Die restlichen 10 Prozent machen vor allem Kohlenhydrate (5,5 Gramm) und Ballaststoffe (ca. 2 Gramm) aus, wobei ein Großteil der Kohlenhydrate (etwa 5,2 Gramm) Zucker sind. Da es sich dabei aber nicht um den ungesunden industriell verarbeiteten Zucker, sondern um natürlichen Fruchtzucker handelt, ist dies nicht weiter tragisch.

Der Proteingehalt von ca. 0,8 Gramm und der Fettgehalt von ca. 0,4 Gramm sind dagegen fast nicht erwähnenswert. Neben den bereits erwähnten fast 60 Milligramm Vitamin C sind zudem noch Vitamin E sowie die Vitamine B1, B2 und B6 in allerdings sehr geringen Mengen enthalten. Hinzu kommen die Mineralstoffe Eisen, Zink, Magnesium, Chlorid, Mangan, Schwefel, Kalium, Kalzium, Phosphor und verschwindend geringe Mengen an Jod und Fluorid.

Unverträglichkeiten & Allergien

Der Verzehr von Erdbeeren ist vor allem für Menschen, die an einer Fructose- und/oder einer Histaminintoleranz leiden, bedenklich. Wie viele Früchte enthalten Erdbeeren den Einfachzucker Fructose, der bei Menschen mit einer Fructoseintoleranz zu verschiedenen Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit oder Magenkrämpfen führen kann.

Im Falle einer Histaminintoleranz reagiert der Organismus dagegen empfindlich auf das von den Erdbeeren bei der Verdauung freigesetzte Hormon Histamin. Die Folgen reichen von Sodbrennen und Übelkeit bis hin zu Erbrechen, Ausschlag und Migräne.

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Einkaufs- & Küchentipps

Erdbeeren sollten nach Möglichkeit nur während der nationalen Saison, die von Mitte Mai bis Anfang August geht, gekauft werden. Die frischste und somit auch gesündeste Ware erhält man beim Kauf direkt vom Erzeuger bzw. Bauern. Bei manchen Bauern können die Früchte sogar direkt vom Feld gepflückt werden. Sollte kein Bauer in der Nähe sein, sollten die Erdbeeren zumindest aus der Region stammen.

Da Erdbeeren sehr empfindlich und leicht verderblich sind, sollten sie bis zum Verzehr maximal zwei Tage abgedeckt im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden. Früchte mit Druckstellen am besten direkt aussortieren, da diese zur raschen Schimmelbildung neigen. Die Erdbeeren vor der Verarbeitung gründlich abwaschen und die Stiele und Blätter entfernen. Deutlich länger halten sich Erdbeeren tiefgekühlt im Gefrierfach. Allerdings eignen sich ganze Früchte nicht besonders dazu, da sie nach dem Auftauen oft matschig werden. Die Erdbeeren vor dem Einfrieren daher lieber pürieren.

Zubereitungstipps

Außer zum Verzehr in ihrer natürlichen, unbehandelten Form eignen sich Erdbeeren auch hervorragend zur Verarbeitung zu Kompott oder Marmelade. Dazu müssen die Früchte zusammen mit Gelierzucker im Verhältnis 3 zu 1 in einen Topf gegeben, mit einem Pürierstab zerkleinert und vermischt und dann langsam und unter ständigem Rühren aufgekocht werden. Je nach Belieben können beim Pürieren noch größere Fruchtstücke übrig gelassen werden. Nach etwa dreiminütigem Kochen die Marmelade schnell in Gläser füllen und diese dann sofort auf den Kopf stellen.

Erdbeeren sind ein wahres Wunderwerk der Natur. Sie sind nicht nur lecker, gesund und kalorienarm, sondern lassen sich auch noch in verschiedenen leckeren Varianten zubereiten. Leider ist die Saison relativ kurz und Erdbeeren aus dem Ausland hinsichtlich Qualität und Güte nicht mit den einheimischen zu vergleichen.

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