Epikutantest

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 20. September 2017
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Der Epikutantest ist ein Testverfahren, mit welchem Kontaktallergien nachgewiesen und entdeckt werden können. Oftmals wird der Epikutantest auch als Pflastertest oder Patch-Test bezeichnet, da Pflaster für bis zu zwei Tage auf die Haut aufgebracht werden. Der Epikutantest ist nur für Kontaktallergien des Spättyps empfehlenswert.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Epikutantest?

Als Epikutantest wird ein Test bezeichnet, bei welchem verschiedene womöglich Allergie auslösende Substanzen auf die Haut aufgetragen werden.

Der Auftrag erfolgt mit Hilfe von speziellen Pflastern. Der Epikutantest ist ausschließlich für den Nachweis von Allergien des Spättyps vorgesehen und unterscheidet sich daher von anderen Hauttests zum Allergienachweis (wie Prick-Test, Prick-to-Prick-Test, Reibetest), bei welchen eine Reaktion bereits nach 20 Minuten anstatt nach 72 Stunden wie beim Epikutantest erwartet wird.

Der Epikutantest ist ein Standard-Verfahren bei Verdacht auf Kontaktallergien.

Funktion, Wirkung & Ziele

Wenn es bei dem Kontakt zu diversen Materialien, sei es im Beruf oder auch im Privatleben, zu einem Ekzem, Rötung oder der Bildung von Quaddeln kommen sollte, wird vom behandelten Hautarzt oder Allergologen ein Epikutantest durchgeführt.

Vor Beginn des Epikutantestes muss die Haut des Patienten im Testareal, fast immer ist dies der Rücken, frei von fettenden Substanzen wie Cremes und Körperlotion sein. Zunächst werden die ausgewählten Substanzen in die Kammern eines speziellen Pflasters gegeben. Sollen viele Substanzen gleichzeitig getestet werden, können auch mehrere Pflaster eingesetzt werden. Danach werden die Pflaster gegebenenfalls mit Klebestreifen auf dem Rücken fixiert, um ein Lösen und Verschieben der Pflaster zu vermeiden, was zu einer Verfälschung des Testergebnisses führen könnte. Die Pflaster werden für 48 Stunden auf dem Rücken des Patienten belassen.

Der Patient darf während der Dauer des Epikutantestes nicht duschen oder baden und muss darauf achten, dass sein Rücken oder das gewählte Hautareal nicht mit Wasser oder anderen Substanzen in Berührung kommt. Auch ein Schwitzen sollte vermieden werden. Nach 48 Stunden werden die Pflaster entfernt und mit einem Stift Markierungen auf dem Rücken vorgenommen, um später eine korrekte Auswertung des Epikutantests vornehmen zu können. Ungefähr eine Stunde später erfolgt die erste Ablesung.

Als Epikutantest wird ein Test bezeichnet, bei welchem verschiedene womöglich Allergie auslösende Substanzen auf die Haut aufgetragen werden. Der Auftrag erfolgt mit Hilfe von speziellen Pflastern.

Sofern eine allergische Reaktion vorliegt, sollte es zu einer Hautrötung, Bildung von Bläschen oder Quaddeln oder anderen Zeichen einer allergischen Reaktion im Bereich einer bestimmten Pflasterkammer gekommen sein. Nach weiteren 24 bis 48 Stunden erfolgt zumindest eine weitere Ablesung. Liegt eine Kontaktallergie vor, sollte sich der Hautzustand an der oder den betreffenden Stellen verschlimmert haben. Der Epikutantest ist nach der zweiten oder gegebenenfalls, falls nach der zweiten Ablesung noch Unklarheiten vorliegen sollten, dritten Ablesung beendet.

Von der DKG, der deutschen Kontaktallergie-Gruppe e.V., werden Empfehlungen für Epikutantestreihen veröffentlicht. Es wird empfohlen, die Standardreihe bei jedem Patienten mit möglicher Kontaktallergie zu testen. In der Standardreihe sind unter anderem Nickel und verschiedene Duftstoffe, die sehr häufig in Kosmetika vorkommen, enthalten. Weitere Testreihen im Rahmen des Epikutantests decken beispielsweise Substanzen ab, die in verschiedenen Berufen typischerweise vorkommen, wie Substanzen im Bau-Gewerbe oder Friseurstoffe.

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Risiken & Nebenwirkungen

Der Epikutantest ist ein Standard-Verfahren, bei welchem es sehr selten zu Komplikationen oder Nebenwirkungen kommt. Bei einer sehr starken allergischen Reaktion kann die entstehende Hautreaktion auch auf benachbarte Hautregionen übergreifen.

Zudem kann es zu einem sogenannten "angry back" kommen. Hierbei reagiert die Haut an sehr vielen Teststellen. Auch umliegende Haut kann betroffen sein. Dennoch handelt es sich in solchen Fällen nicht um einen Patienten mit zahlreichen Kontaktallergien. Stattdessen sind ein Großteil der Ergebnisse falsch positive Ergebnisse, da die Haut des Rückens durch den Epikutantest selbst gereizt wird. Bei einem solchen Patienten sollten nur wenige Substanzen gleichzeitig getestet werden.

Ein weiteres Problem bei Epikutantests sind Reaktionen auf Materialien, welche bei dem Epikutantest eingesetzt werden. Wenn ein Patient empfindlich auf sie reagiert, sind die Hautbereiche, die mit ihnen in Kontakt gekommen sind, gerötet und gereizt. Unter Umständen kann das die Auswertung des Epikutantests verhindern.

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Quellen

  • Altmeyer, P.: Therapielexikon Dermatologie und Allergologie. Springer Medizin Verlag, Berlin Heidelberg 2005
  • Saloga, J. et al.: Allergologie-Handbuch. Schattauer, Stuttgart 2011
  • Trautmann, A., Kleine-Trebbe, J.: Allergologie in Klinik und Praxis. Thieme, Stuttgart 2013

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