Entzündung in der Nase

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 5. Dezember 2017
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Eine Entzündung in der Nase kann verschiedene Ursachen haben. Da die Nase ein Organ mit empfindlichen Schleimhäuten ist, kann eine solche Entzündung äußerst schmerzhaft sein und den Patienten stark beeinträchtigen. Die Ursachen für eine Nasenerkrankung sollten in jedem Fall aufgeklärt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Entzündung in der Nase?

In den meisten Fällen handelt es sich bei einer Entzündung in der Nase um eine Rhinitis, einfach auch Schnupfen genannt. Schnupfen tritt häufig in der Erkältungszeit auf und wird durch eine Vielzahl von Viren ausgelöst.

Diese Viren befallen die Schleimhaut der Nase, sie entzündet sich und sondert Sekret ab, was sich in vermehrtem Nasenfluss bemerkbar macht. Aber nicht nur Krankheitserreger können dafür verantwortlich sein, auch Allergien können für eine entzündete Nasenschleimhaut verantwortlich sein.

Daneben kann eine Entzündung in der Nase auch durch ein Nasenfurunkel entstehen. Ein solches Nasenfurunkel entsteht meist als Folge einer eitrigen Haarbalgentzündung. Dabei handelt es sich um eine bakterielle Infektion einer Haarwurzel in der Nase.

Ursachen

Die Ursachen einer Entzündung in der Nase hängen von den Symptomen ab. Bei einer durch Schnupfen bedingten Nasenentzündung sind Viren oder allergieauslösende Stoffe verantwortlich.

Bei den Viren handelt es sich zumeist um sog. Rhinoviren, die eine Entzündung der Nasenschleimhaut hervorrufen. Aber auch bestimmte Influenzaviren (Grippeviren) können Schnupfen auslösen. Ist die Entzündung allergisch bedingt, handelt es sich oft um Heuschnupfen oder eine Pollenallergie, welche die Beschwerden auslösen.

Leidet der Patient unter einem Nasenfurunkel, liegt die Ursache oft in einer eitrigen Haarbalgentzündung. Dabei entsteht zunächst nur direkt um das Haar herum eine kleine Pustel, die schon schmerzhaft sein kann. Häufig wird eine solche Pustel mit einem harmlosen Pickel verwechselt. Dringt diese Entzündung dann tiefer in das Gewebe ein, entsteht äußerst schmerzhaftes ein Nasenfurunkel ausgelöst durch Staphylokokken.

Für alle Erkrankungen mit Entzündungen in der Nase gilt: je trockener die Nasenschleimhaut, umso anfälliger wird sie.

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Diagnose & Verlauf

In den meisten Fällen handelt es sich bei einer Entzündung in der Nase um eine Rhinitis, einfach auch Schnupfen genannt. Schnupfen tritt häufig in der Erkältungszeit auf und wird durch eine Vielzahl von Viren ausgelöst.

Der Arzt stellt die genaue Diagnose einer Entzündung in der Nase anhand der Berichte des Patienten und nimmt auch körperliche Untersuchungen vor. Geht die Nasenentzündung mit vermehrtem Nasenfluss einher, so muss mit einer Rhinitis oder einer Allergie gerechnet werden. Beide Krankheitsformen sind sehr ähnlich und deshalb nur schwer zu unterscheiden. Besteht Unsicherheit, kann nur ein Allergietest Klarheit bringen.

Ein einfacher Schnupfen verschwindet zumeist nach einer Woche, sind die Beschwerden allergisch bedingt, treten sie so lange auf wie der Betroffene Kontakt mit dem Allergen hat.

Um ein Nasenfurunkel zu diagnostizieren genügt eine optische Untersuchung. Die Symptome sind sehr eindeutig, so dass der Arzt mit dem bloßen Auge diese Entzündung in der Nase diagnostizieren kann. Ein Nasenfurunkel hört sich recht harmlos an, sollte aber in jedem Fall sehr ernst genommen werden. Breitet sich die Entzündung weiter im Körper aus, kann es zu schwerwiegenden Komplikationen kommen, die tödlich enden können.

Komplikationen

Handelt es sich um ein Naseneingangsekzem, können sich Veränderungen der Haut in Form von Rötungen der Haut, Juckreiz und Krustenbildung mit teils chronischem Verlauf einstellen.

Schmerzhafte Rötungen und Schwellungen an der Nasenspitze können im weiteren Verlauf einer Follikulitis des Naseneingangs auftreten. Eine Nasenschleimhautentzündung (Rhinitis) kann bei zu später Behandlung auf die Nasennebenhöhlen und deren Schleimhäute ausweiten. Dann ist das Stadium einer Rhinosinusitis eingetreten. Diese Ausweitung kann zu einem chronischen Verlauf führen.

Werden Nasenfurunkel, die durch entzündete Haarfollikel aber häufig auch durch eine Rhinitis oder Rhinosinusitis entstehen können, nicht rechtzeitig behandelt, können diese sehr schmerzhaft werden und zu einer eitrigen Sekretabsonderung führen. Auch eine entzündliche Beteiligung des Knorpels, der darunter liegt, ist nicht auszuschließen. Eine systematische und lebensbedrohliche Hirnhautentzündung und eine Venenthrombose im Gehirn können ebenfalls auftreten. Damit diese schwerwiegenden Komplikationen nach Möglichkeit verhindert werden, muss die Ursache genau abgeklärt und behandelt werden. Unabhängig von der Ursache kann es im weiteren Verlauf sogar zu einer sogenannten Superinfektion mit Bakterien kommen. Von einer solchen bakteriellen Infektion als Komplikation im weiteren Verlauf kann ausgegangen werden, wenn der Zustand länger als 14 Tage anhält.

Ist eine Entzündung der Nasennebenhöhle mit einer Beteiligung der Haut verbunden, kann die umgebende Haut nachhaltig infiltriert und geschädigt werden.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Inwieweit ein Arztbesuch erforderlich ist, hängt von der Ursache der Entzündung ab. Viele Erwachsene haben bereits Erfahrungen mit Krankheitssymptomen und können abschätzen, wie groß die Chance zu einer baldigen Genesung ist. So gibt es Menschen, die mehrfach im Jahr unter einer unangenehmen, aber zumeist nicht bedrohlichen Erkältung samt Schnupfen leiden und nach einer Woche wieder beschwerdefrei sind.

Bei einem solchen Erkältungsschnupfen (Rhinitis acuta) kann der Arzt eventuell Symptome lindern, aber kaum die Krankheitsdauer beeinflussen, sodass viele hier eine Behandlung mit bewährten Hausmitteln bevorzugen. Bei allen anderen Entzündungen in der Nase sollte ein Arzt für Diagnostik und Therapie aufgesucht werden. Eine möglichst schnelle Behandlung ist beispielsweise bei einem Nasenfurunkel erforderlich. Zumeist liegt hier ein entzündeter Haarbalg in der Nase zugrunde. Bereits das - nicht selten von Männern vorgenommene - Ausreißen eines Nasenhaares und eine anschließende Infektion kann einen Nasenfurunkel verursachen.

Aufgrund der Vernetzung der Gefäßsysteme zwischen Gesicht und Gehirn können die Eitererreger in der Nase zu schweren Folgeerkrankungen führen. Um diesen vorzubeugen, kann der Arzt wirksame Medikamente verschreiben. Zumeist handelt es sich um Antibiotika. Bei passenden Therapiemaßnahmen heilt ein Nasenfurunkel in den meisten Fällen innerhalb kurzer Zeit folgenlos ab. Auch Personen, die Antibiotika kritisch gegenüberstehen, sollten im Falle einer Entzündung mit (u. U. für den medizinischen Laien verstecktem) Eiter in der Nase in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, gegebenenfalls auch eine Notfallpraxis, und bis dahin das Gewebe nicht zusätzlich durch Druck, Reiben o. Ä. belasten.

Behandlung & Therapie

Hat der Arzt bei der Entzündung in der Nase ein Nasenfurunkel diagnostiziert, wird er in der Regel ein Antibiotikum verschreiben. Dadurch soll verhindert werden, dass sich die Erreger weiter im Körper ausbreiten können. Das Antibiotikum wird einmal oral in Tablettenform verordnet und zusätzlich als Salbe, welche direkt auf die betroffene Stelle aufgetragen wird. Zur Bekämpfung von Staphylokokken sind besonders hoch dosierte Antibiotika notwendig. In schwerwiegenden Fällen wird da Antibiotika auch per Infusion verabreicht, weil es so stärker wirken kann.

Während der Behandlung sollte penibel darauf geachtet werden, dass die Erreger nicht weiter verteilt werden. Deshalb sollte der Patient die betroffene Stelle so weit als möglich nicht berühren und auch die Oberlippe wenig bewegen – das bedeutet wenig sprechen und nur Nahrung aufnehmen, die wenig bis gar nicht gekaut werden muss.

Die Behandlung eines Schnupfens ist dagegen wesentlich einfacher. Ein Schnupfen, bedingt durch Viren, kann durch abschwellende Nasentropfen gemildert werden. Zusätzlich helfen Inhalationen sehr gut um die Beschwerden zu lindern. Ist die Schnupfenursache eine Allergie, so helfen spezielle Medikamente für Allergiker. Dies gibt es in Form von speziellen Nasentropfen und auch in Tablettenform.

Aussicht & Prognose

Eine Entzündung in der Nase ist eine sehr unangenehme Angelegenheit. In der Regel handelt es sich jedoch um einen einfachen Schnupfen, der spätestens innerhalb einer Woche von selbst abklingen sollte. Liegt jedoch eine bakterielle Infektion in der Nase vor, so ist der Verlauf nicht so leicht vorherzusagen. Unter Umständen kann aus einer solchen Infektion eine schwere Entzündung entstehen, die sogar einen Eiterauswurf produziert. In so einem Fall muss dringend zu einer medikamentösen Behandlung gegriffen werden, ansonsten besteht die Gefahr, dass sich die Entzündung in den Nasenschleimhäuten oder auch im ganzen Körper weiter ausbildet.

Die Bildung eines Ekzems ist ebenfalls möglich. Allerdings muss ein Ekzem operativ entfernt werden. Ansonsten drohen schwerwiegende Folgeschäden. Wird also eine Entzündung nicht entsprechend behandelt, so besteht sogar die Gefahr einer Blutvergiftung. Aus diesem Grund sollte bei den ersten Anzeichen einer deutlichen Verschlimmerung ein Arzt aufgesucht werden.

Mit der richtigen Behandlung und den dazugehörigen Medikamenten dürfte eine solche Entzündung in der Nase innerhalb kürzester Zeit abheilen. Daher gilt: Wer unter einer Entzündung in der Nase leidet, der sollte eine entsprechende Behandlung in Anspruch nehmen. Ansonsten droht ein unerwarteter Krankheitsverlauf, der viele Risiken beinhaltet.

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Vorbeugung

Es gibt für kein dieser Ursachen einer Entzündung in der Nase eine hundertprozentige Vorbeugung. Um das Risiko einer Rhinitis zu vermindern, sind bestimmte Hygienemaßnahmen, vor allem in der Erkältungszeit, angezeigt. Dazu gehört unbedingt häufiges und gründliches Händewaschen.

Um einem Nasenfurunkel vorzubeugen, ist ebenfalls eine gute Hygiene von Vorteil. Eine tägliche Gesichtsreinigung und regelmäßiges Wechseln von Handtüchern beugt solchen Entzündungen vor. Einer Allergie kann dagegen kaum vorgebeugt werden, es ist gar unmöglich nicht in Kontakt mit Pollen zu kommen.

Das können Sie selbst tun

Verschiedene Maßnahmen helfen, eine Entzündung in der Nase zu lindern. Sinnvoll ist eine Wärmebehandlung, beispielsweise mit einer Rotlichtlampe. Zudem ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig. Empfehlenswert sind u.a. Kräutertees mit Pfefferminze, Kamille oder Thymiankraut. Viel Flüssigkeit bewirkt einen dünnflüssigen Ausfluss.

Hilfreich können auch Dampfinhalationen mit einem Kamillenkonzentrat, getrockneten Kamillenblüten oder mit Meersalz sein. Ein Esslöffel Meersalz kommt dabei auf einen Liter heißes Wasser. Entzündungshemmend sind auch Dampfinhalationen mit ätherischen Ölen, z.B. Pfefferminz-, Teebaum- oder Kamillenöl. Auch Salben mit Eukalyptusöl eignen sich zum Inhalieren.

Gegen Entzündungen in der Nase können auch Nasenspülungen mit einer physiologischen Kochsalzlösung helfen. Die Spülungen befeuchten die Schleimhäute und wirken der Eindickung des Nasensekrets entgegen.

Darüber hinaus sind kalte Quarkauflagen, die auf die Wangen und/oder die Stirn gelegt werden, oftmals hilfreich. In der akuten Phase der Entzündung lindern sie die Druckbeschwerden. Später sind warme Auflagen empfehlenswert, beispielsweise ein in warmem Zitronenwasser getränkter Waschlappen. Empfehlenswert ist auch feuchte Atemluft. Beispielsweise können feuchte Tücher über die Heizung gehängt werden.

Wichtig ist, dass die Nase richtig geputzt wird. Sinnvoll ist einseitiges Schnauben. Dabei wird ein Nasenloch zugehalten und durch das andere Nasenloch ausgeblasen. So setzt sich Nasenschleim nicht in den Eingängen der Nasennebenhöhlen fest.

Bücher über Schnupfen

Quellen

  • Arnold, W., Ganzer, U.: Checkliste Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Thieme, Stuttgart 2011
  • Lenarz, T., Boenninghaus, H.G.: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Springer, Berlin 2012
  • Reiß, M.: Facharztwissen HNO-Heilkunde: Differenzierte Diagnostik und Therapie. Springer, Berlin 2009

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