Entwicklung des Babys im Mutterleib
Dieser Ratgeber soll über das Wachsen und die Entwicklung des Kindes bzw. Babys im Mutterleib aufklären und wertvolle Informationen für werdende Mütter und Schwangere geben.
Befruchtung der Eizelle durch den Samen
Die so genannte Empfängnis spielt sich normalerweise in der Nähe von Eierstock und Eileiter ab, wo die Vereinigung eines reifen, befruchtungsfähigen weiblichen Eies mit einer männlichen Samenzelle etwa in der Mitte des Regelszyklus stattfindet. Da die Eier nur wenige Stunden, die Samenfäden hingegen etwa zwei Tage befruchtungfähig sind, besteht bei einem normalen 28tägigen Regelabstand die größte Möglichkeit für eine Befruchtung vom 12. bis 16. Tage, gerechnet vom ersten Tage der einsetzenden Regelblutung an. Das ausnahmsweise auch an anderen Tagen des Menstruationszyklus einmal eine Empfängnis stattfindet, kann durch kaum wahrnehmbare Abweichungen im komplizierten Ablauf des Körpers für eine Befruchtung bewirkt werden. Bekanntlich unterliegen auch die Eierstöcke der Regulierung durch das Nervensystem und Regelverschiebungen infolge Aufregung, Klimawechsel bei Reisen, Angstbelastungen, Krankheiten und ähnlichem sind auch für den Mediziner heutzutage keine besorgniserregende Neuigkeit mehr. Ebenso wird den meisten bekannt sein, dass man durch regelmäßige, über Wochen und Monate durchgeführte Temperaturmessungen näheren Einblick in die Funktion der Eierstöcke und des Eisprung gewinnen kann.
Zellteilung der Eizelle
In der letzten Periode dieser Wanderung wird die Hülle zottig, und damit besitzt das nunmehrige Zottenei von der Gesamtgröße eines Stecknadelkopfes die Fähigkeit, sich in der aufgelockert vorbereiteten Schleimhaut der Gebärmutter anzusiedeln. Diese Zotten sind in der Lage, das feine Gewebe der Gebärmutterschleimhaut aufzulösen und die dabei gelösten Stoffe dem Keim als Nahrung zuzuführen. Man kann sagen, dass sich das Ei im wahrsten Sinne des Wortes in die Schleimhaut hineinfrisst, wonach diese Eintrittspforte durch ein kleines Blutgerinnsel verschlossen wird. Danach wächst der junge Keim zunächst unter der Schleimhautoberfläche wie in einem Nest weiter, dass sich schließlich mehr und mehr in die Gebärmutterhöhle vorwölbt. Währenddessen hat sich aus der annähernd massiven Zellkugel eine Hohlkugel samt Einstülpung gebildet, die vom so genannten Keimschild aus die spezielle Entwicklung von Organen und Formen reifen lässt.
Entwicklung in der Gebärmutter
Wesentlich für die weitere Ernährung des Keimes ist die Plazentation: die Anlage beziehungsweise Entwicklung des Mutterkuchens oder der Plazenta. Über dieses Organ, dass für jede Schwangerschaft neu gebildet und nach Geburt des Kindes aus dem Mutterleib gänzlich entfernt wird, vollzieht sich im weiteren jegliche Ernährung, Atmung und Ausscheidung des Keimlings. An der Plazentabildung beteiligen sich Uterusschleimhaut und Keim. Wie schon gesagt, bildet der Keim an der Oberfläche der Eiwand so genannte Zotten, die nach der Einnistung allerdings nur noch an der Basis bestehen bleiben, das heißt an der Stelle, die durch den Nabelstrang mit dem Keimling verbunden ist. In diesem Gebiet entsteht nun sozusagen ein Blutsee, aus dem die Zotten dem Keim alles Lebensnotwendige zuführen. Hernach kommt es auch durch ein Entgegenwachsen der mütterlichen Schleimhaut zu zahlreichen Abkammerungen, aus denen schließlich ein kompliziertes Netz von Gefäßen gebildet wird, indem gleichsam notwendige Baustoffe ausgesondert, vorbereitet und mit kindlichen Ausscheidungsstoffen ausgetauscht werden. Da das auch besonders für den Übertritt von Sauerstoff und Kohlensäure zutrifft, erfüllt die Plazenta für den Keimling, der nicht atmen kann, die Funktion einer Lunge.
Wachstum des Babys, 4. Schwangerschaftsmonat
Mit zunehmender Schwangerschaftsdauer und gleichzeitig fortschreitendem Wachstum wird gegen Ende des vierten Schwangerschaftsmonats der anfängliche Hohlraum das Gebärmutterkörpers völlig ausgefüllt. An diesen Partien verklebt auch die Eihaut mit der Gebärmutterschleimhaut. Der Keimling befindet sich vollends im Fruchtsack, indem sich das Fruchtwasser gebildet hat. Das Fruchtwasser erreicht etwa in der Mitte der Schwangerschaft mit 1 1/2 bis 2 Liter seine Höchstmenge, während es zum Geburtstermin nur noch 1/2 bis 1 Liter beträgt.
Wachstum des Babys, 5. Schwangerschaftsmonat
Es im fünften Schwangerschaftsmonat kann man beim Abhören die kindlichen Herztöne mit 120-140 Schlägen in der Minute hören. Die Schwangeren spüren ab Monatsmitte die Kindsbewegungen. Am Ende des Monats beträgt die Länge von 20 cm, das Gewicht 300 g.
Wachstum des Babys, 6. Schwangerschaftsmonat
Wachstum des Babys, 7. und 8. Schwangerschaftsmonat
Am Ende der siebenten Monats beträgt die Länge von 30 cm, das Gewicht 800-1000 g. Am Ende des achten Monats kann man eine Länge von 40 cm beobachten und ein Gewicht von 1500-1700 g.
Wachstum des Babys, 9. und 10. Schwangerschaftsmonat
Im neunten Schwangerschaftsmonat erfolgt eine stärkere Ausbildung des Fettpolsters und damit die Abrundung der Körperformen. Das Wollhaarkleid wird wieder abgestoßen. Das Kind ist 45 cm lang, sein Gewicht beträgt 2000-2500 g. Am Ende des 10. Schwangerschaftsmonats wird das reife Kind geboren, dass dann eine Länge von 50 cm und ein Gewicht von 3000-3500 g aufweisen soll.
Wir hoffen, dass dieser kleine Einblick in die Entwicklung ihres Babys im Mutterleib aufschlussreich war. Dazu empfehlen wir folgende weiterführende Bücher:
Bücher über Geburt und Schwangerschaft