Entspannungsbad

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 20. September 2017
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Ein Entspannungsbad ist eine Wellness-Anwendung unter Einsatz von Badewasser mit entspannenden Substanzen. Ätherische Öle und pflegende Stoffe werden als Badezusatz ins Badewasser gegeben, zusätzlich können beim Entspannungsbad weitere entspannende Wellness-Methoden eingesetzt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Entspannungsbad?

Die meisten Entspannungsbäder haben keinen oder nur geringen medizinischen Nutzen. Hauptsächlich entstammt das Entspannungsbad dem Bereich der Wellness-Anwendungen und dient der körperlichen und seelischen Entspannung. Die seelische Komponente wird abgedeckt durch angenehme Düfte, die in die Aromatherapie übergehen können. Viele Entspannungsbäder setzen beispielsweise Lavendel und andere ähnliche Düfte ein, denen eine entspannende Wirkung nachgesagt wird. Während der Mensch im Entspannungsbad liegt, atmet er diese Düfte intensiv ein.

Der Badezusatz des Entspannungsbades enthält zudem oft pflegende Inhaltsstoffe für die Haut, die sie regenerieren und ihr Erholung von typischen Alltags-Einflüssen bieten sollen. Das Entspannungsbad ist eine Anwendung, die jeder mit dem geeigneten Badezusatz selbst zu Hause durchführen kann. Es wird aber auch als Dienstleistungen in Wellness-Studios und Wellness-Hotels angeboten, wobei es dort meistens mit anderen Wellness-Anwendungen kombiniert wird.

Hautpflege, Peelings vor oder nach dem Bad sowie verschiedene Massage-Techniken kommen als Begleitung eines Entspannungsbades in Frage. Zu Hause kann jeder sein Entspannungsbad mit Musik, Kerzen oder einem Glas Wein aufwerten.

Funktion, Wirkung & Ziele

Ein Einsatzgebiet im medizinischen Bereich findet das Entspannungsbad in der Geburtshilfe. Im Rahmen einer natürlichen Geburt wird das Entspannungsbad Frauen in Kliniken, Kranken- und Geburtshäusern von der Hebamme während der ersten Wehen angeboten, falls sie es möchte. Das Entspannungsbad hilft durch die Wärme des Badewassers bei der Entspannung der Muskulatur und kann die Wehenschmerzen lindern.

Bei Verspannungen, Muskelkater oder Erkrankungen wie Rheuma wird ein Entspannungsbad aufgrund des warmen Badewassers ebenfalls empfohlen, um Schmerzen zu Hause selbst ohne Medikamente zu lindern oder die Gabe von Medikamenten zu unterstützen. Bei bestehenden Erkrankungen sollte allerdings der behandelnde Arzt konsultiert werden, wie lange das Bad gehen darf und ob es überhaupt anzuraten ist. Weiterhin werden Entspannungsbäder mit geeigneten Badezusätzen bei Erkältung empfohlen. Entsprechende Erkältungsbäder enthalten meist ätherische Öle, mit denen sich die Atemwege zusammen mit warmem Wasserdampf gut befreien lassen.

Ein Entspannungsbad ist eine Wellness-Anwendung unter Einsatz von Badewasser mit entspannenden Substanzen.

Derartige Entspannungsbäder ermöglichen besseren Schlaf und leichteres Durchatmen tagsüber und können je nach Inhaltsstoffen sogar schon bei Babys eingesetzt werden. Neben den medizinischen oder zumindest medizinisch empfohlenen Anwendungen wird das Entspannungsbad aber vor allem bei der Wellness-Behandlung eingesetzt. Es bietet sich beispielsweise zur Aromatherapie an, da duftende Inhaltsstoffe sich in einem Entspannungsbad leicht im ganzen Raum verteilen lassen. Außerdem bleiben die Düfte auch eine Weile nach dem Entspannungsbad noch auf der Haut und können eingeatmet werden. Viele Menschen setzen das Entspannungsbad als Möglichkeit zu Hause ein, sich etwa abends nach der Arbeit zu entspannen, wenn sie auf Entspannungstechniken angewiesen sind.

In dieser Hinsicht kann ein Bad sogar von Psychologen oder Heilpraktikern empfohlen werden, wenn sich ein Patient aufgrund von Stress in Behandlung befindet. Das einfache Entspannungsbad zu Hause kann Stress effizient abbauen. Letztendlich dient ein Entspannungsbad natürlich auch der Körperhygiene und der Reinigung. Eine gründliche Reinigung kann im Badewasser genauso wie unter der Dusche erfolgen, Haarewaschen kann im Entspannungsbad erfolgen und auch eine Rasur geht unter Wasser je nach Dicke der Haare oft einfacher.

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Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Da der Badezusatz für ein Entspannungsbad meist keine pharmakologisch wirksamen Inhaltsstoffe enthält, gibt es kaum große Risiken, Gefahren oder Nebenwirkungen. Grundsätzlich sollte ein Vollbad beim Erwachsenen maximal so lange dauern, bis die Haut an den Fingerspitzen leicht runzlig wird, eher kürzer. Etwa eine halbe Stunde wird als Maximum empfohlen. Bei Kindern sollten es je nach Gesundheitszustand 10-20 Minuten sein.

Auf dem Badezusatz für das Entspannungsbad ist meistens eine empfohlene Dauer des Bades angegeben, an die man sich halten sollte, da diese auch von den Inhaltsstoffen abhängt. Vor allem Erkältungsbäder und Aromatherapien sollten nicht über Stunden hinweg genossen werden, auch wenn sich das Badewasser noch lange angenehm warm anfühlt. Da die Wirkstoffe in die Haut einziehen können, können sie diese nach einiger Zeit im Badewasser auch reizen, auch wenn das selten passiert - um es ganz zu verhindern, sollte man sich nie zu lange im Badewasser aufhalten. Weiterhin kommt es in seltenen Fällen und bei hohen Konzentrationen der Wirkstoffe zu allergischen oder empfindlichen Reaktionen auf das Entspannungsbad auf der Haut.

Diese erkennt man an Rötungen, leichten Schwellungen und juckender Haut. Am besten testet man den Badezusatz vorher an einer kleinen Stelle auf der Haut - wenn nichts passiert, kann man das Entspannungsbad bedenkenlos nutzen. In ebenfalls seltenen Fällen können Badezusätze für ein Entspannungsbad die Haut auch leicht einfärben, wenn die Wirkstoffe in besonders hoher Konzentration enthalten sind. Das ist vor allem bei Erkältungsbädern der Fall. Meistens hilft es schon, die Haut nach dem Vollbad abzubrausen, um Reste des Badezusatzes zu entfernen.

Vor allem ölige Zusätze könnten sich sonst unangenehm auf der Haut anfühlen. Leichte Verfärbungen der Haut verschwinden mit der Zeit von alleine wieder, meist sind sie spätestens einen Tag nach dem Entspannungsbad auf der Haut nicht mehr zu sehen. Sie sind aber in jedem Fall harmlos.

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Quellen

  • Federspiel, F., Herbst, V.: Die andere Medizin. Stiftung Warentest, Berlin 2005
  • Molsberger, A., Böwing, G.: So hilft mir die Akupunktur. Haug, Stuttgart 2006
  • Wagner, F.: Akupressur. Gräfe & Unzer, München 2008

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