Energieversorgung

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 13. November 2016
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Der menschliche Organismus erfüllt jeden Tag hunderte von Aufgaben zur Aufrechterhaltung der Gesundheit. Damit das Leben überhaupt möglich ist, sorgt er für ein schlagendes Herz und eine funktionierende Lunge. Jeder dieser Prozesse benötigt Energie, die von außen zugeführt werden muss. Die Energieversorgung des Körpers stellt ein komplexes Zusammenspiel dar.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Energieversorgung?

Die Energieversorgung stellt die Grundlage für die menschliche Existenz dar. Ohne Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette wäre es dem Körper nicht möglich, alle Funktionen aufrechtzuerhalten. Dabei wird die benötigte Energie in Grundumsatz und Gesamtumsatz differenziert: während der Grundumsatz die Kalorien beschreibt, welche lediglich für die Arbeit der Zellen und Organe verwendet werden, schließt der Gesamtumsatz jegliche Bewegungen ein.

Ein Defizit führt zu einem Verlust an Fettgewebe, welches manchmal bewusst herbeigeführt wird, während es bei anderen Menschen ein Zeichen für eine Erkrankung ist.

Die Energieversorgung im Körper selbst läuft über verschiedene Strukturen ab. Maßgeblich ist zunächst die Aufnahme von Nährstoffen über die Nahrung. Die verwertbaren Elemente werden schließlich über den Verdauungstrakt bereitgestellt und später mithilfe des Bluts zu jeder einzelnen Zelle im Körper transportiert, damit diese arbeiten kann und es zu keiner gesundheitlichen Einschränkung kommt.

Funktion & Aufgabe

Die Aufgabe der Energieversorgung ist somit die Ermöglichung des Lebens. Durch die verschiedenen Prozesse geraten alle Organe an die notwendige Energie, um zu funktionieren. Auf diese Weise schlägt das Herz in regelmäßigen Abständen, gerät Sauerstoff durch das Ein- und Ausatmen in die Lunge und werden Speisen im Verdauungstrakt umgewandelt.

Eine Störung in der Energieversorgung kann in relevanten Beschwerden resultieren, weil diese für den Alltag des Menschen so unersetzlich ist. Grundsätzlich benötigt der Organismus Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette. Eiweiße dienen dabei nur zweitrangig der Energieversorgung an sich. Sie gewährleisten den Aufbau neuer Strukturen und werden vor allem im Wachstum relevant, beim Muskelaufbau oder bei Verletzungen.

Kohlenhydrate und Fette liefern hingegen Energie. Die Nährstoffe werden über die Nahrung aufgenommen. Bei der Energieversorgung spielt die Verdauung eine zentrale Rolle. Diese beginnt bereits im Mund, sobald sich der Speichel mit den Speisen vermischt. Im menschlichen Speichel kommen spezifische Enzyme vor, die dazu in der Lage sind, lange Kohlenhydratketten in kürzere aufzuspalten, so dass Magen und Darm entlastet werden.

Die Energieversorgung stellt die Grundlage für die menschliche Existenz dar. Ohne Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette wäre es dem Körper nicht möglich, alle Funktionen aufrechtzuerhalten.

Kohlenhydrate bestehen aus unterschiedlichen Zuckermolekülen. Im Rahmen der Verdauung werden die Ketten in ihre Einzelteile zerlegt, so dass am Ende Einfachzucker vorliegen. Auf diese Weise entstehen zum Beispiel Glukose- oder Fructosemoleküle.

Die Verdauung selbst ist jedoch nicht für die Verwertung der Energie verantwortlich. Sie sorgt nur dafür, dass Kohlenhydrate in Einfachzucker und Eiweiße in Aminosäuren gespalten werden. Dabei spielen Enzyme eine wichtige Rolle, die während der unterschiedlichen Prozesse aus der Bauchspeicheldrüse in den Darm geleitet werden.

Nachdem die Nährstoffe aus der Nahrung entzogen und zerkleinert wurden, gelangen sie ins Blut. Die roten Blutkörperchen verteilen Glukose, Fructose, Aminosäuren etc. an die einzelnen Zellen. Erst in den Zellen selbst findet schließlich der Stoffwechsel statt. Die transportierten Moleküle dienen den Zellen als Energie und Arbeitsgrundlage. Auf diese Weise wird es sämtlichen Strukturen ermöglicht, ihrer Funktion nachzugehen.

Dabei wird die Nahrung im Magen zwischengespeichert, damit Menschen, zur Aufrechterhaltung ihrer Körperfunktionen, nicht durchgehend essen müssen. Darüber hinaus gelingt es dem Organismus, Speicher anzulegen, sobald ihm mehr zugeführt wird, als er benötigt. So entwickeln sich an verschiedenen Stellen Fettablagerungen, die bei einem Nahrungsmangel reaktiviert und zur Energieversorgung genutzt werden können.

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Krankheiten & Beschwerden

Die Energieversorgung kann auf unterschiedliche Weise eingeschränkt werden. So können zum Beispiel während der Verdauung Störungen und Beschwerden auftreten. Diese machen sich häufig an der Konsistenz des Stuhls bemerkbar, zum Beispiel in Form eines Fettstuhls. Ein Fettstuhl weist darauf hin, dass es dem Körper nicht gelingt, die aufgenommenen Lipide optimal zu verarbeiten, so dass sie nicht im Rahmen der Energieversorgung zur Verfügung stehen. Für einen Fettstuhl kommen prinzipiell verschiedene Faktoren in Frage, zum Beispiel ein Mangel an Gallensäure oder Bauchspeicheldrüsenflüssigkeit, aus denen eine Störung der Darmzellen resultiert.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Malabsorption. Das Fett wird zwar angemessen verdaut, die Zellen des Darms nehmen es aber nicht auf. Eine Malabsorption macht sich zum Beispiel aufgrund von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen oder einer Glutenunverträglichkeit bemerkbar. Ähnliche Beobachtungen lassen sich bei Stärke im Stuhl machen. Auslöser ist hier häufig eine Störung der Bauchspeicheldrüse. Bei beiden Erkrankungen wird weniger Energie vom Körper aufgenommen, als ihm eigentlich zugeführt wurde. So kann es bei langfristig auftretenden Beschwerden zu einer Abnahme des Körpergewichts kommen.

Darüber hinaus können Hormone die Energieversorgung verändern. Eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse gehört zu den häufigsten hormonellen Erkrankungen. Die Schilddrüse spielt im Stoffwechsel und somit auch in der Energieversorgung eine wichtige Rolle. So führt zum Beispiel eine Entzündung des Organs aufgrund der körpereigenen Abwehr zu einem Verlust an Schilddrüsengewebe, welches Hormone bildet. Der Stoffwechsel verlangsamt sich.

Diabetes stellt hingegen eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels dar. Diabetes Typ 1 wird durch einen Mangel an dem Hormon Insulin geprägt, wodurch der Zuckergehalt im Blut steigt. Bei dem zweiten Typ verfügt der Organismus zwar über ausreichend Insulin, Störungen führen jedoch dazu, dass der Körper eine Unempfindlichkeit gegen das Hormon aufweist.

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