Eletriptan

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 29. November 2016
Symptomat.deWirkstoffe Eletriptan

Bei Eletriptan handelt es sich um einen medizinischen Wirkstoff aus der Gruppe der Triptane (5-HT1-Agonisten). Er wird vorwiegend zur Behandlung akuter Kopfschmerzen sowie bei Migräne eingesetzt. Seine Wirksamkeit erlangt Elektriptan durch eine Verringerung der Serotoninausschüttung im Gehirn.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Eletriptan?

Der Wirkstoff Eletriptan ist in zahlreichen Migränemedikamenten enthalten. Der Arzneistoff gehört zur Gruppe der Triptane. Als solcher wird er vorrangig zur Behandlung von Migräne und starken Kopfschmerzen eingesetzt.

Chemisch gesehen ist Elektriptan ein Antagonist der Serotonin-Rezeptoren. Serotonin ist ein wichtiger Botenstoff des Gehirns, der u. a. für eine Verengung der Blutgefäße verantwortlich ist.

Elektriptan wird als Subtyp 5-HAT 1B/1D beschrieben und wurde erstmals im Jahr 1992 patentiert. Replax® und ähnliche Medikamente mit diesem Wirkstoff gelten in der Europäischen Union in der Regel als rezeptpflichtig. Sie können deshalb nicht ohne ärztliche Verordnung erworben werden. Das Medikament wird als Filmtabletten vertrieben, die jeweils entweder 20 mg oder 40 mg Eletriptan enthalten.

Pharmakologische Wirkung

Als Subtyp eines Serotoninantagonisten wirkt Elektriptan vorrangig an den Serotonin-Rezeptoren des Gehirns. Das Arzneimittel entfaltet zudem eine Affinität zu Rezeptoren des Subtyps 5-HAT 1F, was nach der Auffassung einiger Teile der wissenschaftlichen Literatur zu seiner Wirksamkeit beiträgt. 5-HAT 1F-Rezeptoren finden sich auf zerebralen Blutgefäßen sowie auf Neuronen.

Eleptriptan löst eine spür- und messbare Verminderung der Serotoninausschüttung aus. Das führt dazu, dass sich die körpereigenen Blutgefäße nicht weiter verengen können und sorgt so für eine zügige Linderung des Kopfschmerzes.

Darüber hinaus blockiert Elektriptan auch die Ausschüttung weiterer schmerzauslösender Entzündungsmediatoren wie Substanz P und Calcitonin Gene-Related Peptide. Hierdurch lässt der migränetypische Kopfschmerz der Betroffenen erheblich nach.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Elektriptan findet sich in einer Gruppe von Medikamenten, die Serotoninrezeptoragonisten genannt werden. Arzneien, die den Wirkstoff enthalten, blockieren u. a. die Ausschüttung von Serotonin im Gehirn.

Sie kommen zum Einsatz, um Migränekopfschmerzen zu behandeln. Sie eignen sich dabei für Kopfschmerzen mit oder ohne Aura. Als Aura werden Sehstörungen, Taubheitsgefühle und Sprachstörungen zusammengefasst, die vor Beginn eines Migräneanfalls auftreten können.




Risiken & Nebenwirkungen

Elektriptan kann zu Nebenwirkungen führen. Bei bestehenden Unverträglichkeiten darf es keinesfalls eingenommen werden.

Häufige Nebenwirkungen (treffen auf 1 bis 10 von 100 Behandelten zu) sind: Frösteln, allgemeine Schwäche, Beschwerden im Brustbereich, generelle Magenverstimmung (Verdauungsstörungen), Übelkeit, allgemeine Steifheitsgefühle der Muskeln ([[Muskelverspannung Verspannungen]]), Schwitzen, Hautrötungen, Rückenschmerzen und Muskelschwäche.

Gelegentlich können auch Atemnot, Gähnen, Schwellungen des Gesichts oder der Hände und Füße, verstärkter Tastsinn, Sehstörungen, Augenschmerzen, trockene oder wässrige Augen, häufige Blasenentleerungen sowie erhöhtes Harnvolumen oder Probleme beim Wasserlassen auftreten.

Seltene Nebenwirkungen sind hingegen Asthma, Nesselsucht, Schwellungen der Zunge, Schockzustände, Schwellungen der Lymphknoten, Stimmungsschwankungen, Stimmveränderungen, starke oder verlängerte Regelblutungen bei Frauen sowie ein verlangsamter Herzschlag.

Eine Einnahme ist untersagt, wenn schwere Funktionseinschränkungen von Niere oder Leber vorliegen, der Blutdruck erhöht ist, in der Vergangenheit Herzprobleme auftraten (z. B., Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen), bei eingeschränkter Durchblutung, wenn kurz vor der gewünschten Einnahme Arzneien wie Ergotamin eingenommen wurden oder es in der Vergangenheit zu einem Schlaganfall kam.

Elektriptan kann mit anderen Arzneimitteln zu erheblichen Wechselwirkungen führen. Eine Einnahme sollte gänzlich unterbleiben, wenn 24 Stunden zuvor ergotaminhaltige oder ergotaminähnliche Medikamente eingenommen wurden. Wechselwirkungen bestehen auch mit Arzneimitteln zur Behandlung von HIV-Infektionen und AIDS (z. B. Indinavir, Ritonavir oder Nelfinavir), Präparaten zur Behandlung von Pilzinfektionen (z. B. Ketoconazol oder Iltraconazol), Arzneien zur Behandlung bakterieller Infektionen (z. B. Clarithromycin, Josamycin oder Erythromycin).

Die über mehrere Wochen anhaltende Einnahme von Arzneien, die Elektriptan enthalten, kann zu einem lang anhaltenden Kopfschmerz führen.

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