Elektromobil

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 15. Dezember 2016
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Ein Elektromobil ist ein kleines, mehrspuriges Leichtfahrzeug, das Menschen mit Behinderung bei der Bewältigung des Alltags unterstützt. Das Elektromobil befördert den Fahrzeugführer und dient gehbehinderten Personen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Elektromobil?

Ein Elektromobil ist ein motorisierter Krankenfahrstuhl, der 300 Kilogramm, inklusive Batterien, wiegt und eine Gesamtmasse von 500 Kilogramm nicht überschreiten darf. Er ist maximal 110 cm breit und darf höchsten 15 km/h fahren. Für die Benutzung ist eine Bauartgenehmigung oder eine Einzelgenehmigung erforderlich. Ein Elektromobil bis sechs Kilometer pro Stunde ist zulassungsfrei und auf Gehwegen oder Fahrbahnen nutzbar.

Mit Hilfe des Elektromobils ist es Menschen mit einer Behinderung möglich, weitere Strecken zu absolvieren. Gepäck oder Einkäufe können auf der Bodenplatte oder im Korb am Lenker transportiert werden. Verschiedene Modelle des Elektromobils bieten zudem die Möglichkeit, einen Anhänger zusätzlich anzuschließen, mit dem auch größere Einkäufe oder Gegenstände problemlos transportiert werden können.

Um das Einsteigen zu erleichtern, verfügen manche Modelle des Elektromobils über einen individuell verstellbaren Drehsitz. Bestimmte Ausführungen von Elektromobilen sind durch praktisches Zusammenfalten einfach zu handhaben und zu transportieren.

Formen, Arten & Typen

Das Elektromobil ist mit einer direkten Lenkung versehen. So ist es beim Führen eines Elektromobils notwendig, dass der Fahrzeuglenker beide Arme vollständig bewegen kann. Auch beim Ein- und Ausstieg aus dem Elektromobil ist eine gewisse Selbstständigkeit erforderlich.

Das vierrädrige Elektromobil ähnelt einem Quad, das elektrisch betrieben wird. Zwischen Sitz und Lenker verfügt das Elektromobil über einen Durchstieg. Neben dem vierrädrigen Elektromobil stehen ein dreirädriges Elektromobil sowie ein einsitziges Elektromobil, ein sogenanntes Trike, zur Auswahl.

Aufbau & Funktionsweise

Ein Elektromobil bis sechs Kilometer pro Stunde ist zulassungsfrei und auf Gehwegen oder Fahrbahnen nutzbar.

Ein Elektromobil schenkt Freiraum und Unterstützung. Es richtet sich speziell nach der Zielgruppe, denn anders als unter Umständen ein Rollstuhlfahrer, der mit einem klassischen Rollstuhl zurechtkommt, sind Personen, die ein Elektromobil benötigen, oft nur in einem eingeschränkten Ausmaß in der Lage, einen Rollstuhl fortzubewegen.

Jedoch kostet ein Elektromobil viel und es sollte deshalb mit Bedacht ausgewählt werden. Mit einer guten Beratung und einer entsprechenden Kostenübernahme durch Krankenkasse oder Pflegekasse muss sorgfältig abgewogen werden, ob der Nutzen den finanziellen Aufwand überwiegt. Bei der Überlegung sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass das Elektromobil wie jedes technische Gerät zur sicheren Nutzung regelmäßige Wartung und einen gewissen Aufwand an Pflege erfordert.

Gerade bei älteren Personen ist es empfehlenswert, einen Ansprechpartner bei auftretenden Problemen oder Reparaturen zu wissen. Die Pflege durch eine Person, die bereits vor der Anschaffung des Elektromobils bereit ist, unterstützend zu begleiten, erleichtert diese Phase für gehbehinderte oder ältere Personen wesentlich.

Ein Elektromobil ist jedoch lediglich ein Fortbewegungsmittel, das nicht in jedem Lebensbereich helfen kann. Es ist, wegen seiner Größe, meist auch nur außer Haus nutzbar. Die Modelle sind preisgestaffelt, je nachdem wie schnell das Elektromobil fährt oder wie weit seine Reichweite beträgt. Ein Elektromobil, das mit einem Überdach ausgestattet ist, das vor Regen und Sonne schützt, ist kostenintensiver in der Anschaffung, aber bietet damit optimalen Wetter-Schutz.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Insbesondere für Senioren mit zunehmenden Schwierigkeiten in der Mobilität oder Gehsicherheit ist die Bewältigung von kurzen oder längeren Strecken im fortschreitenden Alter schwieriger. Aber auch Menschen mit einer Gehbehinderung sind von einer gewissen Hilfe zur Mobilität abhängig. Mit dem Elektromobil ist diese Mobilität gewährleistet.

Das Fahren mit dem Elektromobil bedeutet einen Schritt zu mehr Selbstständigkeit oder neu gewonnener Mobilität. Außerdem fördert das eigenständige Bewältigen von Strecken das Selbstbewusstsein betroffener Personen. Mobil zu sein bedeutet eine höhere Lebensqualität und mehr Selbstverantwortung. Betroffene treten wieder verstärkt ins soziale Leben und knüpfen Kontakte, anstatt sich vorwiegend in den eigenen vier Wänden aufzuhalten, weil das Verlassen der Wohnung zu beschwerlich ist.

Durch die reduzierte Gehfähigkeit ist es wichtig, mobil zu bleiben und das Elektromobil ist in vielen Fällen eine optimale Unterstützung dabei. Jegliche körperliche Einschränkung führt möglicherweise zu einer Reduktion der von Betroffenen erlebten Unabhängigkeit. Ob Einkauf, Arztbesuch oder eine Spazierfahrt: Jede Ausfahrt mit dem Elektromobil gewährleistet einen gewissen Rahmen an Selbstständigkeit und erhöht das Wohlbefinden und Selbstwertgefühl.

Bei der Auswahl des passenden Elektromobils ist darauf zu achten, dass die Person mit dem Modell gut zurechtkommt. Ideal ist es, mit dem Elektromobil eine kostenlose Probefahrt zu machen und genau zu überlegen, ob das Elektromobil den gestellten Ansprüchen entspricht. Auch der Umgang mit einem neuen Elektromobil will geübt werden, um sich darin wohlzufühlen und gern fortzubewegen.

Zwischen 1.000 Euro bis 7.000 Euro kann ein Elektromobil, je nach Ausführung, kosten. Die endgültigen Kosten sind abhängig von der gewünschten Geschwindigkeit des Elektromobils, aber auch von der Reichweite, die mit dem mobilen Fahrzeug absolviert werden kann. Ein weiterer, sehr entscheidender Faktor ist der Komfort des gewählten Elektromobils. Es empfiehlt sich, über die eigenen Vorstellungen an das zukünftige Elektromobil in Ruhe nachzudenken und sich bewusst zu machen, welchen Anforderungen das Elektromobil entsprechen muss, um auch langfristig ein bewährtes Hilfsmittel zur Bewältigung des Alltags zu bleiben.

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