Einnistungsblutung

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 3. Januar 2017
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Plant eine Frau ihre Schwangerschaft, achtet sie natürlich permanent auf jegliche körperliche Veränderung. Ein sehr kleines Anzeichen ist aber oftmals viel aussagekräftiger als ein Spannen in der Brust oder die Übelkeit am Morgen: die Einnistungsblutung. Das Problem: Das wohl sicherste Anzeichen wird gerne übersehen oder falsch gedeutet; in manchen Fällen ist es auch gar nicht sichtbar.

Inhaltsverzeichnis

Periode oder Zwischenblutung?

Ob es das Spannen der Brust ist, ein „merkwürdiges“ Gefühl am Morgen, das mitunter auch Übelkeit sein könnte oder auch eine dauerhafte Müdigkeit - gerne werden schon die kleinsten Anzeichen als Schwangerschaft gedeutet. Immer wieder liest man im Internet über Frauen, die - obwohl sie die Periode hatten - schwanger waren. Ein Umstand, der de facto unmöglich ist.

In derartigen Fällen handelt es sich nämlich nicht um die Periode, sondern um die sogenannte Einnistungsblutung. Die Einnistungsblutung - auch genannt: Nidationsblutung - wird auch fälschlicherweise immer als tatsächlich letzte Menstruationsblutung angegeben. Ein Umstand der dazu führt, dass der Geburtstermin falsch errechnet wird. Wenn sich die Frau unsicher ist, ob es sich um eine Einnistungsblutung gehandelt hat oder ob es eine Menstruationsblutung war, sollte sie auf diverse Merkmale achten.

Der Zeitpunkt ist ein wesentlicher Faktor. Die Periode beginnt rund 14 Tage nach dem tatsächlichen Eisprung. Bemerkt die Frau aber eine Blutung, die bereits wenige Tage nach dem Eisprung aufgetreten ist, handelt es sich im Regelfall um die Einnistungsblutung. Die Farbe der Einnistungsblutung ist hell-rötlich; braun oder auch dunkelrot gefärbtes Blut spricht eher für die klassische Periode.

Auch ist die Monatsblutung deutlich stärker und nimmt im weiteren Verlauf zu. Die Einnistungsblutung ist leicht und wird auch definitiv nicht stärker. Während zudem die Menstruationsblutung drei bis sogar fünf Tage andauert, endet die Einnistungsblutung nach maximal zwei Tagen. Auch etwaige Regelschmerzen bleiben aus. Mitunter gibt es Berichte von Frauen, die ebenfalls über Krämpfe berichteten, jedoch waren diese - im direkten Vergleich zum klassischen Regelschmerz - harmlos.

Ist die Frau unsicher, ob es sich um eine Einnistungsblutung oder die klassische Periode gehandelt hat, kann sie auch den Arzt kontaktieren beziehungsweise einige Tage, nachdem die Einnistungsblutung ausgesetzt hat, einen Schwangerschaftstest durchführen. Jener soll sodann eine Bestätigung bringen, ob es die Regel- oder Einnistungsblutung war.

Was ist eine Einnistungsblutung?

Nach einer Befruchtung macht sich das befruchtete Ei - die Blastozyste - auf den Weg durch den Eileiter. Es wandert in Richtung Gebärmutter und nistet sich in der Gebärmutterschleimhaut ein. Diesen Vorgang nennt man auch Nidation. Die Blastozyste heftet sich an die Schleimhaut, dringt durch die äußere Schicht der Gebärmutterwand und wird in weiterer Folge von einem Epithel umschlossen.

In diesem Zusammenhang sprechen Mediziner auch gerne von der Implantation beziehungsweise Einpflanzung. Wandert die Blastozyste in die Wand der Gebärmutter, können dabei kleine Blutgefäße beschädigt werden. Diese Beschädigung führt in weiterer Folge zu einer leichten Blutung. Gynäkologen nennen diese Blutung auch Nidationsblutung oder auch Implantationsblutung.

Das erste Anheften ist rund fünf bis sechs Tagen nach der Befruchtung möglich. Zwölf Tage nach der Befruchtung ist der gesamte Vorgang der Implantation abgeschlossen. Zwischen dem 7. und 12. Tag der Befruchtung folgt die sogenannte Einnistungsblutung. Die Blutung ist im Regelfall sehr schwach und verläuft in vielen Fällen nur im Körperinneren, sodass zahlreiche Frauen gar nicht bemerken, dass sich „etwas eingenistet“ hat.

Mitunter können nur wenige Tropfen nach außen dringen; in wenigen Fällen kann die Blutung deutlich sichtbar sein. Bemerkt die Frau hell-rötliches Blut, was im Endeffekt an eine Schmierblutung erinnert, kann sie davon ausgehen, schwanger zu sein. Dies deshalb, da es sich hier wohl um die sogenannte Nidationsblutung handelt. Mitunter sind leichte Schmerzen möglich, wobei dies eher der seltenere Fall ist. Da während der Einnistung sehr kleine Gefäße verletzt werden, ist die Heilungsdauer relativ schnell.

Im Regelfall ist bereits nach maximal zwei Tagen alles verheilt, sodass keine Blutung - wenn sie überhaupt sichtbar war - noch erkannt wird. In nur sehr seltenen Fällen kann die Blutung länger andauern. Ist die Frau unsicher, kann sie auch ihren behandelnden Arzt kontaktieren und um Rat fragen beziehungsweise die genauen Umstände erklären. Wichtig ist, dass die Frau nicht nur die Dauer und den Zeitpunkt nennen kann, sondern mitunter auch die Farbe definiert und auch angibt, ob aktiv an einer Schwangerschaft beziehungsweise Befruchtung gearbeitet wurde oder nicht.

Ursachen für eine Einnistungsblutung

Die Ursache der Einnistungsblutung basiert auf der Tatsache, dass eine erfolgreiche Befruchtung stattgefunden hat. Die Blutungen können stärker oder schwächer ausfallen, sind im Regelfall nach zwei Tagen jedoch wieder vorbei. Die Einnistungsblutung kann, muss aber nicht sichtbar sein. Wer keine Einnistungsblutung bemerkt, hat daher noch lange keine Gewissheit, nicht schwanger geworden zu sein.

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Was tun bei einer Einnistungsblutung?

Eine Nidationsblutung ist weder für die Frau, noch auch für den weiteren Schwangerschaftsverlauf gefährlich oder mit irgendwelchen Risiken verbunden. Liegen Anzeichen vor, die auf eine Einnistungsblutung hinweisen könnten, sollte die Frau mitunter einen Schwangerschaftstest durchführen. Zeigt der Test negativ an, kann es mitunter sein, dass er zu früh gemacht wurde. Um tatsächliche Gewissheit zu erlangen, kann auch ein Termin beim Gynäkologen vereinbart werden.

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