Eichelentzündung (Vorhautentzündung)
Eine Eichelentzündung wird medizinisch Balanitis genannt. Es handelt sich um eine Erkrankung des männlichen Gliedes, die sich auch auf die Vorhaut ausdehnen kann. Dann spricht der Arzt von einer Balanoposthitis, also einer Vorhautentzündung.
Definition Eichelentzündung (Vorhautentzündung)
Die Ursachen können verschieden sein, sie sind auch vom Alter des Betroffenen abhängig. Eine Eichelentzündung kann chronisch werden. Dann verhärtet sich die Vorhaut, es kommt zu einer Vorhautverengung, die ebenfalls chronisch verlaufen kann.
Eine Eichelentzündung kann sowohl bei jungen als auch erwachsenen Männern vorkommen.
Ursachen für Eichelentzündung (Vorhautentzündung)
Bei Jungen vor der Pubertät tritt eine Eichelentzündung bei etwa jedem 20. Jungen auf. Hier findet man gehäuft Vorhautverengungen oder -verklebungen. Die Entzündung ist oft infektiös.
Bei jüngeren geschlechtsreifen Männern kommt die Eichelentzündung seltener vor als bei Kindern, oft ist eine sexuelle Aktivität die Ursache. Die Eichelentzündung kann sowohl infektiös als auch nicht infektiös sein.
Bei älteren Männern ist die Balanitis selten infektiös. Die eigene mangelnde Körperhygiene ist hierbei oft die Ursache. Bei sehr betagten Männern kann die dünner werdende Haut und Gewebeaufweichung zu einer Eichelentzündung führen.
Schließlich tritt eine Eichelentzündung aber auch infolge anderer Krankheiten auf. Diabetiker zum Beispiel haben ein erhöhtes Risiko zu einer infektiösen Eichelentzündung. Schließlich führt der Kontakt mit Frauen, die an Scheidenpilz leiden, ebenfalls gehäuft zu einer Balanitis.
Typische Symptome bei Eichelentzündung
- Hautrötungen an der Eichel oder Vorhaut
- Juckreize
- Brennende Schmerzen
Diagnose und Verlauf bei Eichelentzündung (Vorhautentzündung)
Der Arzt stellt eine Eichelentzündung anhand mikrobiologischer Untersuchungen fest. Dazu untersucht er den Urin des Patienten und macht einen Abstrich der Eichel. Natürlich gehört zur Diagnose auch die Befragung des Patienten.
Da die Eichelenzündung verschiedene Ursachen haben kann, muss der Arzt diese zunächst feststellen, denn nur dann ist eine wirkungsvolle Therapie möglich. Die Eichelentzündung zeigt sich in einer Rötung und Schwellung der Eichel. Der Patient hat ein brennendes Gefühl an der Eichel und klagt über Juckreiz.
Nässende, wässrige oder eitrige Absonderungen können auftreten. Auch Bläschenbildung ist möglich.
Bei weiter fortschreitender und unbehandelter Entzündung kann Fieber hinzukommen. Auch Schmerzen beim Wasserlassen sind möglich. Die Eichelentzündung kann sich über die Harnröhre bis zu den Nieren ausbreiten und zu Blasen-, Harnwegs- und Prostataentzündungen führen. Schließlich kann es auch zu einer Sepsis kommen.
Behandlung von Eichelentzündung (Vorhautentzündung)
Wird eine Eichelentzündung konsequent behandelt, hat sie einen positiven Verlauf und heilt meist komplikationslos aus. Ziel ist es, die Symptome und die Entzündung zu behandeln.
Die Behandlung ist zunächst einmal eine lokale Therapie. Sobald der Erreger durch den Abstrich und/oder die Urinuntersuchung feststeht, erfolgt die Behandlung mit entsprechender antibiotikahaltiger Salbe oder mit einer Creme, die Pilze abtötet.
Ist keine Infektion die Ursache der Balanitis, dann kann die Entzündung mit kortisonhaltiger Salbe behandelt werden. Zur Linderung des Juckreizes können Kamillenbäder nützlich sein.
Wird die Eichelentzündung chronisch, sollte der Patient über eine Beschneidung nachdenken. Allerdings ist eine Beschneidung bei Jungen unter drei Jahren kontraindiziert, da bis zu diesem Alter eine Beschneidung anscheinend das Entzündungsrisiko signifikant erhöht.
Zur Behandlung von erwachsenen Patienten gehört unbedingt auch, dass der Geschlechtspartner des Patienten sich ebenfalls untersuchen lässt.
Schließlich sollte der Arzt bei unklaren Befunden zur Differentialdiagnose auch Gewebeproben entnehmen und zur histologischen Untersuchung einreichen, um eine mögliche Krebsvorstufe frühzeitig zu erkennen.
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Hier Informieren:
Vorbeugung von Eichelentzündung (Vorhautentzündung)
Normales, aber regelmäßiges Waschen der Eichel ohne Seife und Shampoo mit Zurückziehen der Vorhaut und Entfernung des Smegmas sollten zur normalen Körperhygiene eines Mannes gehören.
Auch Kamillenbäder und Spülungen mit Kochsalzlösungen gehören zur Vorbeugung einer Eichelentzündung.
Kondome beim Geschlechtsverkehr mindern ebenfalls das Risiko einer Eichelentzündung. Vor allem, wenn es zu einer Erkrankung gekommen ist, sollte ein Kondom beim Geschlechtsverkehr absolut ein Muss sein, um den Intimpartner nicht mit anzustecken.
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