Echter Sternanis

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. November 2016
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Der Echte Sternanis zählt zur Familie der Sternanisgewächse. Er gedeiht in tropischen Regionen und seine Früchte werden als Gewürz aber auch bei Verdauungsbeschwerden beziehungsweise bei Atemwegserkrankungen verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau des Echten Sternanis

Der Echte Sternanis ist ein immergrüner Baum, der bis zu 20 Meter hoch wird. Die Blätter sind relativ spitz und umgekehrt eiförmig, die Blüten sind tiefrot. Die Hülle der Blüte besteht aus bis zu zwölf Blättern, außerdem verfügt die Pflanze über elf bis zwanzig Staubblätter sowie acht beziehungsweise neun Fruchtblätter.

Die Frucht des Sternanis ist rötlich-braun und hat einen Durchmesser von etwa 3,5cm. Sternanis bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze oder aber saure, sandige Böden und wird im Oktober gesammelt. Er ist auch unter dem Synonym Chinaanis oder Badian bekannt. Nach Europa kam das Gewürz im Jahr 1588, als der Seefahrer Sir Thomas Cavendish den Sternanis von den Philippinen mitbrachte. 1726 fand die Pflanze erstmalige Erwähnung in der Apotheker-Taxe des Fürstentums Anhalt-Zerbst.

Heute ersetzt in der Lebensmittelindustrie sowie in der Pharmazie das Sternanisöl das sehr teure echte Anisöl, das als Zusatzstoff für Liköre, Süßwaren, Zahnpasten oder verschiedene pharmazeutische Präparationen verwendet wird. Darüber hinaus findet Sternanis auch Verwendung für Teemischungen, aus denen dann Glühwein zubereitet wird. Wer Sternanis selbst anpflanzen möchte, lässt die Samen in einem feuchten Tuch eine Nacht lang vorquellen.

Anschließend setzt man sie in sandige Erde, wobei sie zwischen 22 und 27 Grad am besten keimen. Zur Kultur eignet sich ein heller, warmer Raum, ein Wintergarten oder ein Gewächshaus. Wichtig ist auch eine hohe Luftfeuchtigkeit, daher sollte die Pflanze oft besprüht werden. Zunächst kann man sich allerdings nur an der Pflanze selbst erfreuen, da sich die Früchte erst nach 15 Jahren bilden.

Wirkung & Anwendung

Gemeinsam mit dem Szechuanpfeffer, der Gewürznelke, dem Cassiazimt sowie dem Fenchel findet der Echte Sternanis Verwendung als Fünf-Gewürze-Pulver in der chinesischen Küche. Darüber hinaus ist die Pflanze häufig auch Bestandteil der indischen Currys beziehungsweise. der Pekingente und wird in der Küche auch für Fisch- und Meeresfrüchte, für Backwaren und Süßspeisen mit Maroni, Birnen oder Feigen, für Weihnachtskekse sowie für Chutneys, Marmeladen und Kompotte verwendet.

Des Weiteren benötigt man Sternanis auch, um eine Brühe, die Lu-shui genannt wird, zuzubereiten. Für die Aromaküche kann ein Sternanisöl sehr leicht selbst hergestellt werden. Dafür füllt man ein Schraubglas mit Sternanis und einem Pflanzenöl und lässt es dann etwa vierzehn Tage lang stehen. Damit können dann winterliche Backwaren verfeinert werden.

Die Frucht des Sternanis ist rötlich-braun und hat einen Durchmesser von etwa 3,5cm. Sternanis bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze oder aber saure, sandige Böden und wird im Oktober gesammelt.

Die Hülle des Sternanis ist sehr aromatisch, daher wird diese ebenfalls gemahlen und verwendet. In einem geschlossenen Behälter kann das Gewürz bis zu drei Jahre aufbewahrt werden. Echter Sternanis hat einen lakritzartigen, süßen aber auch einen leicht pfeffrigen Geschmack. Die Pflanze wird aber auch medizinisch genutzt, wobei hier die getrockneten Sammelfrüchte verwendet werden. Diese enthalten ätherisches Öl mit Wirkstoffen wie beispielsweise Foeniculin, Methylchavicol, Anisaldehyd, Linalool, Pinen, Limonen sowie Flavonoide.

Wie Anis hat auch Sternanis krampf- und schleimlösende Eigenschaften und findet Einsatz bei Atemwegskatarrhen, Blähungen, Völlegefühl sowie leichten Krämpfen. Studien haben darüber hinaus gezeigt, dass Sternanis auch eine schmerzlindernde, antioxidative und antimikrobielle Wirkung hat. Daher findet die Pflanze auch Anwendung bei Hexenschuss, Ischiasschmerzen, Mandelentzündungen und Nervenschmerzen, als auch bei Mundgeruch und Zahnschmerzen.

Die antimikrobiellen Eigenschaften gehen dabei vor allem auf das in der Pflanze vorhandene Anethol zurück, das wirksam gegen Pilzstämme, Hefen und Bakterien ist. Darüber hinaus liefert es auch die so genannte Shikimisäure, die für die Herstellung des Grippemittels Tamiflu verwendet wird. A

ußerdem hat Sternanis auch eine antiallergische und antientzündliche Wirkung und wird aus diesem Grund auch bei Hauterkrankungen eingesetzt. Darüber hinaus wird aus dem Echten Sternanis auch Anisöl hergestellt, das in zahlreichen Hustenmitteln zu finden ist.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Sternanis wird hauptsächlich als Gewürz verwendet und kann auf diese Weise bei Blähungen und Verdauungsbeschwerden helfen. Außerdem kann aus den Samen ein Tee zubereitet werden, der anregend auf die Verdauung wirkt und bei Atemwegserkrankungen eingesetzt wird. Für den Tee wird ein Teelöffel des frisch zerstoßenen Samens mit 150ml heißem Wasser übergossen.

Die Mischung muss etwa 15 Minuten lang ziehen, bevor sie dann abgeseiht wird. Das ätherische Öl sollte niemals unverdünnt eingenommen werden, da bereits eine kleine Menge zu Krampfanfällen, Übelkeit, Erbrechen beziehungsweise Lungenödemen führen kann. Der Echte Sternanis darf auch nicht mit dem japanischen Sternanis verwechselt werden. Dieser ähnelt dem Echten Sternanis im Geruch und Aussehen, ist jedoch giftig und kann Blasen-, Nieren- oder Leberschäden auslösen.

Ein Tee aus Sternanis hilft außerdem bei Mundgeruch, da die im Tee enthaltenen Polyphenole das Bakterienwachstum im Rachen- beziehungsweise Mundraum hemmen. Vor allem in Asien wird Sternanis als Arzneimittel sehr gerne eingesetzt, wobei er hier hauptsächlich in der Traditionellen Chinesischen Medizin beziehungsweise im Ayurveda sehr bekannt und beliebt ist.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird mit Hilfe des Sternanis der Fluss des Qi reguliert sowie Schmerzen gelindert. Mit Sternanis können darüber hinaus auch Säuglingskoliken behandelt werden. Dafür reibt man mit der Hand im Uhrzeigersinn angewärmtes Sternanisöl in sanften Bewegungen auf dem Bauch des Babys ein, wobei der Nabel hier als Mittelpunkt genommen werden sollte.

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