Echter Sellerie

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Der botanische Name des Echten Sellerie lautet Apium graveolens und er gehört zur Gattung Sellerie (Apium) sowie zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae). In der Küche findet er Verwendung als Gemüse.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über den Echten Sellerie wissen

Sellerie gibt es nicht nur in der Kulturform, sondern auch in der Wildform. Die Merkmale der verschiedenen Formen können sich stark voneinander unterscheiden, wobei die Wildform eine Wuchshöhe von bis zu einem Meter erreichen kann. Die Mindesthöhe beträgt dreißig Zentimeter.

Beim Echten Sellerie handelt es sich um eine einjährige Pflanze. Sie ist krautig und zeichnet sich durch eine verzweigte und spindelförmige Wurzel aus, die im zweiten Jahr verholzt. Die Stängel des Sellerie stehen aufrecht und sind ebenfalls verzweigt. Sie bilden kantige Einkerbungen. Die Laubblätter sind glatt und glänzend und einfach gefiedert. Zudem sind sie dunkelgrün gefärbt. Die Blütenstände des Echten Sellerie sind doppeldoldig. Sie können kurz gestielt und zwölfstrahlig sein. Sie weisen keine Doldenhülle auf. Die Blüten sind zwittrig.

Für das typische Selleriearoma verantwortlich sind die ätherischen Öle – besonders die enthaltenen Phthalide. Die genaue Herkunft des Sellerie ist nicht bekannt, wobei er vermutlich erstmals im Mittelmeerraum in Kultur genommen wurde. Als Kosmopolit ist die Wildform allerdings auf der ganzen Welt zu finden. Natürliche Standorte sind feuchte und sumpfige Böden, die in der Regel salzhaltig sind. In Mitteleuropa kommt der Echte Sellerie in seiner Wildform nur an Salzstellen vor. In deutschen Bundesländern ist diese Form des Sellerie fast ausgestorben.

Sellerie wird in der Volksmedizin auch als Heilpflanze verwendet. Ihm wird eine fieberhemmende, harntreibende und blutreinigende Wirkung zugeschrieben.

Verschiedene Formen des Sellerie sind Knollensellerie, Bleichsellerie und Schnittsellerie. In seiner Form ist der Schnittsellerie der Wildform am ähnlichsten. Die Blätter erinnern an Petersilie und die Knolle ist nur wenig ausgeprägt. In der Antike wurde Wildsellerie bereits als Heilpflanze verwendet. Sowohl in Ägypten als auch in Griechenland ist die Verwendung schriftlich überliefert.

Staudensellerie wird zwischen Juli und Oktober geerntet. In diesem Zeitraum liegt in Deutschland die Hauptsaison. Der Sellerie, der sich im Herbst und Winter in den Supermärkten findet, kommt fast ausschließlich aus Israel nach Deutschland. Sellerie besitzt einen sehr eigenen Geschmack, der eigen und stark aromatisch ist.

Bedeutung für die Gesundheit

Sellerie wird in der Volksmedizin auch als Heilpflanze verwendet. Ihm wird eine fieberhemmende, harntreibende und blutreinigende Wirkung zugeschrieben. Außerdem soll er verdauungs- und auswurffördernd, windtreibend und tonisch sein.

Genutzt werden die Früchte, die Blätter und die Wurzeln, wobei die Bestandteile sowohl innerlich als auch äußerlich Anwendung finden. Die medizinisch und pharmazeutisch relevanten Inhaltsstoffe des Echten Selleries sind ätherische Öle, Cumarin, Zucker, Harz und verschiedene Vitamine. Verwendet wird er unter anderem bei Arthritis, Husten, Blähungen und Harnwegserkrankungen. Aber auch ernährungsphysiologisch ist Sellerie interessant. Den ätherischen Ölen wird eine blutdrucksenkende Wirkung nachgesagt. Zudem hemmt Sellerie das Wachstum ungesunder Bakterien und Pilze im Rachen- und Mundbereich sowie im Magen.

Die enthaltenen Vitamine machen Echten Sellerie allgemein sehr gesund. Kalium sorgt für die Anregung von Stoffwechsel und Kreislauf und ist belebend. Außerdem fördert er die Bildung von Magensäure. Dem hingegen sollten Personen mit Nierenproblemen Sellerie lieber in kleinen Mengen genießen, da er die Nieren reizt und so zu Beschwerden führen kann.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 16 Fettgehalt 0,2 g
Cholesterin 0 mg Natrium 80 mg
Kalium 260 mg Kohlenhydrate 3 g
Ballaststoffe 1,6 g Eiweiß 0,7 g

Über 90 % des Echten Selleries besteht aus Wasser. Ansonsten enthält er sehr wenig Kalorien und Fett. In 100 Gramm des Lebensmittels sind gerade einmal 0,2 Gramm Fett und 21 Kilokalorien enthalten. Dafür enthält er 1,1 Gramm Mineralstoffe und 2,5 Gramm Ballaststoffe. Eiweiß ist zu 1,2 Gramm in derselben Menge Sellerie zu finden.

Ansonsten weist das Gemüse eine Reihe an Vitaminen auf. Sellerie enthält Folsäure, Vitamin E und verschiedene Vitamine der B-Klasse. Außerdem sind in 100 Gramm Gemüse 7 Milligramm Vitamin C und 29 µg Vitamin K enthalten. Daneben weist Sellerie Niacinäquivalent, ß-Carotin, Retinoläquivalent und Pantothensäure auf. Spurenelemente und Mineralstoffe, die Sellerie besonders gesund machen, sind Kalium, Natrium, Calcium und Magnesium. Daneben enthält Sellerie Mangan, Fluorid, Chlorid und Phosphor.

Unverträglichkeiten & Allergien

Sellerie gehört zu den Lebensmitteln, die häufig Allergien auslösen. Problematisch ist dies unter anderem deswegen, weil das Gemüse oftmals in geringen Mengen in Suppen, Saucen und Gewürzmischungen enthalten ist. Auch verschiedene Fertiggerichte enthalten oftmals Sellerie. Für betroffene Personen ist des daher oftmals schwer, das Allergen gänzlich zu vermeiden. Das einzig Sinnvolle ist daher das genaue Studieren der Inhaltsstoffe von Fertig- und Dosengerichten. Gewürze sollten lieber einzeln gekauft und selbst gemischt werden. Damit sind auch Allergiker auf der sicheren Seite.

In Deutschland sollen zwischen 30 und 40 % der Bevölkerung unter einer Sellerieallergie leiden. Besonders häufig sind Pollenallergiker betroffen, da es zu einer sogenannten Kreuzallergie kommen kann. Besonders häufig trifft dies auf Personen zu, die auf Beifuß und Birke allergisch reagieren. In der Medizin wird dieser Fall als Birken-Beifuß-Sellerie-Sydrom bezeichnet. Häufig reagieren Menschen, die Sellerie nicht vertragen, übrigens auch auf Fenchel, Karotten, Anis oder Petersilie.

Der Grund für diese Kreuzallergien sind die ähnlichen chemischen Strukturen der Allergene. Typische Reaktionen auf Sellerie äußern sich in oralen Allergiesyndromen. Das bedeutet, dass es zu Beschwerden im Mund- und Rachenraum kommen kann. Beispiele hierfür sind Schwellungen, Bläschen oder ein Jucken im Mundraum. Andere Symptome sind Augenjucken, Niesanfälle, Magen-Darm-Probleme oder Nesselausschlag. In schlimmen Fällen kann es auch zu Atemproblemen kommen.

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Einkaufs- & Küchentipps

Beim Einkauf von Sellerie sollte auf die Frische des Gemüses geachtet werden. Die Blätter sollten noch grün sein und keine braunen Stellen aufweisen. Bleichsellerie bleibt am längsten knackig. Im Kühlschrank hält er sich bis zu zwei Wochen, sofern er in einem luftdicht verschlossenen Beutel aufbewahrt wird.

Trotzdem sollte Sellerie möglichst schnell verzehrt werden, da ansonsten schnell die Vitamine verloren gehen. Knollensellerie kann beispielsweise auch in einem dunklen, kühlen Raum aufbewahrt werden. Dabei sollte er in Zeitungspapier gewickelt oder in einer Kiste mit Sand verstaut werden. In diesem Fall liegt die optimale Temperatur bei rund fünf Grad Celsius. Vor der Verwendung sollte Sellerie grundsätzlich unter fließendem Wasser gewaschen werden.

Zubereitungstipps

Je nach Art lässt sich Sellerie für die verschiedensten Zwecke einsetzen. Er kann als Rohkost mit Frisch- oder Weichkäse verspeist werden. Aber auch mit Dips wird er gerne gegessen. Als Gemüse kann Stangensellerie gekocht, gedünstet oder geschmort werden. Beliebt ist er beispielsweise in Aufläufen und mit Käse überbacken.

Einwandfrei macht sich Sellerie außerdem in Suppen. Er eignet sich zu Nüssen, Tomaten und verschiedenen Salaten. Als Salatsauce kann Hanf- und Olivenöl kombiniert werden. Dazu machen sich zudem Apfelessig oder Orangensaft. Sellerie kann wie Spargel verarbeitet und zubereitet werden, wobei er auch zu Risotto oder Eintöpfen passt.

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