Echte Brunnenkresse

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. November 2016
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Die mehrjährige Pflanze Brunnenkresse mit den kriechenden Wurzeln wird ungefähr 50 cm groß und kann ebenso im Winter geerntet werden. Sie erweist sich daher ganzjährig als optimale Vitaminquelle. Die Echte Brunnenkresse erblüht in den Monaten Mai bis Juli, wobei das Kraut im Mai und Juni gesammelt werden kann. Auf dem Stängel der Pflanze bilden sich kleine fleischige Blätter, die von den blühenden Pflanzen geerntet werden.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der Echten Brunnenkresse

Die Brunnenkresse zählt zur Familie der Kreuzblütengewächse, verfügt über einen frischen und leicht scharfen Geschmack. Sie stammt aus Südosteuropa und Westasien und war schon bei den Griechen und Römern sehr beliebt. Heutzutage ist die Brunnenkresse weltweit verbreitet. Die Brunnenkresse bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und findet sich gern an Bächen, Teichen und Quellen. Daher wird sie häufig auch als Wasserkresse oder Bachkresse bezeichnet.

Die Brunnenkresse wächst im klaren und kalten Wasser. Wird sie im Garten angebaut, muss auf die Wasserversorgung geachtet werden. Zudem ist es wichtig, dass stets sauberes Quellwasser verwendet wird, um Krankheitserreger in der Brunnenkressekultur zu vermeiden. Optimal ist es, einen Graben aufzuschütten und diesen mit langsam fließendem Wasser zu füllen. Damit die Kresse trockengelegt und der Wasserstand reguliert werden kann, ist ein Zu- und Abfluss erforderlich.

Wer den Aufwand scheut, kann die Echte Brunnenkresse ebenso in feuchten und wasserdichten Kästen kultivieren, um auch einen Anbau auf dem Balkon oder in einem kleinen Garten zu ermöglichen. Im März kann die Aussaat erfolgen. Auf die Wasserversorgung muss grundsätzlich geachtet werden.

Wirkung & Anwendung

Mit ihren rundlichen, fleischigen Blättern sieht die Brunnenkresse schon sehr saftig aus. Dies deutet auf ihre wertvolle Eigenschaft als Salatpflanze hin. Doch auch vom Frischsaft der Echten Brunnenkresse kann bis zu dreimal am Tag ein Teelöffel voll eingenommen werden. Dies geschieht verdünnt mit Wasser. Die Brunnenkresse findet eine vielfältige Verwendung in der Küche. Mit der Brunnenkresse werden gern Suppen und Salate verfeinert.

Die Nutzung ist jedoch frisch empfehlenswert, da die Brunnenkresse als Gewürz, nach dem Trocknen oder Kochen nahezu keinen Geschmack mehr hat. Da die Wirkstoffe jedoch scharf sind und daher eine Reizung der Schleimhäute möglich ist, sollte die Brunnenkresse nicht täglich verzehrt werden, sondern es ist ratsam, Pausen einzulegen. Der frische, aromatische und leicht scharfe Geschmack resultiert aus den Bitterstoffen und den Senfölen. Des Weiteren wird sie gern genutzt, um Sandwiches zu garnieren, Steaks, Quark, Spinat, Kartoffelgerichte oder Eierspeisen zu verfeinern.

Die Brunnenkresse wächst im klaren und kalten Wasser. Wird sie im Garten angebaut, muss auf die Wasserversorgung geachtet werden.

Der Vorteil ist, dass die Brunnenkresse ebenso im Spätherbst und Winter ein guter Vitamin-C-Lieferant ist. Auch zum Kombinieren ist sie gut geeignet. Mit Zitrone, Joghurt und Gewürzen beispielsweise kann daraus eine leckere Soße hergestellt werden. Auch zum Dekorieren passt sie optimal. Die Echte Brunnenkresse darf bei einer vitalisierenden Frühjahrskur nicht fehlen. Als wertvoller Vitamin C-Lieferant lindert sie Mangelerscheinungen. Auch in der Kosmetik wird die Brunnenkresse verwendet, zum Beispiel in Haarwassern, um bei einem Haarausfall zu helfen.

Naturkosmetikhersteller verwenden die Pflanze in Shampoos. Dadurch soll die Kopfhaut gestärkt und vitalisiert werden. Gleichzeitig wird die Talgproduktion reguliert. In einem Gesichtsreinigungsgel erfrischen die Inhaltsstoffe der Brunnenkresse die Haut. Sie wird gereinigt und geklärt. Mit der Pflanze kann sehr einfach selber eine Quarkmaske hergestellt werden: Hierfür wird die frische Brunnenkresse geschnitten, mit etwas Sahne und Quark verrührt, auf die Haut aufgetragen und 10 Minuten einwirken gelassen, bevor sie mit lauwarmem Wasser wieder abgespült wird. Dies hat eine hautklärende und erfrischende Wirkung.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Die Echte Brunnenkresse ist als Arzneipflanze altbewährt. In der Antike schon galt sie als Allheilmittel und im Mittelalter wurde sie in der Klostermedizin verwendet. Wird die Brunnenkresse zu den verschiedenen Heilzwecken verwendet, sollte sie kurz vor dem Erblühen gesammelt und dann sofort getrocknet werden. Da die Brunnenkresse scharf duftet, sollte dies separat und mit keinen anderen Pflanzen zusammen geschehen. Das Gleiche gilt für die Aufbewahrung. In erster Linie regt sie den Stoffwechsel an.

In der Form von Wildsalaten oder Kräuterquark kann die Brunnenkresse eine Frühjahrsmüdigkeit verringern und einen Vitaminmangel beheben. Zudem werden der Pflanze blutreinigende, antibakterielle und schleimlösende Eigenschaften zugeschrieben. Die Echte Brunnenkresse wirkt auch harntreibend, appetitanregend und aphrodisierend.

Sie findet außerdem Anwendung bei Erkältungskrankheiten, Husten, Hals- und Zahnfleischentzündungen, Nieren- und Blasenleiden, Rheuma, Verdauungsbeschwerden, Juckreiz sowie bei leichten Brandwunden. Der Saft der Brunnenkresse verfeinert das Hautbild und beseitigt Hautunreinheiten wie Pickel. Falten werden verringert, Altersflecken und Sommersprossen ausgeblichen.

Bei Falten werden täglich Kompressen mit dem Saft aufgelegt und mit Folie abgedeckt. Der Saft wird durch das Auspressen der Pflanze hergestellt. Hierfür kann ein Entsafter verwendet werden. Wem der Geschmack nicht ganz zusagt, kann zum Beispiel den Saft einer Karotte oder Tomate hinzugeben. Des Weiteren wird das Kraut der Brunnenkresse zur Behandlung einer Bronchitis genutzt. Verschleimungen der Atemwege werden damit gelöst.

Bei Magen- oder Darmgeschwüren sowie bei entzündlichen Nierenerkrankungen hingegen sollte es jedoch nicht angewendet werden. Das Gleiche gilt für Kinder, die jünger als 4 Jahre alt sind. Da beim Genuss einer wild wachsenden Brunnenkresse eine Erkrankung möglich ist, sollte die Brunnenkresse stets gründlich gewaschen oder am besten nur Brunnenkresse aus Kulturen verwendet werden.

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