ESBL-Infektion
Die ESBL-Infektion ist eine Erkrankung, die aufgrund der vielfach resistenten Erreger schwer zu behandeln ist und sich in einigen Bereichen stark ausgebreitet hat.
Definition ESBL-Infektion
Die ESBL-Infektion vollzieht sich vorrangig im Darmsystem und basiert auf einer Beeinträchtigung durch die Inaktivierung von antibiotischen Medikamenten durch Enterobakterien. Dies basiert bei der ESBL-Infektion auf der durch krankheitserregende Bakterien erzielten Veränderung des Enzyms Beta Laktamase, wodurch die Wirkung von Antibiotika unterbrochen wird.
Diese Fähigkeit besitzen verschiedene Bakterienstämme der Enterokokken. In der Folge dieser Prozesse kommt es durch eine ESBL-Infektion zu einer Widerstandsfähigkeit gegenüber Antibiotika. Diese führt bei einer ESBL-Infektion dazu, dass auch andere Erkrankungen mit Antibiotika kaum oder gar nicht zu behandeln sind.
Ursachen für ESBL-Infektion
Durch die Beeinträchtigung der gesunden genetischen Erbinformation der Enterobakterien kann es zu einer ESBL-Infektion kommen. Die Ursachen für die ESBL-Infektion sind also genetisch veränderte Keime des Darmes.
Die ESBL-Infektion kommt überwiegend bei Menschen vor, die eine geschwächte Immunabwehr besitzen. Dies sind bei der ESBL-Infektion überwiegend erkrankte, ältere Menschen und Kleinstkinder. Die ESBL-Infektion kommt aus diesem Grund überwiegend im Rahmen des Hospitalismus in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen vor und kann auch durch Ausscheidungen wie Fäkalien übertragen werden.
Typische Symptome bei ESBL-Infektion
Da die ESBL-Infektion an verschiedenen Orten des Körpers auftreten können, gibt es keine typischen Symptome und Beschwerden. Je nach Ort der Infektion äußeren sich also andere Beschwerdemuster. Bei Verdacht sollte also auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden.
Diagnose und Verlauf bei ESBL-Infektion
Eine eindeutige Diagnose der ESBL-Infektion kann erst nach einer umfassenden labortechnischen Untersuchung und Testung der Patienten erfolgen. In diesem Zusammenhang werden sowohl Proben von Ausscheidungen als auch Abstriche der Schleimhäute sowie von Wunden genommen, um diese auf vorhandene Keime der ESBL-Infektion zu untersuchen. Mikrobiologisch zeigt sich in der Auswertung der Ergebnisse das Vorhandensein der Enterobakterien für eine ESBL-Infektion ebenfalls.
Die Betroffenen tragen die ESBL-Infektion dahin gehend aus, dass die Keime in der Schleimhaut des Dickdarms, den Harn- und Atemwegen vermehrt vorhanden sind und dort zu krankhaften Symptomen führen. Bei der ESBL-Infektion halten sich viele Enterobakterien am Eingang der Harnröhre auf. Als problematisch stellt sich in diesem Zusammenhang der Verlauf der ESBL-Infektion bei beatmeten Patienten und Pflegebedürftigen dar, bei denen die Erreger der ESBL-Infektion zu Erkrankungen auch andere Organe beitragen können.
Typische Verlaufsformen der ESBL-Infektion sind nicht therapierbare Infektionen der Harnwege, nur schlecht heilende Wunden und Lungenentzündungen. In Hinsicht auf die Wundheilungsstörungen zeichnet sich eine ESBL-Infektion durch bräunlich belegte Wundränder mit Eiter und einen starken Verwesungsgeruch der Wunden aus.
Behandlung von ESBL-Infektion
Darüber hinaus geht es bei der Therapie der ESBL-Infektion vorrangig auch um die Behandlung der Folgeerkrankungen, die sich im aktuellen Stand zeigen. Zur Behandlung der ESBL-Infektion müssen die ESBL-bildenden Bakterien aus dem Organismus eliminiert werden. Dies ist bei der ESBL-Infektion kaum realisierbar, da kaum wirkungsvolle Antibiotika vorhanden sind.
In einigen Fällen werden die Patienten mit einem sogenannten hochpotenten Antibiotika behandelt, das als Oxazolidinon unter der Bezeichnung Linezolid bekannt sind. In der Anwendung gegen die Keime, die als Auslöser der ESBL-Infektion in Frage kommen, stehen ebenfalls arzneispezifische Antibiotika wie Quinupristin, Daptomycin, Tigecyclin zur Auswahl und werden bereits seit einiger Zeit eingesetzt.
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Vorbeugung von ESBL-Infektion
Die Vorbeugung gegen eine ESBL-Infektion basiert vorwiegend auf umfassenden hygienischen und desinfektions- sowie sterilisationsbezogenen Maßnahmen. Diese verhindern eine Übertragung der Bakterien auf andere geschwächte Personen und müssen insbesondere von Klinik- und Pflegepersonal bei bekannten Fällen mit einer ESBL-Infektion eingehalten werden. Um einer Ansteckung einer ESBL-Infektion vorzubeugen, spielt hauptsächlich die sogenannte Händehygiene eine wichtige Rolle.
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